Internationaler Tag der Senioren

30.09.2015 |  Von  |  News
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Internationaler Tag der Senioren
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Am 1. Oktober findet wieder der Internationale Tag der Senioren statt. Er wurde im Jahr 1990 durch die UNO ins Leben gerufen, um die Leistungen der Älteren und den Gewinn zu würdigen, den sie für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen. 

Jeder Mensch hat den Wunsch, bis ins hohe Alter körperlich gesund, geistig rege und gesellschaftlich aktiv zu sein. Kontinuierliche Vorsorge, gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung tragen dazu bei, dass aus diesem Wunsch Wirklichkeit wird.

Was dabei häufig unterschätzt wird, ist die Bedeutung eines guten Gehörs. Manche Betroffene akzeptieren die Schwerhörigkeit als „Teil des Älterwerdens“, obwohl es viele Möglichkeiten der Behandlung gibt. Der Besuch beim HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker sollte so selbstverständlich sein wie der Gang zum Optiker oder Augenarzt. Denn die meisten Menschen können mit Hörgeräten oder Hörimplantaten Sprache wieder deutlich besser verstehen.

Rund zwei Drittel der Personen über 70 leiden an Hörverlust. Je schwerer dieser ist, desto stärker leidet die Lebensqualität. Amerikanische Wissenschaftler haben in Studien herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen unbehandelter Schwerhörigkeit und geistigem Abbau besteht. Noch sind die Gründe dafür nicht geklärt, doch vieles deutet darauf hin, dass die Möglichkeit, mit seiner Umwelt nicht ausreichend kommunizieren zu können, eine wichtige Ursache ist.


Der Besuch beim HNO-Arzt sollte so selbstverständlich sein wie der Gang zum Optiker oder Augenarzt. (Bild: © Alexander Raths - shutterstock.com)

Der Besuch beim HNO-Arzt sollte so selbstverständlich sein wie der Gang zum Optiker oder Augenarzt. (Bild: © Alexander Raths – shutterstock.com)


Wer nicht gut hört, zieht sich immer weiter aus dem gesellschaftlichen Leben zurück und kann vereinsamen. Der veränderte Lebensstil birgt weitere Gefahren: Wer sich vorwiegend in den eigenen vier Wänden aufhält, bewegt sich weniger, was sich gerade im Alter negativ auf die Mobilität auswirken kann.

Von sozialem Rückzug sind besonders Menschen gefährdet, die sehr schlecht hören und daher von einem Hörgerät nicht mehr profitieren. Für sie besteht die Möglichkeit, ein Hörimplantat zu nutzen. Damit können sie auch im hohen Alter wieder vieles hören, was ihnen durch die Schwerhörigkeit versagt blieb. Das Hörimplantat ermöglicht ihnen, sich wieder mit ihrem sozialen Umfeld zu unterhalten und gibt ihnen ein Stück Unabhängigkeit im Alltag zurück.

Eine derzeit laufende Studie der City University of New York befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen der Verwendung von Hörimplantaten und emotionaler sowie sozialer Vereinsamung. Studienleiterin Barbara Weinstein und ihr Team beobachten ein Jahr lang, wie sich das Hörimplantat auf die Sozialkontakte und den Gesundheitszustand der älteren Nutzer auswirkt. Ähnliche Studien belegen, dass Depressionen bei Hörimplantat-Trägern weniger wurden.



Hörimplantate stellen eine Alternative für Menschen dar, die Hörgeräte nicht tragen können oder für die sie nicht mehr ausreichen. In Österreich und Deutschland entstehen Patienten keine Kosten für das Implantat. Es gibt keine Altersobergrenze, relevant ist der individuelle Gesundheitszustand. HNO-Ärzte empfehlen dringend, frühzeitig etwas gegen Schwerhörigkeit zu unternehmen, da es dem Gehirn zunehmend schwerer fällt, sich an das neue Hören mit technischer Unterstützung zu gewöhnen.

 

Artikel von: MED-EL Presseteam
Artikelbild: © obs/MED-EL

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