Welches Reiseziel ist kindgerecht?

29.10.2014 |  Von  |  Familie
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Welches Reiseziel ist kindgerecht?
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Wenn man mit seinen Kindern einen Familienurlaub an der Costa del Sol plant oder einen Ausflug in die nähere Umgebung unternehmen möchte, dann fragt man sich gleichzeitig immer, ob das Reiseziel auch etwas für die Sprösslinge zu bieten hat, ob es „kindgerecht“ ist. Doch was bedeutet dieses Prädikat überhaupt und welche Kriterien müssen dafür erfüllt sein?

Meistens wird diese Auszeichnung einer Region oder einem Land verliehen, wenn es sich durch eine hohe Dichte an Schwimmbädern, Zoologischen Gärten oder anderen Freizeiteinrichtungen auszeichnet. Des Weiteren sind Familien als touristische Einnahmequelle willkommen und Wickeltische beziehungsweise Wickelunterlagen stehen in ausreichendem Masse zur Verfügung.



Kindgerecht bedeutet nicht kinderfreundlich

Geht es darum, dass die Kleinen sich wohlfühlen sollen, dann haben Spass und Spiel draussen in der Natur einen hohen Stellenwert. Unbeschwerte Tage am Strand oder an einem See sind für jedes Kind ein einmaliges Erlebnis und selbst die Eltern finden hier Stunden der Erholung. Ältere Kinder hingegen finden es vielleicht aufregend, fremde Länder zu besuchen und dort die exotische Tier- und Pflanzenwelt kennenzulernen.

Daran sollten Eltern denken, wenn sie sich mit der Urlaubsplanung beschäftigen. Natürlich, Erwachsene stellen andere Ansprüche an den Urlaub, haben vielleicht kulturelle Interessen, denen sie nachgehen wollen. Dennoch, die Bedürfnisse der Kleinen sollten Vorrang haben. Ist man mit dem Auto unterwegs, sollte man öfter Pausen in Wald und Flur einlegen, die für die Kinder zum besonderen Erlebnis werden können, etwa wenn das Baby im Gras liegt und dort krabbelnde Käfer entdeckt. Jede Neuentdeckung, die abseits der alltäglichen Routine liegt, macht die Urlaubszeit zur Erholungszeit.

Aber auch wenn man die Autofahrt abwechslungsreich gestaltet, grosse Entfernungen zum Urlaubsziel können zur Geduldsprobe werden. Daher sollte man sich immer Gedanken machen, welche Entfernungen man dem Nachwuchs zumuten kann. Hat man schon Erfahrungen mit Fernreisen, sind diese bei der Urlaubsplanung zu berücksichtigen. Bei Fahrten mit dem Auto stossen die Kinder oft schon nach vier Stunden Reisedauer an ihre Grenzen, Direktflüge in ein beliebtes Urlaubsland dagegen werden leichter weggesteckt. Der Jetlag ist aber auch für die Kleinen strapaziös, man sollte ihn tunlichst meiden.





Ob ein Urlaubsziel kindgerecht ist, dafür lassen sich verschiedene Kriterien aufstellen. Eltern sollten sie unbedingt zur Kenntnis nehmen. (Bild: Andresr / Shutterstock.com)

Ob ein Urlaubsziel kindgerecht ist, dafür lassen sich verschiedene Kriterien aufstellen. Eltern sollten sie unbedingt zur Kenntnis nehmen. (Bild: Andresr / Shutterstock.com)

Medizinische Versorgung unter die Lupe nehmen



Auch die klimatischen Bedingungen können ein Reiseziel für Kinder untauglich machen. Je nach Veranlagung des Kindes kann es sich feuchtwarmer Witterung gut anpassen oder es leidet darunter. Auch auf trockene Hitze oder aussergewöhnliche Kälte reagieren die Kleinen ganz unterschiedlich. Daher der Tipp: extreme Bedingungen meiden.

Die Kinderfreundlichkeit eines Landes lässt sich auch daran messen, wie gut die medizinische Versorgung ist und wie hoch die gesundheitlichen Risiken einzuschätzen sind. Wenn man schon vor der Reise Impfungen verkraften muss, sollte man dreimal überlegen, ob man dies seinen Sprösslingen zumuten will, und Reiseziele wählen, wo der übliche Impfschutz genügt. Auch die medizinische Versorgung im Urlaubsland sollte man unter die Lupe nehmen. Gerade wer Kinder hat, weiss, wie schnell mal ein kleiner Unfall passiert ist oder andere Notfälle eintreten können. Deshalb sollte man lieber auf Nummer sicher gehen.

Von grosser Bedeutung ist natürlich auch die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Eltern, die mit Kindern auf Reisen gehen, sollten deshalb immer bedenken, wie bekömmlich die Nahrungsmittel (Gemüse und Obst) vor Ort für die Kleinen sind. Und wenn noch Babynahrung erforderlich ist, sollte man sich erkundigen, ob diese in der Urlaubsregion überhaupt zu bekommen ist. Mit Trinkwasser ist es in einigen Ländern auch so eine Sache. In Nordamerika zum Beispiel kann man zwar das Wasser aus der Leitung trinken, es ist jedoch stark gechlort, was gerade Kinder nicht gut vertragen.



 

Oberstes Bild: © BlueOrange Studio – Shutterstock.com

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