Welche Zusatzversicherungen zur Krankenkasse in welchem Lebensalter?

07.04.2015 |  Von  |  Publi-Artikel
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Neben der Grundversicherung im Schweizer Krankenversicherungssystem sind Art und Anzahl der Zusatzversicherungen über die letzten Jahre stetig gewachsen. In immer mehr Lebensbereichen besteht bei Schweizerinnen und Schweizern der Wunsch, teure Behandlungskosten nicht selbst zahlen zu müssen, sondern diese einfach an einen Krankenversicherer abzugeben.

Abhängig vom Lebensalter und der gesundheitlichen Konstitution ergeben sich unterschiedliche Notwendigkeiten, eine Zusatzversicherung abzuschliessen und die zugehörigen Prämien über Jahre und Jahrzehnte hinweg alleine aus privaten Mitteln zu finanzieren.

Umso wichtiger ist es, die Notwendigkeit bestimmter Zusatzversicherungen im individuellen Fall zu erkennen und hierbei auch an die Zukunft mit einer stetigen Entwicklung des eigenen Gesundheitszustands zu denken.

Zusätzliche Absicherung nicht erst im Alter sinnvoll

Das Schweizer System unterscheidet zwischen Zusatzversicherungen im ambulanten Bereich und Spital-Zusatzversicherungen. Gerade im letzteren Bereich sind Zusatzleistungen unabhängig vom Lebensalter sinnvoll, da ein Krankenhausaufenthalt selbst bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen keine Seltenheit darstellt. Als Folge eines Unfalls oder für einen operativen Eingriff im Laufe des Lebens sichert die Zusatzversicherung die Behandlung durch den Chefarzt oder den Aufenthalt in einem Ein- oder Zweibettzimmer zu. Genau auf diesen Luxus möchten viele Patienten hierzulande nicht verzichten, weshalb bereits früh über stationäre Zusatzversicherungen nachzudenken ist.

Was die weitreichende Absicherung ambulanter Massnahmen und Heilmittel betrifft, gehen die Meinungen der Experten auseinander. Hier kann schlichtweg kein pauschaler Rat gegeben werden, da die jeweilige gesundheitliche Disposition den Abschluss eines bestimmten Zusatzschutzes nahelegt. Beispielsweise ist die Kostenübernahme für Schutz- und Reiseimpfungen möglich, finanziell bietet sich diese allerdings nur für Versicherte mit einem regelmässigen Aufenthalt im exotischen Ausland an. Auch Rettungs- und Bergungskosten können an einen Versicherer weitergegeben werden, ohne eigenes Auto oder allein bei Stadtfahrten ergibt die Zahlung von Jahresprämien in diesem Segment aber nur wenig Sinn. Andere Zusatzversicherungen lassen sich auf Verdacht abschliessen, um im späteren Leben auf Kosteneinsparungen zu hoffen, vor allem für Sehhilfen und Zahnersatz ist dies eine etablierte Vorgehensweise.

Geld beim rechtzeitigen Blick in die Zukunft sparen

Gerade wenn es um das eigene Portemonnaie geht, werden Risiken bei langfristigen Planungen kleingeredet und nicht angemessen berücksichtigt. Auch wenn verschiedene Symptome und Erkrankungen zum Lebensabend hin absehbar sind, möchten junge Versicherte in der Schweiz noch kein Geld für eine adäquate Absicherung ausgeben. Dass dies jedoch sinnvoll ist, legen die Tarifstrukturen der schweizerischen Assekuranzen nahe. Jede Krankenkasse berücksichtigt bei ihren Zusatztarifen das junge Eintrittsalter und die gute gesundheitliche Konstitution, die in den meisten Fällen mitgebracht wird. Die Folge sind überschaubare Jahresprämien, die bei einer späteren Aufnahme der Zusatzversicherung nicht mehr erreicht werden.

Wichtig ist zu erkennen, dass jede Krankenkasse eine individuelle Bewertung des Antragstellers vornimmt und deshalb Vorerkrankungen und persönlichen Risikofaktoren eigenständig bewertet. Selbst wenn in jungen Jahren schon verschiedene Erkrankungen und Beschwerden vorliegen, muss sich dies nicht zwangsläufig bei allen Krankenkassen in Form hoher Prämien widerspiegeln. Auch die Art der Zusatzversicherung ist hierbei entscheidend, gerade bei Spezialrisiken wie Sehhilfen oder Zahnersatz wird die generelle gesundheitliche Entwicklung zu Gunsten des speziellen medizinischen Bereiches ausgeklammert. Hierdurch ist es unabhängig vom Gesundheitszustand eine Überlegung wert, zumindest in einzelnen Bereichen über einen ergänzenden Schutz nachzudenken und für finanzielle Entlastung zu sorgen.

Absicherung der Gesundheit nicht als Luxus ansehen

Die Vielfalt an Zusatztarifen und Bereichen, in denen eine gesonderte Absicherung möglich wird, bremst viele Versicherte hierzulande bei der generellen Vorsorge aus. Tatsächlich muss nicht in jedem Segment ein Zusatztarif abgeschlossen werden, um die Grundversicherung der Krankenkasse zu ergänzen. Falls im Laufe der Jahrzehnte einzelne Gesundheitsrisiken eintreten, kann zumindest eine partielle Entlastung angestrebt werden, anstatt für sämtliche Behandlungen teure Zuzahlungen leisten zu müssen. Junge Menschen sollten deshalb schon früh beginnen, die verschiedenen Zusatzsparten kennenzulernen und sich für einen adäquaten Schutz zu entscheiden. Mit den richtigen Krankenkassen und Tarifen wird dieser unabhängig vom vorhandenen Einkommen finanzierbar.

 

Oberstes Bild: © racorn – shutterstock.com

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