Radfahren rund um den Bodensee, Teil 2: Ludwigshafen – Bregenz – Konstanz

08.12.2014 |  Von  |  Familie, Outdoor, Privat
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Radfahren rund um den Bodensee, Teil 2: Ludwigshafen – Bregenz – Konstanz
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Das ehemalige Grossherzoglich-Badischen Hauptzollamt beherrscht das Stadtbild Ludwigshafens. Heute befinden sich hinter der imposanten Fassade das Rathaus und das Gästezentrum der Stadt. Via Sipplingen kommen wir nach Überlingen, das Ziel unserer heutigen Etappe.

Es gibt hier einiges zu entdecken und die Stadt hat dem Besucher viel zu bieten. Wir sind am späten Nachmittag angekommen, also haben wir bei einem ersten Rundgang einen kurzen Überblick verschafft. In einem schönen Lokal in der Altstadt haben wir dann unseren Tag ausklingen lassen. Bei frisch gegrilltem Fisch aus dem Bodensee und einem leckeren fruchtigen Weisswein aus der Region lässt sich das Leben geniessen.




Dies ist ein zweiteiliger Bericht über den Bodensee-Radweg:

Teil 1: Von Konstanz nach Ludwigshafen
Teil 2: Von Ludwigshafen über Bregenz zurück nach Konstanz


Start in Überlingen – Ziel: die Pfahlbauten



Wir haben noch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt, bevor wir Überlingen in Richtung Meersburg verliessen. Beeindruckend ist das Münster St. Nikolaus, das mächtigste spätgotische Bauwerk in der Region Bodensee. Das Rathaus stammt aus der Renaissance. Sein reich mit Holz-Schnitzfiguren geschmückter Saal ist äusserst sehenswert. Auch die Bodensee-Therme ist ein schönes Ziel – vor allem für diejenigen, die etwas entspannen möchten, da wir jetzt ungefähr die Hälfte unserer Bodensee-Reise hinter uns haben.

Unteruhldingen und Meersburg waren aber unsere nächsten geplanten Ziele. Beide Orte sind nur ein paar Kilometer von Überlingen entfernt. Unser Kind konnte es gar nicht abwarten, die Pfahlbauten von Uhldingen zu sehen. Doch vorher mussten wir noch die Anhöhe erklimmen, denn wir wollten auch noch die im barocken Stil errichtete Wallfahrtskirche Birnau besuchen. Von hier zeigte sich uns der Bodensee in seiner ganzen Pracht. In der Ferne konnten wir den Pfänder und den Säntis sehen. Zu unserem lang ersehnten Ziel führte uns eine rasante Abfahrt.

Eine rekonstruierte Pfahlbausiedlung konnten wir in Unteruhldingen bewundern. Die Rekonstruktionen der Siedlungen aus der Steinzeit und Bronzezeit auf dem Wasser fanden wir im schönen Freilichtmuseum, das aus zahlreichen Bereichen besteht. Der Besucher findet dort ausserdem zwei Museen, in denen Hunderte archäologische Funde ausgestellt sind. Das Taucher-Aquarium mit Szenen der Unterwasserausgrabungen ist das Highlight im zweiten Museum.

Zum Schluss machten wir noch einen Spaziergang durch das historische Meersburg. Das Alte Schloss gehört zu den prächtigsten Bauten der Stadt. Das Schloss war einst der letzte Wohnort der berühmten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und ist heute die älteste bewohnte Burg in Deutschland. Das grossartige Treppenhaus von Balthasar-Neumann ist im Neuem Schloss besonders sehenswert.

Lindau und Bregenz, Stadt der Festspiele



Unsere Tour führte uns weiter am Bodensee entlang nach Lindau. Auf dem Weg lohnt sich in Friedrichshafen ein Besuch im Zeppelinmuseum – danach geht es durch die weiten Obst-Plantagen nach Lindau. Stattliche Bürgerhäuser im wunderbaren Zentrum auf der Insel begrüssen den Besucher der südlichsten Stadt Deutschlands. Die Hafen-Einfahrt mit Löwe und Leuchtturm ist ein beliebtes Foto-Motiv und weit über die Grenzen der Bodensee-Region hinaus bekannt.

Nachdem wir Lindau besichtigt hatten, war es nur noch ein kurzer Weg bis zu unserem Ziel: Bregenz. Die einmalige Festspielstätte auf dem Bodensee ist das Markenzeichen der Stadt. Wir wollten schon lange dort einmal eine Vorstellung besuchen und hatten uns Karten für „Aida“ reserviert. So wurde der Abend zu einem eimaligen Erlebnis: definitiv ein Höhepunkt unserer Reise!

Von Bregenz schwebten wir noch mit der Seilbahn hoch hinauf auf den Pfänder, und am nächsten Tag ging es dann mit dem Rad weiter in Richtung Schweiz. Der Pfänder ist der Hausberg von Bregenz – von dort genossen wir einen tollen Blick über den gesamten Bodensee und das beeindruckende Panorama  der Alpen. An der Talstation bestiegen wir unsere vollgepackten Fahrräder und weiter ging es durch das Mündungs-Delta des Rheins in die Schweiz bis nach Rorschach.

Hafeneinfahrt von Lindau am Bodensee (Bild: Julian Herzog, Wikimedia, GNU)

Hafeneinfahrt von Lindau am Bodensee (Bild: Julian Herzog, Wikimedia, GNU)

Das schweizerische Ufer



Unseren Drahteseln gönnten wir am nächsten Tag eine Rast – wir machten zur Abwechslung eine Wanderung. Mit der Zahnradbahn fuhren wir in das pittoreske Biedermeierdorf Heiden im Appenzeller Vorderland. Danach führte uns unser Weg durch das schöne Hügelland. Dort hatten wir einen wunderbaren Blick auf das schweizerische Ufer des Bodensees. In Walzenhausen stiegen wir dann wieder in die Zahnradbahn ein und kamen schliesslich wieder am See an. Der einzige Wermutstropfen bei unserer tollen Wanderung: Wir hatten leider nicht an das richtige Schuhwerk gedacht …

Auf dem Bodensee-Radweg führte uns unsere letzte Etappe durch den Kanton Thurgau, der berühmt ist für seinen Apfelanbau. Aus Schweizer Sicht ist der Kanton leider etwas abgelegen – so wird er manchmal auch liebevoll „Mostindien“ genannt. So bezaubernde Städtchen wie Arbon und Romanshorn mit ihren schönen Fachwerkhäusern und einem romantischen Schloss lagen auf dem Weg. Die vielen See-Terrassen, man hier überall findet, eignen sich perfekt für eine kleine Pause. Und man sollte auf jeden Fall den berühmten „Schümli“ probieren, vor allem, wenn man zum ersten Mal in der Schweiz ist: ein leckerer Schweizer Kaffee mit reichlich Espresso.

Am Abend kamen wir wieder nach Konstanz, dem Ausgangspunkt unserer Rad-Tour. Wir hatten zwei erlebnisreiche Wochen hinter uns. Diese Tour können wir nur empfehlen! 270 Kilometer klingen viel, sind aber gar nicht so anstrengend, wie es zunächst erscheinen mag. Jeder kann den Bodensee-Radweg durch die drei Länder am See ohne Mühe schaffen.




 

Oberstes Bild: Badehaus Bodman (Bodman-Ludwigshafen, Wikimedia)



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