Ohne Worte – die Kunst der Pantomime

09.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Ohne Worte – die Kunst der Pantomime
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Es ist eine alte Kunst, die irgendwo zwischen Theater, Artistik und Tanz angesiedelt ist – die Pantomime. Sie kommt ohne Worte und auch weitgehend ohne andere Hilfsmittel aus.

Alles, was dargestellt und ausgedrückt werden soll, wird über Mimik und Gestik vermittelt. Keineswegs eine leichte Aufgabe.



Alles nachahmen

Pantomime kommt aus dem Griechischen pantómimos, was so viel wie „alles nachahmend“ bedeutet. Und tatsächlich geht es in gewisser Weise darum, Objekte, Personen und Situationen durch nachahmende Körper- und Gesichtsbewegungen zu präsentieren und dadurch dem Publikum auch non-verbal verständlich zu machen. Das ist insbesondere dann eine Herausforderung, wenn es sich um abstrakte Sujets handelt.

In der Reduzierung der Mittel liegt der besondere Reiz der Pantomime. Dadurch wird die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche gelenkt – das, was den Gegenstand der Darstellung unverwechselbar macht, so dass es keiner sprachlichen Erklärung mehr bedarf. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine intensive Ausbildung erforderlich.

Körpertechnik und Improvisation



Gefragt sind dabei nicht nur weitreichende Kenntnisse körperlicher und mimischer Audrucksformen und -möglichkeiten. Auch ein hohes Mass an Körperbeherrschung wird verlangt. Pantomimen durchlaufen daher ein intensives körperliches Training. Es geht darum, jeden einzelnen Körperteil unabhängig voneinander bewegen und einsetzen zu können. Denn schliesslich ist die Körpersprache praktisch das einzige Ausdrucksmittel, das zur Verfügung steht. Präzision und Klarheit sind dabei gefordert.

Es geht aber nicht nur um Körpertechnik, sondern auch um Improvisation. Auch sie will gelernt sein. Wenn ein Pantomime auftritt, sind seine Mimik und Gestik keineswegs der Augenblickseingebung geschuldet. Pantomimen bedienen sich einer eigenen Sprache. Professionelle pantomimische Vorführungen sind wie ein Vortrag gestaltet, der aus einzelnen Sätzen mit Punkt und Komma besteht – nur dass sie nicht gesprochen, sondern mithilfe von Körper und Gesicht gezeigt werden.

Vom Pantomimus zum Business-Auftritt

Die Kunst der Pantomime ist uralt. Schon in der Antike gab es einen Pantomimus, der bei Tragödien zum Text des Chores tanzte. Von der Commedia dell’Arte im Italien der Renaissance über das klassische französische Theater bis zur modernen Avantgarde zieht sich ein roter Faden mit pantomimischen Elementen. Dabei war und ist die Pantomime auch immer ein Element von Jahrmärkten, Volks- und Strassentheater gewesen. Selbst in modernen Tanz-Formen wie dem Breakdance finden sich pantomimische Elemente.

Der Auftritt eines Pantomimen sorgt immer für einen Aha-Effekt und zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. Ein Grund, warum diese Kunstform sogar bei Events im Business-Bereich Einzug gehalten hat. Als Walking-Act, zum Beispiel bei Messeauftritten, Produkt- und Firmenpräsentationen, lässt sich Pantomime wirkungsvoll einsetzen. Es gibt fast nichts, das Pantomime nicht darzustellen vermag.




 

Oberstes Bild: © Kuzma – Shutterstock.com

Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem großen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.


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