Für alle Eventualitäten gut ausgerüstet – so ist das Wandern im Herbst ein Genuss

02.12.2014 |  Von  |  Outdoor
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Für alle Eventualitäten gut ausgerüstet – so ist das Wandern im Herbst ein Genuss
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Fast ist man geneigt, die Schweiz als das Heimatland des Wanderns zu bezeichnen. Die Schweizer Natur bietet sich ja auch geradezu an, zu Fuss erkundet zu werden. Und die wenigen Schweizer, die darauf verzichten, sind selbst schuld.

Wandern macht im Herbst am meisten Spass, da die Natur sich dann von ihrer farbenprächtigsten Seite zeigt. Wer die entschleunigende Wirkung des Wanderns gerade in unserer heutigen hektischen Zeit zu schätzen weiss, dem fällt es nicht schwer, sich an seinen freien Tagen früh aus dem Bett zu begeben und in die freie Natur zu ziehen.

Wandern ist ein effektiver Stresskiller. Das tiefe Atmen und der gleichmässige Rhythmus klären die Gedanken. Der Wanderer bekommt gar nicht richtig mit, wie sein Körper automatisch entspannt. Die Probleme des Alltags verlieren ihre Bedrohlichkeiten, wenn plötzlich die bunte Blüte am Wegesrand oder die atemberaubende Fernsicht auf der Bergwanderung in den Fokus des Interesses rücken. Und im Herbst zieht die Natur alle Register, um uns das Wandern so richtig schmackhaft zu machen.

Wandern ist ein Allround-Wellnessprogramm. Das wissen wir nicht erst, seitdem Untersuchungen bewiesen haben, das Bewegungsmuffel wesentlich häufiger mit Erkältungen zu kämpfen haben als ihre naturverbundenen Mitmenschen. Neben einem gestärkten Immunsystem ist Wandern für eine Stärkung der Venen verantwortlich, vor allem wenn es öfter mal bergauf und bergab geht. Es sorgt für eine bessere Kondition, die sich wiederum positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Der Kalorienverbrauch beim Wandern stärkt das persönliche Wohlbefinden und das Selbstbewusstsein. Und nicht zuletzt haben Wanderer einen gesünderen Schlaf.

Wer den Wanderspass optimieren möchte, sollte sich ein wenig vorbereiten. Eine funktionale Ausrüstung schafft die ideale Grundlage für erfolgreiche Touren. Hier muss man nicht zu den Markenklamotten greifen, bei denen man in erster Linie den Namen mitbezahlt. Qualität sollte das entscheidende Kaufkriterium sein, vor allem bei den Wanderschuhen. Ohne rutschfeste Sohlen, einen stabilen Schaft und ein anständiges Profil können sie einem schon einmal den Spass verderben. Glauben Sie mir – es ist nicht lustig, wenn Sie an Ihren Schuhen bemerken, dass sich langsam, aber stetig die Sohle löst. Und ein Gefühl, als würden Ihre Füsse unentwegt Carambolage spielen, kann auch nur unschwer einen Beitrag zur Entspannung leisten. Material, Verarbeitung und Tragekomfort beim Wanderschuh sollten schon stimmen, wenn Sie Ihre Touren stress- und verletzungsfrei absolvieren möchten.

Achten Sie darauf, dass sich Ihr Rucksack gut tragen lässt. Ein stabiler Sitz und eine angemessene Grösse – bei Ein-Tages-Wanderungen circa 30 Liter Volumen – sind wichtig. Damit er nicht zu schwer ist, bietet sich als Material Nylon an. Der Teil, der mit Ihrem Rücken Kontakt hält, sollte gut belüftet sein. Und bei den Tragegurten ist eine gute Polsterung sehr zu empfehlen. Ein Hüftgurt stabilisiert zusätzlich.


Im Herbst zieht die Natur alle Register, um uns das Wandern so richtig schmackhaft zu machen. (Bild: © Sunny Forest - shutterstock.com)

Im Herbst zieht die Natur alle Register, um uns das Wandern so richtig schmackhaft zu machen. (Bild: © Sunny Forest – shutterstock.com)


Bei Ihrer Wanderkleidung  sollten Sie das Zwiebelprinzip beachten. Übereinander getragene Kleidungsstücke sind vor allem im Herbst eine grosse Erleichterung. Auch wenn es uncool aussieht – Wanderstöcke machen einem das Wandern und damit das Leben leichter, besonders auf längeren Touren.

Wollen Sie die Stöcke nur sporadisch einsetzen, empfiehlt sich die Anschaffung von Teleskopstöcken. Sie sind auf die optimale Höhe für den Benutzer einstellbar und bei Bedarf im Rucksack unterzubringen. Achten Sie auf die Ergonomie der Griffe. Falls Sie leicht zum Schwitzen neigen, sind Griffe aus Kork eine sinnvolle Option. Auf jeden Fall bringen die Stöcke Ihren Gelenken Entlastung, wenn es steil wird. Ein willkommener Nebeneffekt ist das Training der Oberarme.

Packen Sie unbedingt etwas zu trinken und Obst oder einen kleinen Snack in Ihren Rucksack, auch wenn das Ziel der Wanderung ein Gasthaus oder eine Berghütte ist. Eine Thermoskanne mit heissem Tee sollte auf keiner Bergwanderung fehlen, da im Herbst die Temperaturen in der Höhe schon einmal ziemlich unangenehm werden können.

Haben Sie alle Ratschläge zu Kleidung und Ausrüstung beherzigt, steht dem Losmarschieren nichts mehr entgegen. Geniessen Sie die erfrischende Luft und das einzigartige Farbenspiel, die der Herbst uns bietet. Sollte bei Ihrer Bergwanderung Föhn herrschen, werden Sie mit einem gigantischen Fernblick beschenkt. Aber auch die Ebene bietet im Herbst zahlreiche Annehmlichkeiten. Lassen Sie sich von den Düften der Erde, des Mooses, der Tannennadeln und -zapfen und der Baumrinden betören, wenn Sie sich durch Wiesen und Wälder bewegen. Sie werden sich fühlen wie bei einer Wellnesskur.

Wanderer sind oft passionierte Pilzsammler. Und im Herbst hält die Natur in Laub- und Mischwäldern eine mit diesen Köstlichkeiten reichlich gedeckte Tafel bereit. Wenn Sie sich ob der Geniessbarkeit Ihrer Funde im Unklaren sind, können Sie sich an die Amtliche Pilzkontrolle wenden. Auch Maronen und Nüsse sind im Herbst zuhauf zu finden. Und wer lieber die Beobachterposition einnimmt, kann mit etwas Geduld zahlreichen Tieren bei ihren Wintervorbereitungen zusehen: Eichhörnchen, Hamster, Mäuse und Vögel sind nun eifrig damit beschäftigt, Samen, Zapfen und Nüsse zusammenzutragen, um sie vor dem kommenden Winter zu bunkern.

Wenige Länder können ein ähnlich ausgebautes und ausgeschildertes Netz von Wanderwegen ihr Eigen nennen wie die Schweiz. Wollen Sie mit dem Wandern etwas ernsthafter beginnen, können Sie sich entweder einem Verein oder einer privat organisierten Wandergruppe anschliessen. Wer lieber für sich allein wandert, kann auf eine reichhaltige Wanderliteratur oder das Internet zurückgreifen.



Wenn der Sommer mal wieder vorbei ist, besteht noch lange kein Grund, traurig zu sein. Nutzen Sie den Herbst stattdessen als die Jahreszeit, die für den Wanderer die grössten Schätze bereithält.

 

Oberstes Bild: © KAZLOVA IRYNA – shutterstock.com

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