Einer der schönsten Flecken in der Schweiz – das Maderanertal

04.12.2014 |  Von  |  Outdoor
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Einer der schönsten Flecken in der Schweiz – das Maderanertal
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Kennen Sie das Maderanertal? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit, dass Sie es kennenlernen. 

Im Kanton Uri, nördlich am Fusse des Gotthardmassives gelegen, befindet sich das Reusstal. Wenn Sie sich dort östlich wenden, gelangen Sie in eines der schönsten Seitentäler der Zentralschweiz. Das Maderanertal gilt als Geheimtipp und ist ein atemberaubendes Ausflugs- und Wanderziel.

Noch sind hier nicht die in Tourismusregionen omnipräsenten Reisebusse zu sehen. Und der Urner Dialekt, den man hier allerorten zu hören bekommt, zeugt davon, dass vor allem die Einheimischen die Ausflugsmöglichkeiten nutzen. Auch einige Feriengäste und Wanderfreunde lassen es sich nicht nehmen, die herrliche Natur dieser Region intensiv zu geniessen.

Man ist geneigt, sich wie im Paradies zu fühlen, wenn man sich durch die abwechslungsreiche Flora und Fauna des Tales bewegt. Der wilde Chärstelenbach und die imposanten Berge beeindrucken jeden, der einmal hier angekommen ist.

Die Alpinisten greifen zu Seil und Bergstiefeln, um sich an ambitionierten Bergtouren zu erfreuen. Familien setzen sich da bescheidenere Ziele. Doch auch die klaren Bergseen mit ihren sauberen, weitläufigen Ufern sorgen mit den auf den Wiesen weidenden Kühen und deren Glockengeläut für Alpenromantik pur.

Wanderrouten mit einem breiten Spektrum an Schwierigkeitsgraden stehen bereit. Ein besonders schöner Weg startet an der Postauto-Endstation, dann geht es an der Seilbahn Bristen–Golzern vorbei entlang des Chärstelenbachs in Richtung Stösi Alp. Ein Stopp unterwegs beim Gasthaus Legni darf nicht fehlen. Hier kann man 1020 Meter über dem Meeresspiegel in einem traumhaften Alpgarten die hausgemachten Speisen und Getränke in frischer Natur geniessen.

Unterwegs beeindruckt der Chärstelenbach den Wanderer durch seine Naturgewalt. Er nimmt riesige Felsbrocken mit ins Tal. Seine vernichtende Kraft entwickelt er bei der Schneeschmelze oder bei starkem Regen. 2005 im Herbst haben seine Wassermassen grosse Teile Bristens weggeschwemmt. Danach musste der Wanderweg neu angelegt werden.

Nicht weit vor der Stösi Alp kann man den Bach über eine kleine Holzbrücke kreuzen. Von dieser Brücke aus hat man einen prächtigen Blick auf das traditionsreiche Hotel Maderanertal. Bei einem Abstecher zur Alp kann man sich mit dem dort frisch produzierten Bergkäse oder einem hausgemachten Joghurt stärken. Man kann die Lebensmittel auch mit nach Hause nehmen – sie schmecken auch dort noch ausgesprochen lecker.


Maderanertal – Blick in Richtung Talende, aufgenommen von der Brücke, über die man auf dem Graupelenweg zum See von Golzern gelangt. (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, CC)

Maderanertal – Blick in Richtung Talende, aufgenommen von der Brücke, über die man auf dem Graupelenweg zum See von Golzern gelangt. (Bild: Manfred Heyde, Wikimedia, CC)


Weiter geht es auf mitunter heftig ansteigenden Waldwegen nach Golzern. Der Blick von dort auf das Gebirgspanorama oder auf die unterhalb liegende Alp ist einmalig. Sie brauchen übrigens keine Angst zu haben: Der Weg ist ungefährlich. Sollte es doch einmal ein bisschen heikler werden, sorgen Drahtseile für Ihre Sicherheit. So ist er auch für wanderfreudige Kinder ein Genuss.

Wanderer sind nur wenige unterwegs, und so können Sie die alpine Ruhe ungestört geniessen. Nur ab und zu ist mal ein fernes Grollen zu vernehmen. Dann donnern auf der anderen Seite Gesteinsbrocken ins Tal. Wenn Sie das Läuten von Kuhglocken hören, haben Sie es geschafft: Der imposante Bergsee oberhalb Golzerns ist erreicht. Geht kein Wind, spiegeln sich die umliegenden Berge darin. Sie werden diesen Anblick nicht vergessen.

Sie können oder möchten nicht wandern? Kein Problem: Nehmen Sie die Seilbahn ab der Talstation Bristen bis hinauf zur Bergstation Golzern. Von dort ist es ein gemütlicher Spaziergang bis zum Bergsee, auf dem Sie mühelos einen Kinderwagen schieben können.

Sind Sie etwas ambitionierter, können Sie den Anstieg zur Windgällenhütte nehmen. Auch diese Tour ist nicht sonderlich schwer, kann aber bei schwülem Wetter recht anstrengend werden. Auf der Hütte können Sie natürlich übernachten, was besonders für Kinder ein Highlight ist.

Sie können an Felsen auch nach Bergkristallen suchen, einem Edelstein, der im Maderanertal nicht selten vorkommt. Bequemer – und gar nicht teuer – ist es, wenn Sie den Kristall direkt von den Strahlern erwerben. Man sagt, der Bergkristall spende Energie.

An der Bergstation der Seilbahn gibt es zwei heimelige Gasthäuser, die allemal einen Besuch wert sind. Nachdem am Abend die letzte Gondel ins Tal geschwebt ist, legt sich eine friedvolle Ruhe über Golzern, und ein strahlender Sternenhimmel entfaltet seine volle Pracht. Dieser alpine Frieden färbt auch auf Sie ab, wenn sie längere Zeit oder einen Kurzurlaub im Maderanertal verbringen. Eine authentische Gastfreundschaft und eine exzellente regionale Küche erwarten Sie.

Wie kommen Sie denn nun hin, an diesen idyllischen Flecken Schweizer Erde?

Mit dem Zug geht es von Zürich nach Erstfeld, dort besteigt man das Postauto nach Amsteg-Silenen. Dort steigt man um in das Postauto nach Bristen Talstation. Das Ganze dauert keine zwei Stunden. Aber Achtung: Wird Ihnen leicht schwindelig, setzen Sie sich auf der Hinfahrt auf die Seite des Fahrers. Wenn Sie damit keine Probleme und keine Höhenangst haben, sollten Sie sich die überwältigende Aussicht in die Tiefe unterwegs nicht entgehen lassen.



Hat Sie die Reiselust gepackt? Von Mai bis Oktober hat das Maderanertal seine Pforten für Besucher geöffnet. Im Winter kann man aufgrund der Lawinengefahr nicht nach Golzern.

 

Oberstes Bild: © BraunW, Wikimedia, CC

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