Zerstrittene Verwandtschaft? Die perfekte Sitzordnung für Ihre Hochzeit

09.10.2014 |  Von  |  Familie
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Zerstrittene Verwandtschaft? Die perfekte Sitzordnung für Ihre Hochzeit
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Viele Paare können ein Lied davon singen: Bei der Hochzeitsplanung läuft alles glatt, doch die Sitzordnung bereitet einiges Kopfzerbrechen. Was tun, wenn die Tante nicht neben der Oma sitzen mag und Cousin und Cousine komplett zerstritten sind?

Abhängig von der Location und der Gästeanzahl können die Tische unterschiedlich angeordnet werden: Von der klassischen Tafel über die E-, U- und T-Form bis hin zu frei stehenden Tischen gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Gäste zu platzieren.



Am Anfang der Planung steht die Gästeliste – mit wie vielen Personen rechnen Sie bei Ihrer Feier? Dabei reicht zunächst eine grobe Einschätzung, um eine erste Ordnung aufzustellen. Anhand der gewählten Veranstaltungsräume und der Gästeanzahl ergibt sich in der Regel bereits ein erster Hinweis auf die Tischordnung: Erscheinen sehr viele Gäste, stellen Sie besser frei stehende Tische auf. Eine kleinere Gesellschaft findet an einer gemeinsamen Tafel hervorragend Platz.

An einer langen Tafel sitzt das Brautpaar idealerweise in der Mitte, an einer der Seiten. So können alle Gäste einen Blick auf die Hauptpersonen werfen und die Brautleute haben Gelegenheit, sich mit allen Gästen zu unterhalten. Üblicherweise sitzen die Eltern jeweils rechts und links vom Brautpaar, dann folgen die Trauzeugen sowie Geschwister und Grosseltern. Ist die Gesellschaft etwas grösser, können die Tische in T- oder E-Form gestellt werden, allerdings sitzen hier die Gäste an den Innenseiten mit dem Rücken zueinander.

Bei einer mittelgrossen bis grösseren Gesellschaft entscheiden sich viele Gastgeber für frei stehende Tische. Das wirkt sehr aufgelockert, an runden Tischen ergeben sich vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten. In der Regel sitzen etwa acht Personen an einem Tisch. Wer sich etwas umdreht, kann bequem mit den Gästen an den benachbarten Tischen plaudern.

Steht die Tischordnung fest, geht es an die Zusammenstellung der Sitzordnung. Erstellen Sie einen groben Sitzplan, auf dem Sie alle Plätze einzeichnen. Nun stellen Sie eine vorläufige Gästeliste zusammen. Besonders praktisch ist es, wenn Sie jeden Namen auf einem kleinen Kärtchen notieren, so können Sie die Gäste ein wenig „herumschieben“.



Haben Sie sich für einzelne Tische entschieden, an denen jeweils acht Personen sitzen, stellen Sie aus Ihrer Gästeliste entsprechende Grüppchen zusammen. Achten Sie darauf, dass die Personen sich bereits kennen und mögen, die seit Jahren verfeindeten Cousinen gehören nicht gemeinsam an einen Tisch. Trennen Sie die Grüppchen nach Arbeitskollegen, Freunden, Nachbarn und Verwandten. Gibt es keine besonderen Kriterien, würfeln Sie die Gesellschaft am besten nach Alter und Interessen zusammen. Sind Sie nicht sicher, sollten Sie vorher im Verwandten- und Freundeskreis nachfragen, so ergeben sich vielleicht bereits im Vorfeld einige Gemeinsamkeiten.

Bei einer Hochzeit ist eine Tischordnung mit Einzeltischen besonders praktisch. (Bild: Andrei Zveaghintev / Shutterstock.com)

Bei einer Hochzeit ist eine Tischordnung mit Einzeltischen besonders praktisch. (Bild: Andrei Zveaghintev / Shutterstock.com)

Am Ende Ihrer wohldurchdachten Sitzordnung bleiben garantiert einige „besondere Fälle“ übrig. Es macht keinen guten Eindruck, einen „Resttisch“ mit allen Personen, die Sie nicht unterbringen können, zu decken. Gerade wenn sich einige Singles unter diesen Gästen befinden, wirkt das eventuell befremdlich.

Am besten teilen Sie diese Spezialfälle auf andere Tische auf. Ordnen Sie jedem Tisch eine oder zwei Personen zu, achten Sie dabei auf Gemeinsamkeiten. Einen einzelnen Single sollten Sie nicht an einen Tisch mit ausschliesslich glücklichen Paaren setzen. Vielleicht gibt es noch einen anderen Gast, der allein erscheint und ebenfalls an diesem Tisch Platz nehmen könnte.



In vielen Familien gibt es zerstrittene Personen, die auf keinen Fall gemeinsam feiern möchten. Gerade bei getrennten Paaren, die geschieden sind oder in Scheidung leben, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wollen Sie beide Personen einladen, achten Sie darauf, sie möglichst weit auseinander zu setzen. Handelt es sich um extreme Streithähne, die Ihre Feier sprengen könnten, verzichten Sie lieber auf eine Einladung.



Kinder und Jugendliche sitzen gern an einem separaten Tisch und nicht bei den Erwachsenen. Haben Sie mehrere Kinder eingeladen, richten Sie einen eigenen Kindertisch ein. Sind die Kinder jünger, sollte der Tisch möglichst in der Nähe der Eltern stehen. Hier können Sie mit einigen Mal- oder Spielsachen für Unterhaltung sorgen. Im Zweifel bitten Sie die Eltern, beliebte Spiele mitzubringen, damit es dem Nachwuchs nicht zu langweilig wird.

Haben Sie die endgültige Sitzordnung ausgetüftelt, können Sie mit einem individuellen Tischkärtchen den genauen Platz jedes Gastes genau bestimmen. Alternativ stellen Sie in die Mitte des Tisches eine Aufstellung, wer an diesem Tisch sitzen soll, die genaue Anordnung bleibt dann den Gästen selbst überlassen. Im Laufe des Abends ändern sich die Grüppchen und Ihre Gäste nehmen auch an anderen Tischen Platz. Halten Sie für diese Fälle einige zusätzliche Stühle bereit, die bei Bedarf einfach genutzt werden können.

Überprüfen Sie einige Tage vor der Feier noch einmal alle Zu- und Absagen und werfen Sie einen Blick auf Ihre Sitzordnung. Auf diese Weise wird kein Gast vergessen und nicht versehentlich für einen Gast eingedeckt, der bereits abgesagt hat.

Natürlich möchte nicht jeder Gast alle Tischkärtchen studieren, um seinen Platz zu finden, gerade bei grossen Gesellschaften wäre sonst Geduld gefragt. Hängen Sie bereits am Eingang einen Übersichtsplan aus, auf dem jeder Gast den ihm zugedachten Tisch erkennen kann. Bei einer sehr grossen Runde ist eine alphabetische Aufstellung mit Namen und Tischnummer eine hilfreiche Unterstützung.



 

Oberstes Bild: © Gordana Sermek – Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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