Zügle – So sind Sie bei Ihrem Umzug auf der sicheren Seite

26.06.2015 |  Von  |  Publi-Artikel
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Zügle ist eine insgesamt aufwendige, komplizierte und auch anstrengende Angelegenheit. Je weiter die bisherige sowie die zukünftige Wohnadresse auseinanderliegen, desto schwieriger wird das Zügeln.

Und ein zusätzliches Problem tritt dann auf, wenn der theoretisch erstellte Umzugsplan durch praktische Tatsachen im wahrsten Sinne des Wortes Makulatur wird. Ein häufiger Grund dafür sind Termine, die zunächst festgelegt und vereinbart, jedoch nicht eingehalten werden.

Wer zahlt die Kosten für die Zwischenlagerung?

Die Zwischenlagerung meint ein zwischenzeitliches Lagern des Umzugsgutes während des Umziehens. Für diese Notwendigkeit gibt es mehrere Gründe: Die derzeitige Mietwohnung muss termingemäss verlassen werden, weil die Nachmieter buchstäblich auf der Matte stehen. Die zunächst eingeplante Karenzzeit von einigen Tagen oder einer Woche entfällt plötzlich.

Ein anderer, vergleichbarer Anlass ist die neue Mietwohnung; sie ist entgegen dem Mietvertrag noch nicht bezugsfertig. Oftmals wird um die Definition gestritten, was bezugsfertig ist und unter welchen Gegebenheiten ein Beziehen zumutbar ist.

Hier wie da ist weniger die Zwischenlagerung selbst als deren Bezahlung das eigentliche Problem. Zwischengelagert werden kann, abhängig von der Zeitdauer, im Anhänger des Umzugswagens, in einem Lagerraum der Zügelfirma oder im Self-Storage, einem Lagerraum, der vorübergehend angemietet wird.

Trotz Hektik in dieser Situation des Zügelns müssen ein kühler Kopf bewahrt und die folgenden Fragen geklärt werden:

  • Wie lang ist die voraussichtliche Zeitdauer der Zwischenlagerung?
  • Was kostet die Zwischenlagerung bei wem?
  • Was kostet der An-/Abtransport zum/vom Zwischenlager?
  • Wer ist Kostenträger der Zwischenlagerung?

Der Vertrag zur Zwischenlagerung sollte erst dann geschlossen werden, wenn diese vier Fragen beantwortet sind. Grundsätzlich gilt, dass gegenüber dem Anbieter des Zwischenlagers derjenige zahlungspflichtig ist, der den Auftrag erteilt. Das ist in jedem Fall der Umziehende, weil es sich um sein eigenes Umzugsgut handelt. Er muss also die Rechnung begleichen.


Zügle - mit professioneller Hilfe geht es leichter. (Bild: © auremar - shutterstock.com)

Zügle – mit professioneller Hilfe geht es leichter. (Bild: © auremar – shutterstock.com)


Kein Zügle ohne Rechtsschutzversicherung

Sofern noch keine allgemeine Rechtsschutzversicherung besteht, sollte sie spätestens dann abgeschlossen werden, wenn erste Überlegungen oder Planungen zum Umzug angestellt werden. Eine Rechtsschutzversicherung gilt ganz allgemein ab dem Datum des Vertragsabschlusses – oder erst einige Wochen später nach Ablauf der Rücktrittsfrist. Dem Umziehenden muss bewusst sein, dass erst dann eine Leistungspflicht der Rechtsschutzversicherung besteht.

Umziehen ist in aller Regel kein eigener Versicherungsbaustein, sondern durch den Versicherungsschutz für Vertragsrecht gedeckt. Mit einer Rechtsschutzversicherung im Rücken lässt es sich ruhig schlafen. In der mehrmonatigen Umzugsphase können Situationen eintreten, die ungewollt zu Dissonanzen führen – bis hin zum Rechtsstreit. Die dadurch entstehenden Kosten werden komplett von der Rechtsschutzversicherung getragen – wenn ein vertragsrechtlicher Leistungsfall vorliegt.

Jede Zwischenlagerung ist immer ein heikles Thema. Mit Rechtsschutzversicherung und sachkundiger Beratung nebst Vertretung durch einen Rechtsanwalt kann der Umziehende ganz selbstbewusst auftreten.

Haftpflichtversicherung des Zügelunternehmens meistens unzureichend

Beim professionell organisierten Umzug mit einem Zügelunternehmen ist das Zügelgut generell versichert. Das ist aus dem Angebot ersichtlich. Der Umziehende muss jedoch auf die Versicherungshöhe achten und sie mit seiner bestehenden Hausratversicherung vergleichen. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist der Versicherungsschutz des Unternehmens meistens nicht ausreichend hoch. Er ist lediglich ein gesetzlich vorgegebener, branchenüblicher Mindestschutz.

Es ist auch darauf zu achten, ob sich die Versicherungssumme auf den Zeitwert oder auf den Wiederbeschaffungswert bezieht. Die private Hausratversicherung ist komfortabel und gilt für den aktuellen Wiederbeschaffungswert des Hausrates. Hier besteht auf jeden Fall dann ein dringender Handlungsbedarf, wenn das Umzugsgut insgesamt einen mittleren bis hohen fünfstelligen Frankenwert hat. Versicherungen zahlen nur, wenn ein Leistungsfall vorliegt, und dann nur das, was auch versichert ist.

Zügle mit Kostenvoranschlag und Endabrechnung

Jedes Zügelunternehmen weist darauf hin, dass der Kostenvoranschlag nicht endgültig, sondern vorläufig ist. Endgültig kann erst nach dem abgeschlossenen Umzug abgerechnet werden, weil erst dann die Mannstunden für Fahrzeug und Zügelarbeiter feststehen. Das ist kaum zu widerlegen, obwohl diese Argumentation dem Zügelunternehmen Tür und Tor öffnet, um mit der Endabrechnung den Kostenvoranschlag deutlich zu übersteigen. Dem lässt sich auf zweierlei Weise vorbeugen; ganz ausklammern lässt sich das Risiko nicht:

  • Einholen mehrerer Angebote und genaues Vergleichen der Kostenarten sowie Kostenhöhen für Fahrzeug, Umzugshelfer, Versicherung, Material- und sonstige Kosten
  • Deckelung der Zügelkosten auf einen feststehenden Höchstbetrag, der auf keinen Fall überschritten werden darf

Letzteres wird erfahrungsgemäss schwierig, weil sich das Zügelunternehmen nur höchst ungern darauf einlässt. Dennoch sollte versucht werden, mit Zahlen, Daten und Fakten anhand der eingeholten Angebote zu argumentieren. Der Umzugsunternehmer kann sich einer solchen Diskussion nicht verschliessen. Tut er es dennoch, dann ist es das falsche Zügelunternehmen.



Der richtige Versicherungsschutz in den verschiedenen Bereichen verhilft zu einem insgesamt relaxten Zügeln, also ohne finanzielle Überraschungen oder negative Folgen.

 

Oberstes Bild: © auremar – shutterstock.com

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