Events – Arten, Sinn und Zweck

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Events – Arten, Sinn und Zweck
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Gefeiert wird immer. Die passenden Gründe hierfür zu finden, ist in der Regel ein Kinderspiel. So facettenreich die weite Welt der Events mittlerweile ist, so sehr unterscheiden sie sich doch zum Beispiel mit Blick auf ihren jeweiligen Sinn und Zweck. Fakt ist, dass Events keineswegs ausschliesslich der Fröhlichkeit und dem geselligen Miteinander dienen, wenngleich dieser Aspekt dennoch durchaus eine wichtige Rolle spielt. Meist steckt aber weit mehr dahinter.

Wer eine Veranstaltung plant bzw. ins Leben rufen möchte, der will in der Regel auch einen Nutzen daraus ziehen – oder zumindest keine finanziellen Verluste erleiden. Die Erfahrung macht deutlich, dass die Organisation eines Events stets auch mit einem nicht unerheblichen finanziellen und zeitlichen Einsatz einhergeht. Aus diesem Grund liegt es nahe, dass die meisten Veranstalter bestrebt sind, ihren Beitrag in bestimmter Art und Weise wieder „hereinzuholen“, in welcher Form auch immer.



Erfolgsorientierte Geschäftsleute sowie erfahrene Veranstalter wollen in der Hinsicht allerdings oft weit mehr und gehen einen Schritt weiter. So ist es nicht selten das erklärte Ziel, einen echten Profit aus dem Ganzen zu schlagen und vor allem auch langfristig von dem Ganzen zu profitieren. In Anlehnung hieran kann man die meisten Veranstaltungen also in bestimmte Kategorien gliedern, sodass schon auf den ersten Blick klar erkennbar ist, wer welches Ziel mit welchem Eventmodell verfolgt. Im Allgemeinen gibt es diesbezüglich nur geringe Unterschiede zwischen privaten und gewerblich orientierten Veranstaltungen.

Anlassbezogene Veranstaltungen

In erster Linie unterscheidet man soziale bzw. gesellschaftliche Events – also anlassbezogene Veranstaltungen – von den so genannten Profit-Events. Zu den besagten Non-Profit-Events gehören vor allem jene Festivitäten, bei denen es nicht in erster Linie beabsichtigt ist, Absatzförderung zu betreiben; hier stehen einzig und allein der Spass und die Geselligkeit im Vordergrund. Beste Beispiele für solche Non-Profit-Events sind unter anderem Hochzeiten, Geburtstage, Willkommenspartys oder auch soziale Veranstaltungen. Nachbarschaftsfeiern, Strassenfeste, Sommerfeste oder Alpen-Sessions sind hier freilich ebenfalls gerne gesehen.

Soziale Veranstaltungen – auf Dauer durchaus profitabel



Zwar verfolgt man mit sozial orientierten Veranstaltungen, wie zum Beispiel Spendenaktionen, Vorstellungen von Vereinen, Verbänden und Institutionen etc. sehr wohl das Ziel, das Interesse der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen. Denn auf diese Weise kann es auch auf lange Sicht ein Leichtes sein, mehr Aufmerksamkeit zu generieren, das Renommee zu verbessern oder dauerhaft sogar finanzielle Zuwendungen von Unterstützern zu erhalten. Dennoch werden soziale Events nicht der Kategorie „Profit-Events“ zugeteilt.

Wer der Ansicht ist, auch Sponsoring-Veranstaltungen könne man ohne Weiteres der Kategorie Profit-Events zuordnen, der irrt. Sicherlich ist es hierbei das Ziel, durch Sach- oder Finanzmittel eine gesponserte Person, einen Verein oder ein Unternehmen zu fördern. Allerdings ist es diesbezüglich gleichwohl der Sponsor selbst, der einen Nutzen aus dieser Aktion zieht. Denn durch ein werbe- bzw. publikumswirksames Sponsoring wird ihm eine spezielle Form der öffentlichen Wahrnehmung zuteil. Handelt es sich bei dem grosszügigen Spender zum Beispiel um ein Unternehmen, so ist die Erwähnung des Firmennamens im Rahmen dieser „sozial orientierten“ Aktion – das darf man mit Fug und Recht behaupten – mitunter bares Geld wert: eine spezifische Form der Werbung, die in der Schweiz noch dazu steuerlich geltend gemacht werden kann.



Unternehmensfeierlichkeiten in ihrer mannigfaltigen Form nehmen im heutigen Big Business einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Dabei wird dieser Bereich in unterschiedliche Gruppierungen gegliedert:

Zunächst sind da die so genannten Corporate-Events zu nennen, bei denen es in erster Linie das Ziel ist, „Werbung in eigener Sache“ zu betreiben. Dabei geht es darum, das Unternehmen selbst, eine Marke bzw. ein Produkt oder eine Dienstleistung potentiellen Interessenten, Kunden und Geschäftspartnern vorzustellen. Im Gegensatz dazu steht beim Public-Event vor allem das Erreichen der breiten Öffentlichkeit im Fokus. Dennoch verfolgen beide Varianten ein Ziel: den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Mit Blick auf Unternehmensveranstaltungen wird darüber hinaus zwischen Employee- und Consumer-Events unterschieden. Mitarbeiterevents sollen vornehmlich der Motivation, dem Teambuilding bzw. dem Teamzusammenhalt dienlich sein, wobei das Hauptaugenmerk aber durchaus auch auf der Vermittlung unternehmens- oder produktspezifischer Informationen liegen kann. Diesbezüglich ist üblicherweise vom B2E-Event die Rede. Sinn und Zweck des Ganzen ist am Ende auch die Generierung höherer Umsätze. Denn aus einer höheren Motivation resultiert meist auch ein verbessertes Leistungsportfolio – zu Gunsten des Unternehmens.

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Ein klassisches Beispiel in Sachen absatzfördernder Events ist das B2C-Event. (Bild: nito / shutterstock.com)




Der Kunde ist eben immer König

Ein klassisches Beispiel in Sachen absatzfördernder Events ist das B2C-Event. Hierbei nimmt die kundenorientierte Veranstaltung, also das Consumer-Event, eine wesentliche Bedeutung ein. Insgesamt zielt der Veranstalter bzw. das ausführende Unternehmen vor allem auf die Promotion, die Intensivierung der Kundenbindung oder den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen ab. Wissenswert ist, dass sich gleichwohl auch B2P-Events einer grossen Beliebtheit bei erfolgsorientierten Unternehmern erfreuen. Ähnlich wie bei der B2C-Veranstaltung will man diesbezüglich ebenfalls an die Öffentlichkeit gehen, um nachhaltig wachsende Umsätze zu generieren. Im Unterschied zum B2P-Event hingegen macht man sich hier eines ganz besonderen „Sprachrohres“ zu Nutze: Im Rahmen von Presseveranstaltungen soll es nämlich gelingen, eine noch umfangreichere Zielgruppen-Plattform anzusprechen.

Ob auf privater oder gewerblicher Ebene: Wer im Zuge seiner Eventplanung von Anfang an das Wohl der Gäste bzw. Besucher im Auge hat, der wird sich gewiss über einen guten Erfolg seiner Veranstaltung freuen dürfen.



 

Oberstes Bild: © Valio – shutterstock.com

Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.



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