Hip-Hop-Tanzkurse – wie läuft so etwas ab?

15.11.2014 |  Von  |  Indoor, Privat
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Hip-Hop-Tanzkurse sind momentan in den Fitnessklubs der Schweiz extrem populär. Kein Wunder, denn man kann die Moves nicht nur beim nächsten Klubbesuch einsetzen, sondern so ein Kurs hält auch ziemlich fit und formt in Windeseile Muskeln, von denen Sie nicht einmal ahnten, dass sie sich in Ihrem Körper befinden.

Aber wie läuft so ein Kurs eigentlich ab? Welche Kleidung muss oder sollte man dafür anziehen, und ist es schlimm, wenn man nicht von Anfang an alle Moves richtig auf die Tanzfläche legt? Muss man vorher die Wiege des Hip-Hops Brooklyn gesehen haben, um die Musik wirklich zu verstehen? Wir verraten, was Sie bei Ihrem ersten Hip-Hop-Tanzkurs wahrscheinlich erwarten wird und wie Sie sich dort zurechtfinden.



Fitnessklamotten und Hightech-Schuhe?

Hip-Hop ist nicht nur eine Musikrichtung und ein Tanzstil, sondern auch ein Style, wenn es um Bekleidung, Lebensweise und Verhalten geht. Das perfekte Sportoutfit sollte modebewusst und natürlich sein – das bedeutet für den Hip-Hop-Kurs: Eine bequeme Hose und ein figurbetontes Oberteil, in welchem man sich gut bewegen kann, sollte man bei sich führen.

Was die Schuhfrage angeht, hält man es zweckmässig „plain and simple“: Es müssen auch nicht spezielle, extrem teure Sportschuhe sein, die man sich für den Kurs anschafft. Das Hauptaugenmerk bei der Schuhwahl sollte sein, dass sie bequem sind und Schutz vor Verletzungen gerade im Knöchelbereich bieten. Dünne und leichte Sneaker – zum Beispiel die bekannten Chucks – sind deshalb eher weniger geeignet. Zudem haben manche Studios spezielle Bodenbeschichtungen, auf denen man, wie in Sporthallen auch, nicht mit schwarzen Sohlen auftauchen sollte.

Was gehört darüber hinaus noch in die Sporttasche? Bei Kursteilnehmern mit langen Haaren auf jeden Fall ein Haargummi, denn die fliegende Mähne mag zwar in Musikvideos gut aussehen, aber bei einem harten Work-out stört sie nur. Ein Handtuch kann sowohl während des Trainings als auch danach praktisch sein, denn wer will schon den Schweiss an sich herunterlaufen sehen? Und dass der Kurs schweisstreibend ist, darf als garantiert angesehen werden. Darum sollte auch an Wasser in ausreichender Menge gedacht werden, denn nicht jedes Studio stellt das flüssige Nass für seine Mitglieder kostenfrei zur Verfügung.



Natürlich will man auch beim Sport immer so gut wie möglich aussehen. Zwar sollte man auf Make-up nicht unbedingt gänzlich verzichten, aber es zumindest auf ein Mindestmass beschränken. Niemand möchte, dass ihm die Foundation vom Gesicht fliesst oder die falschen Wimpern gen Boden segeln. Auch beim Schmuck gilt: Weniger ist mehr. Ein Ehering ist wohl kein Problem, die riesige, klimpernde Kette mit Steinchen hingegen kann nicht nur andere belästigen, sondern stellt auch ein Risiko für die eigene Sicherheit dar.



Was passiert im Kurs?

Die Tasche ist gepackt, Sie sind motiviert, doch was passiert jetzt? Viele Neu-Tänzer fühlen sich zu Beginn eingeschüchtert und trauen sich nicht, aus sich herauszukommen. Es kann Ihnen Sicherheit geben, schon etwas früher aufzutauchen. So haben Sie Gelegenheit, andere Kursteilnehmer kennenzulernen und vielleicht sogar das Eis zu brechen.

Hip-Hop-Tanzkurse sind in Fitnessstudios der letzte Schrei. Beim Erlernen der Choreografien wird der gesamte Körper trainiert und geformt. (Bild: Tanzkurs-Monika Olszewska / Shutterstock.com)

Hip-Hop-Tanzkurse sind in Fitnessstudios der letzte Schrei. Beim Erlernen der Choreografien wird der gesamte Körper trainiert und geformt. (Bild: Tanzkurs-Monika Olszewska / Shutterstock.com)

Zudem kann man vielleicht schon vor dem Kurs von den Trainern den einen oder anderen Tipp einholen, während der Rest der Klasse sich noch vorbereitet.



Die meisten Kurse laufen über eine Stunde und teilen sich folgendermassen auf:

  • 10 Minuten Aufwärmübungen
  • 40 Minuten Einüben einer Choreografie oder Tanzabfolge
  • 10 Minuten Vorführung der Tanzabfolge.

Zum Aufwärmen kommen oft Elemente aus dem neuesten Fitnesstrend Zumba zum Einsatz, denn so kommt nicht nur Ihr Kreislauf in Schwung, sondern auch die Muskeln werden angewärmt und perfekt für die folgenden Schrittabfolgen vorbereitet.

Die buchstäblich ersten Schritte

Die meisten Anfängerkurse für Hip-Hop-Tanz fangen tatsächlich mit den Basics an. Sie erlernen zuerst bestimmte „Grundschritte“, die die Grundlage für viele Choreografien bilden. Dabei werden die Schritte zumeist auf Zahlen gelegt, sprich jede Bewegung wird durchnummeriert. Nicht wundern, wenn der Trainer eine Reihenfolge mit den Worten „fünf, sechs, sieben, acht!“ anzählt – dies gilt generell als der Startschuss und hat seinen Ursprung in den USA.

Zuerst werden grundsätzlich nur kurze Sequenzen eingeübt, wie zum Beispiel der Grundbeat und eine Drehung. Diese Sequenzen werden mehrmals wiederholt – zuerst ohne Musik, später mit, bis alle Kursteilnehmer die Abfolge verinnerlicht haben. Nun wird die nächste Schrittabfolge geübt. Je mehr Sequenzen zusammenkommen, desto komplizierter und länger wird die Choreografie – bis Sie einen kompletten Tanz zusammenhaben.

Und nach dem Anfängerkurs?

Wenn Sie nur ein paar heisse Moves für den nächsten Besuch in einem coolen Hip-Hop-Klub lernen wollten, sind Sie nach dem Anfängerkurs perfekt dafür vorbereitet. Und um schöne Beine zu bekommen, kann man auch einen Stepper nutzen. Doch Hip-Hop-Tanz ist mittlerweile ein richtiger Sport geworden und viele Anfänger entscheiden sich dafür, nach dem ersten Kurs weiterzumachen.

Für die Fortgeschrittenen halten die Schulen diverse Kurse bereit: Es gibt welche, in denen man Choreografien aus bekannten Musikvideos erlernt, Kurse nur für Frauen, die sich auch weiblicheren Bewegungen zuwenden möchten, und Team-Kurse, in denen man gemeinschaftliche Choreografien mit mehreren Personen erarbeitet. Aus manchen dieser Kurse sind schon feste Teams entstanden, die an nationalen wie auch internationalen Meisterschaften teilnehmen. 




 

Oberstes Bild: © Alena Ozerova – Shutterstock.com


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