Überholte Etikettenregeln, die Sie getrost vergessen können

21.07.2015 |  Von  |  Allgemein
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Überholte Etikettenregeln, die Sie getrost vergessen können
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Wer beruflich erfolgreich ist, muss sich auch mit Fragen zu Stil und Etikette auseinandersetzen. Allerdings gibt es dabei einige Regeln, die früher galten, heute aber so nicht mehr zeitgemäss sind.

Wenn Sie im beruflichen Umfeld vermeiden wollen, einen stilistischen Fauxpas zu begehen, sollten Sie die folgenden Etikettenregeln (neu) lernen.

Viele Etikettenregeln wirken antiquiert und sind dennoch als verbindlich anerkannt, da sie dabei helfen, das menschliche Miteinander und den Umgang mit bestimmten Situationen – etwa bei einem Geschäftsessen – zu vereinfachen. Doch in Zeiten, in denen auch Frauen in Führungspositionen Verantwortung übernehmen und Firmengründer immer jünger werden, haben sich viele Etikettenregeln überlebt und wirken eher albern als angemessen.

1. Nur Männer stehen zur Begrüssung auf, Damen dürfen sitzen bleiben

Diese Regel hat sich überholt, heute gilt es als unhöflich, während der Begrüssung sitzen zu bleiben, und zwar für die Damenwelt ebenso wie für die Herren. Also, aufstehen, Augenkontakt suchen und dann begrüssen, per Handschlag, Geste oder rein verbal.


Aufstehen, Augenkontakt suchen und dann begrüssen, per Handschlag. (Bild: © Uber Images - shutterstock.com)

Aufstehen, Augenkontakt suchen und dann begrüssen, per Handschlag. (Bild: © Uber Images – shutterstock.com)


2. Wenn jemand niest, wird „Gesundheit“ gesagt

Auch wenn es lange Zeit als schicklich galt, einem Niesenden „Gesundheit“ zu wünschen, hat sich dieses in Zeiten von zunehmender Verbreitung von Heuschnupfen und anderen Allergien geändert. Heute wird ein Nieser dezent übergangen und nicht thematisiert, angemessen ist höchstens noch ein mitfühlender Kommentar über den (Heu-)Schnupfen und das Wetter.


Heute wird ein Nieser dezent übergangen und nicht thematisiert (Bild: © Ollyy - shutterstock.com)

Heute wird ein Nieser dezent übergangen und nicht thematisiert (Bild: © Ollyy – shutterstock.com)


3. Man wünscht seinen Tischnachbarn einen „guten Appetit“

Bei offiziellen Anlässen ist es heute nicht mehr erwünscht und üblich, sich gegenseitig einen guten Appetit zu wünschen, bevor man zu essen beginnt. Im Kollegenkreis oder am heimischen Familientisch ist es natürlich weiterhin möglich, allerdings sollten Sie auf das hemdsärmelige „Mahlzeit“ eher verzichten.


Bei offiziellen Anlässen ist es heute nicht mehr erwünscht und üblich, sich gegenseitig einen guten Appetit zu wünschen. (Bild: © Monkey Business Images - shutterstock.com)

Bei offiziellen Anlässen ist es heute nicht mehr erwünscht und üblich, sich gegenseitig einen guten Appetit zu wünschen. (Bild: © Monkey Business Images – shutterstock.com)


4. Schwarze Anzüge werden ausschliesslich zu Beerdigungen getragen

Schwarz galt lange Zeit als No-go bei Businessanzügen, doch mittlerweile hat sich auch diese Farbe durchgesetzt. Sie können also auch einen schwarzen Anzug im Büro tragen, stilsicher ist er allerdings nur mit schwarzen Lederschuhen.


Schwarz galt lange Zeit als No-go bei Businessanzügen. (Bild: © Vasin Lee - shutterstock.com)

Schwarz galt lange Zeit als No-go bei Businessanzügen. (Bild: © Vasin Lee – shutterstock.com)


5. Angestossen wird nur mit alkoholischen Getränken im Glas

Wenn Sie nichtalkoholische Getränke vorziehen, dürfen Sie heute jederzeit mit anstossen, ohne dass jemand daran Anstoss nehmen kann. Wobei auf das Anstossen in grosser Runde oft gänzlich verzichtet wird.


Wenn Sie nichtalkoholische Getränke vorziehen, dürfen Sie heute jederzeit mit anstossen. (Bild: © Konstantin Sutyagin - shutterstock.com)

Wenn Sie nichtalkoholische Getränke vorziehen, dürfen Sie heute jederzeit mit anstossen. (Bild: © Konstantin Sutyagin – shutterstock.com)


6. Die Dame hat immer den Vortritt

Auch diese Höflichkeitsgeste hat sich überholt. Heute gilt: den Vortritt hat der ranghöchste oder der älteste Anwesende, unabhängig vom Geschlecht. Und auch Damen dürfen ihrem Vorgesetzten die Tür aufhalten.


Heute gilt: den Vortritt hat der ranghöchste oder der älteste Anwesende, unabhängig vom Geschlecht. (Bild: © YanLev - shutterstock.com)

Heute gilt: den Vortritt hat der ranghöchste oder der älteste Anwesende, unabhängig vom Geschlecht. (Bild: © YanLev – shutterstock.com)


7. Man bindet sich eine Serviette beim Essen um

Wenn Sie beim Essen Ihre Kleidung schützen  wollen, dürfen Sie die Serviette halb gefaltet in Ihren Schoss legen. Eine Ausnahme gibt es: Wenn Krebs serviert wird, dürfen Sie sich die Serviette noch um den Hals binden und sofort nach dem Essen entfernen. Sie gehört gefaltet neben den Teller, niemals darauf.


Wenn Sie beim Essen Ihre Kleidung schützen  wollen, dürfen Sie die Serviette halb gefaltet in Ihren Schoss legen. (Bild: © Volt Collection - shutterstock.com)

Wenn Sie beim Essen Ihre Kleidung schützen wollen, dürfen Sie die Serviette halb gefaltet in Ihren Schoss legen. (Bild: © Volt Collection – shutterstock.com)


Fazit

Einige Etikettenregeln sind heute nicht mehr zeitgemäss und überholt. Besser, Sie kennen die neuen Regeln, um in Gesellschaft nicht unangenehm aufzufallen.

 

Oberstes Bild: © Everett Collection – shutterstock.com

Über Christine Praetorius

Christine Praetorius, Jahrgang 1971, spricht und schreibt über Neues, Altes, Schönes und Kurioses. Ich liebe Sprache und Musik als die grössten von Menschen für Menschen gemachten Freuden – und bleibe gerne länger wach, um ihnen noch etwas hinzuzufügen. Seit 2012 arbeite ich mit meinem Mann Christian als freie Texterin, Autorin und Lektorin.


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