Landjugendfeste planen – Events mit Heu und Stroh

06.03.2014 |  Von  |  Outdoor, Privat, Sommer
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Landjugendfeste planen – Events mit Heu und Stroh
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Die Zeit der Heuballen ist immer wieder auch die perfekte Saison, um in der Schweiz Landjugendfeste zu feiern. Wenn sich die jungen Leute der einzelnen Gemeinden vor Ort zusammen tun oder bereits vereinsmässig organisiert sind, bieten sich unterschiedliche Gelegenheiten an, um ausgiebig miteinander zu feiern und Spass zu haben.

Überhaupt sind die jungen Leute der ländlichen Regionen auf unterschiedliche Weise gemeinschaftlich miteinander „vernetzt“. Ob durch Tanz-, Kultur- oder Sportvereine oder in bereits jahrelang bestehenden Landjugendorganisationen: Die Heranwachsenden lieben es, an den Wochenenden nach Herzenslust Geselligkeit zu üben, etwas zu unternehmen, Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. 



Dabei sind Landjugendfeste mit einem verschmitzten Seitenblick auf alte Traditionen durchaus auch „die perfekte Plattform“, um vielleicht sogar den Mann oder die Frau fürs Leben zu finden. Erfahrungsgemäss flirtet es sich in lockerer, fröhlicher Atmosphäre doch viel leichter …!

Feiern in rustikalem Ambiente

Anlässe zur „Geselligkeit in Heu und Stroh“ gibt es wahrlich viele: So lassen sich Landjugendfeste unter anderem als Herbstfestivitäten, als Jugendfeuerwehr-Party, als klassische Tanz-Events, als Wein-Feste für die Jugend ab 18, als eine Art Show-Party in Form eines Musiker-Wettbewerbs für die örtlichen Bands oder Blasorchester et cetera konzeptionieren.

Meist werden diese Veranstaltungen in regelmässigen Abständen zelebriert, wobei der Ablauf – je nach Region – oftmals derselbe ist: Nachdem die feierlustigen Gäste die Festscheune mit ihren Freunden betreten haben, geht es zunächst einmal an die Theke, um die ersten Erfrischungen zu besorgen. Ob mit oder ohne Alkohol – dafür hat das Verkaufspersonal hinter der Theke Sorge zu tragen! Für die musikalische Untermalung sorgt entweder ein engagierter DJ, eine lokale Band oder – eine robuste Hifi-Anlage.



Gegen Mitternacht werden mögliche Geburtstagskinder „gebührend gefeiert“, wobei man es auch zu diesem Zeitpunkt freilich nicht versäumt, sich einen kräftigen Schluck zu genehmigen. Alle Anwesenden, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, werden sodann gebeten, die Veranstaltung zu verlassen. Als sei es ein ungeschriebenes Gesetz, nehmen dies die „Älteren“ sogleich zum Anlass, verstärkt die – hoffentlich vorhandene – Tanzfläche zu „stürmen“ und sich ausgiebig zu den Beats der Musik zu bewegen

Je mehr Gäste zur Veranstaltung kommen, desto eher ist die Möglichkeit gegeben, dass sich das Ganze erst zum Morgengrauen hin auflöst. Und wenn der erste Hahn kräht, sind die letzten Festbesucher vielleicht bereits auf dem Heimweg …

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Feiern in rustikalem Ambiente. (Bild: stockcreations / shutterstock.com)




Feiern auf rustikale Art

Die Karten für das Event sind meist direkt am Scheuneneingang zu haben, und auch die Wertmarken für Bier, Wein, Limonade und Co. können im Zuge dessen gleich mit erworben werden. Nach dem Motto „Es muss nicht immer Kaviar sein“ ist ein üppiges Buffet bei einer derartigen Festivität eher selten vorzufinden. Wie nämlich die Erfahrung immer wieder zeigt, erfreuen sich Würstchen, Pommes Frites, Eintöpfe und so weiter bei den jungen Leuten einer weit grösseren Beliebtheit. Diese Köstlichkeiten sind in der Regel schon für kleines Geld an Snack-Buden zu haben, welche von Seiten des Festkomitees im Vorfeld organisiert werden.

Der Kreativität und natürlich auch der Feierlaune sind bei Landjugendfesten so gut wie keine Grenzen gesetzt. Nach alter Manier finden Landjugendfeste meist in bäuerlichem Ambiente statt, wobei entweder Festscheunen, Ballsäle lokaler Wirtshäuser oder ähnlich rustikale Räumlichkeiten das ideale Ambiente bieten. Auch Festzelte oder Vereinsunterkünfte sind mit der passenden Dekoration hervorragend geeignet, um hier ein zünftiges Landjugendfest abzuhalten.

Mit dieser Checkliste wird das Landjugendfest gewiss rundum zum Erfolg: 



  • Finanzplan bzw. Budget aufstellen
  • die rechtzeitige Organisation der Lokalität
  • Beschaffung von Stempeln oder Einlass-Bändchen, um den Gästen nach Entrichten des Ticketpreises ein ungehindertes Betreten oder Verlassen der Lokalität zu ermöglichen
  • Plakate und Flyer erstellen
  • Verkaufsstände bzw. Imbissbuden beauftragen
  • Einkauf der passenden Getränke in den erforderlichen Mengen
  • Kassenwarte und Mitarbeiter „rekrutieren“, die für Ordnung und Sicherheit vor Ort sorgen
  • eine ausreichende Menge Bargeld für die Kasse im Eintrittsbereich organisieren
  • einen DJ, eine Band et cetera beauftragen
  • ein Team zusammenstellen, das für die Deko sowie für die Reinigung der Lokalität verantwortlich ist
  • Sanitäre Anlagen
  • die Abfallentsorgung organisieren

Mit Blick auf die Getränkeversorgung erweist es sich immer wieder als vorteilhaft, den lokal ansässigen Gastwirt, sofern möglich, um Unterstützung zu bitten. Wenn dieser nicht selber einige Mitarbeiter zum Verkauf von „Flüssignahrung“ abstellt, so verfügt er doch über wichtige Kontakte, mit denen die Getränkebeschaffung für das Organisationskomitee noch kostengünstiger „über die Bühne geht“.

Von Anfang an in Feierlaune 

Schon die Planungen des bevorstehenden Events nehmen die meisten jungen Leute des Organisationskomitees zum Anlass, um die Geselligkeit im Rahmen sporadischer Vorabtreffen zu pflegen. So setzt man sich im Vorfeld immer wieder gerne zusammen, um beispielsweise aus riesigen Strohballen in gemeinschaftlicher Handarbeit kunstvolle Figuren zu formen, die schon von Weitem gut sichtbar und somit ein eindeutiger Hinweis sind, dass in Kürze eine Festivität der besonderen Art stattfinden wird.

Jeder steuert eigene Materialien bei, zum Beispiel Stroh, Plastikplanen, Draht und so weiter. Ausserdem macht es Sinn, einige Wochen vor dem Landjugendfest einladende Plakate zu gestalten und diese in der Umgebung aufzustellen. Auch diese „Aktionen“ gehen üblicherweise in gemeinschaftlicher Arbeit vonstatten. Alles in allem macht es nicht nur immer wieder Spass, bei Landjugendfesten mit von der Partie zu sein. Sondern bereits die „Arbeiten“ im Vorfeld sind ein Garant für Geselligkeit, Kreativität – und jede Menge Vorfreude auf das Event!



 

Oberstes Bild: © Gunnar Rathbun – shutterstock.com

Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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