Herbsthochzeiten – Klischees und wie man sie vermeiden kann

28.10.2014 |  Von  |  Familie, Privat
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Herbsthochzeiten – Klischees und wie man sie vermeiden kann
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Ihr Liebster hat es endlich getan! Er hat Ihnen den lang ersehnten Antrag gemacht –schliesslich liegen Verlobungen wieder im Trend – und Sie haben sich verlobt. Das bedeutet, dass jetzt die Planungen für Ihre Traumhochzeit im Herbst beginnen (oder auch beginnen sollten) – und da soll alles wie aus dem Bilderbuch sein.

Also muss eine Dekoration in Orange-Tönen her, es wird schmackhafte Herbstküche mit Kürbis & Co. aufgetischt und die Feierlichkeiten müssen drinnen stattfinden? Aber absolut nicht! Wir räumen auf mit den festgefahrenen Herbstklischees und bringen frischen Wind auf und in Ihre Hochzeit!



Die Herbsthochzeit muss drinnen stattfinden?

Nein! Auch wenn das Schweizer Wetter in den Herbstmonaten unbeständig sein kann, muss man nicht unbedingt auf eine Indoor-Hochzeit setzen. Wichtig bei der Wahl der richtigen Hochzeitslocation sollte nur sein, dass es sowohl Outdoor- als auch Indoor-Möglichkeiten gibt. So kann man, sollte das Wetter partout nicht mitspielen wollen, immer noch nach innen ausweichen.

Im besten Fall planen Sie Cocktails und Zeremonie im Garten und wechseln dann, bevor es abends zu kühl wird, nach drinnen. Heizpilze und bereitgelegte Schals für die Damen sorgen dafür, dass man auch später noch die frische Nachtluft draussen geniessen kann.

Alles muss orange, rot oder gelb sein?



Im Herbst denkt man irgendwie automatisch an „Indian Summer“ und den Rausch der Farben der Blätter in Neuengland – und dass die Dekoration für eine Hochzeit in den „typischen“ Herbstfarben gehalten sein müsse. Und auch wenn das sehr geschmackvoll und elegant aussehen kann, Sie müssen sich nicht auf diese relativ festgefahrene Farbpalette beschränken!

Warum nicht stattdessen tiefe, satte Burgunder- oder Aubergine-Töne? Diese kann man wunderschön mit einem edlen Beige oder Cremeweiss kombinieren. Auch Fuchsia-Töne in Kombination mit einem dunklen Grau wirken sehr stylish und sind momentan der letzte Renner bei den Hochzeitsplanern. Wer es besonders elegant mag, wählt ein dunkles Petrol mit einem leichten Schimmer – wie ein prächtiger Pfauenschwanz.

Kürbissuppe, Wild und Apfelkuchen... (Bild: Sandra Cunningham / Shutterstock.com)

Kürbissuppe, Wild und Apfelkuchen… (Bild: Sandra Cunningham / Shutterstock.com)

Kürbisse, Äpfel & Co.?



Mit den Dekorationen ist es genau wie bei der Farbpalette. Man glaubt automatisch, dass man bei einer Herbsthochzeit überall Körbe mit frischen Äpfeln oder schick verzierte Kürbisse aufstellen müsse, um die richtige Stimmung zu zaubern – schliesslich ist ja Erntezeit. Wer bei der Hochzeit „fruchtfrei“ feiern will, kann aber trotzdem auf Dekorationen aus der Natur zurückgreifen. Schöne Weizengebinde oder Bouquets aus getrockneten Blumen schaffen eine romantische und rustikale Atmosphäre.



Wenn Sie ein wenig Natur und dazu noch Glamour auf den Tischen haben wollen, probieren Sie doch einfach vergoldete oder versilberte Blätter als Platzkarten! Sammeln Sie schöne Blätter und färben Sie sie mit Sprayfarbe golden oder silbern ein. Jetzt noch mit einem wasserfesten Stift die Namen draufschreiben und voilà, die perfekten Sitzkärtchen!

Winterkleidung raus! Schwarze Smokings und samtene Kleider?

Ja, die Tage werden langsam kühler, aber bedeutet das wirklich, dass der Bräutigam und die Trauzeugen schwarze Anzüge und die Brautjungfern schwere Roben aus dickem Samt tragen müssen? So ein Unsinn! Gerade wenn die Trauung tagsüber stattfindet, kann ein schicker Anzug in Khaki-Tönen für den Mann des Tages die eleganteste Wahl sein.

Und auch was die Brautjungfern angeht, muss nicht auf dicke Stoffe zurückgegriffen werden, nur weil die Jahreszeit das so vorsieht. Natürlich wäre ein dünnes Flatterkleidchen unangebracht, wenn die Trauzeugin zitternd neben dem Altar steht, aber geschmeidig fliessende Seide geht einfach immer.
Auch was die Farbe der Kleider angeht, kann man von den typischen Herbstfarben abweichen. Warum nicht einfach mal statt des grellen Orange auf ein luxuriöses Bronze zurückgreifen? Die Zeiten, in denen Brautjungfernkleider unbedingt hässlich sein mussten, sind schliesslich schon lange vorbei, oder?

Kürbissuppe, Wild und Apfelkuchen?

Natürlich sollte man im Herbst die reiche Ernte und die damit verbundenen Köstlichkeiten preisen – aber wer sagt denn, dass immer nur die „üblichen Verdächtigen“ auf dem Teller landen müssten? Warum nicht einfach einmal ein Menü planen, das überraschend und frisch ist?

Statt der klassischen Kürbissuppe könnte man einfach mal Kürbispralinen mit Lachsfüllung als Vorspeise auftischen, oder es gibt zartes Rinderfilet asiatisch angehaucht anstatt mit der üblichen Rotwein-Jus dazu. Beim Dessert kann man die Äpfel einfach einmal weglassen und stattdessen auf süsse Kirschen oder eine elegante in Portwein pochierte Birne zurückgreifen.

Lassen Sie Ihren Gaumen-Ideen freien Lauf und fragen Sie den Caterer nach Alternativen zu den klassischen Herbstgerichten – Ihre Gäste werden es Ihnen danken.

Ein Klischee, das bleiben darf

Auch wenn Ihre Hochzeit etwas Einzigartiges und Besonders sein soll – eine Sache gibt es, die ist perfekt, wie sie ist: Hochzeitsfotos vor einem atemberaubenden Natur-Hintergrund. Flammend rote und goldene Blätter, der leichte Bewegungsflimmer um sanft im Wind schwingende Blätter und Sie mit Ihrem Bräutigam mittendrin – das ist romantisch, das ist klassisch, das ist einfach perfekt. Und seien wir ehrlich: Manche Klischees sind doch uns allen lieb und heilig. Die Fotos gehören definitiv dazu.



 

Oberstes Bild: © Sandra Cunningham – Shutterstock.com


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