Umzug – ein Ratgeber für den reibungslosen Wohnungswechsel

23.06.2015 |  Von  |  Publi-Artikel
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Wer gut organisiert und vor allem stressfrei zügeln möchte, der braucht vor allem eines: eine sorgfältige Planung. Systematisch vorzugehen lohnt sich und spart in den meisten Fällen auch Zeit. Weiterhin gehört das Auswählen der richtigen Zügelfirma zu den Punkten, die man nicht vergessen sollte.

Der nachfolgende Artikel soll als hilfreicher Ratgeber dienen und die wichtigsten Fragen zum Ablauf beantworten.

Vor dem Zügeln: Entrümpeln ist angesagt

Bevor es tatsächlich an den eigentlichen Umzug geht, ist es fast unumgänglich, die Wohnung bzw. das Haus zu entrümpeln, denn es gibt fast immer Dinge, die seit Jahren ungenutzt herumliegen. So werden nicht nur Dinge, die man nicht mehr benötigt, aussortiert, auch spart man sich zusätzliche Arbeit, weil man diese Dinge nicht mehr mitnehmen muss.

Am besten ist es, sich zunächst an die kleinen Gegenstände zu machen und all das in eine Kiste oder einen Sack zu packen, was nicht mitkommt. Nach und nach arbeitet man sich dann zu den grösseren Gegenständen bis hin zu Möbeln vor. Bei jedem Gegenstand muss entschieden werden, ob er in den Müll kommt, ob er repariert werden oder behalten werden soll. Möchten Sie etwas behalten, sollte man sich eine Skizze der neuen Wohnung zeichnen und direkt markieren, was wo hinkommt. So behält man den Überblick und verschätzt sich nicht mit dem vorhandenen Platz.

Ebenfalls ist es wichtig, nachzusehen, wann die nächste Altpapier- bzw. Kleidersammlung stattfindet. Daher ist es besser, mit dem Entrümpeln etwas früher zu beginnen, damit das Entsorgte nicht allzu lange im Weg steht.

Möchte man elektrische Geräte entsorgen, so können diese in den meisten Fällen in die entsprechenden Geschäfte zurückgebracht werden. Auch eine offizielle Sammelstelle der SENS eRecycling bzw. Siwco Recycling nimmt diese gerne an. Alle sperrigen Gegenstände, die nicht in eine Mülltüte passen, gehören zum Sperrgut. Auch hier muss geprüft werden, wann die nächste Entsorgung stattfindet.


Der Neustart mit einer neuen Wohnung sollte möglichst reibungslos über die Bühne gehen. (Bild: © Robert Kneschke - Fotolia.com)

Der Neustart mit einer neuen Wohnung sollte möglichst reibungslos über die Bühne gehen. (Bild: © Robert Kneschke – Fotolia.com)


Die richtige Zügelfirma finden – und was beachtet werden muss

Weil es natürlich heutzutage viele Zügelunternehmen gibt – in grossen Städten entsprechend mehr – ist es umso wichtiger, sich zunächst mehrere Angebote einzuholen, bevor man direkt die nächstbeste Firma mit dem Umzug beauftragt. Drei oder vier Angebote geben einen recht guten ersten Überblick. Und: Nur auf den Preis zu achten ist nicht immer die richtige Lösung. Sollte ein Angebot wirklich auffällig günstig sein, kann man fast sicher davon ausgehen, dass diverse Extrakosten nachträglich in Rechnung gestellt werden.

  • Grundsätzlich sollte auf die nachfolgenden Kriterien Wert gelegt werden:
  • Wie viele Helfer der Zügelfirma werden benötigt? (Pro Zimmer in der neuen Wohnung sollte eine Person kalkuliert werden.)
  • Wie viel Ladevolumen hat der Transporter der Firma? Je grösser, desto besser, denn das reduziert mehrmaliges Fahren, was mehr Zeit kostet – und somit teurer wäre.
  • Wie organisiert die Firma den Umzug?
  • Versteht sich der endgültige Preis inkl. aller Steuern und Nebenkosten angegeben?

In den meisten Fällen rentiert es sich, sich vor der Entscheidung für eine bestimmte Firma mehrere Angebote erstellen zu lassen. Es macht ausserdem Sinn, Verwandte und Freunde nach einem empfehlenswerten Unternehmen zu fragen.

Ein gutes Kriterium, um einen seriösen Anbieter zu erkennen, ist zum Beispiel, dass dieser auch den Keller, den Estrich und den Balkon begutachtet, bevor er ein Angebot erstellt. Dies zeigt, dass alle Leistungen direkt erfasst werden und im Nachhinein keine teuren Extrakosten verursachen.

In einem guten Angebot sollten folgende Bestandteile enthalten sein:

  • Die alte Adresse und die neue Adresse (um etwaige Distanzzuschläge zu vermeiden),
  • der Umzugstag mit Uhrzeit,
  • die Grösse des Umzugslasters,
  • die Anzahl der Umzugshelfer,
  • die geschätzte Dauer für das Zügeln und
  • der genaue Stundensatz der Arbeiter.

Grundsätzlich beginnt die Arbeitszeit der Umzugshelfer stets am Standort der Firma und endet auch dort. Diese Strecke muss also miteinkalkuliert werden. Auch der Stundensatz pro Arbeiter muss berücksichtigt werden, dazu kommen die Kosten für das Fahrzeug bzw. für einen zusätzlichen Fahrer.

Tipp: Die Kosten schon im Voraus deckeln – es lohnt sich



Viele Umzugsunternehmen bieten ihren Kunden eine vermeintlich attraktive Pauschale an. Klar, so hat man volle Kostenkontrolle und weiss, was man maximal ausgibt. Das Problem an der Sache: Oft wird gar nicht so viel Geld benötigt. Besser ist es daher, sich lieber für eine Abrechnung mit einem maximalen Kostendach zu entscheiden. So besteht noch immer die Möglichkeit, dass weniger Arbeit verrechnet werden muss als bisher angenommen und das ganze Zügeln deutlich preiswerter wird.

Ein wichtiger Punkt: Die Zügelfirma muss über eine Betriebshaftpflicht- und Frachtführerversicherung verfügen. Die Kosten hierfür sind in den meisten Fällen in der Endabrechnung enthalten. Besser ist es jedoch, vorher noch einmal nachzufragen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Und: vergessen Sie nicht, die Arbeiter für ihre Mühen zu belohnen. Es gehört zum guten Ton, ein Trinkgeld zu geben, wenn man mit dem Ergebnis des Umzugs zufrieden ist.

Als Trinkgeld sollte ein Umzugshelfer pro Arbeitstag etwa 20 Franken erhalten.

 

Oberstes Bild: © drubig-photo – Fotolia.com

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