Gestern pfui, heute wieder hui: Brettspiele

19.01.2016 |  Von  |  Familie, Indoor
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Der Wettkampf schien bereits entschieden: Die aufkommenden Konsolenspiele machten in den letzten Jahren den Brettspielherstellern das Leben schwer – von den  Smartphones und ihren zahlrei-chen, günstigen Spiele-Apps ganz zu schweigen. Überall amüsieren sich Kinder wie Erwachsene mit Tablet und Handy mit ihren Games – im Wartezimmer beim Arzt, in der U-Bahn oder auf Reisen.

Doch dann kam der Homing-Trend, und seitdem liegt das gute, alte Brettspiel wieder im Trend. Erwachsene treffen sich zu gemütlichen Spieleabenden und graben die alten Klassiker aus der Kindheit wieder aus, wie zum Beispiel Monopoly, Risiko oder auch Mensch-ärgere-dich-nicht.

Der soziale Trend zum gemeinsamen Spielen fördert den Familienzusammenhalt und ist dank Brettspielen auch mit mehreren Generationen möglich. Wenn (Ur-)Grosseltern ihren Enkeln die Spielregeln für Malefiz oder Halma beibringen, kann das kein Computerspiel toppen.

Die heutigen Brettspiele legen natürlich mehr Wert auf Design und ein modernes Layout. Und während in den letzten Jahren die Brettspiele als moderne Version für den PC oder die Konsole programmiert wurden, gibt es nun auch den rückläufigen Trend: Doodle Jump, eine beliebte App für Smartphones, die weltweit über 200 Millionen mal verkauft wurde, hat die Firma Ravensburger nun als Brettspiel für Spieler ab 8 Jahren umgesetzt. Gespielt wird in der Schachtel auf einem schräg gestellten Spielplan.

Hase & Igel und andere „Spiele des Jahres“

Auch den unabhängigen Preis „Spiel des Jahres“ gibt es immer noch seit 1979 – damals wurde Hase & Igel zum ersten Spiel des Jahres gekürt. 2013 ging der Preis an „Hanabi“ (japanisch für Feuerwerk). Das Besondere an diesem Kartenspiel ist, dass man nicht gegeneinander, sondern miteinander spielt. Die Spieler halten ihre Karten falsch herum, so dass man sein eigenes Blatt nicht sieht. Man ist auf die Hilfe der Mitspieler angewiesen, die sich gegenseitig Tipps geben müssen, welche Karte zu spielen ist. Hanabi ist also ein sogenanntes Kommunikationsspiel und liegt damit ganz im sozialen Homing-Trend: Die Gruppe lernt von Runde zu Runde, besser zu kooperieren und hat dabei eine Menge Spass.

Und nicht nur Kinder haben ihren Spass dabei, auch Manager vertreiben sich die Freizeit gerne mit Monopoly oder den Siedlern von Catan – zu den Fans des überaus erfolgreichen Brettspiels gehören unter anderem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und der Mitbegründer von LinkedIn, Reid Hoffman. Dieser schwärmt im Wall Street Journal: „Die unterschiedlichen Würfelergebnisse zwingen die Spieler ständig dazu, ihre Strategie an die veränderten Gegebenheiten anzupassen. Das ist, als ob man ein Startup leitet.“



Brettspiele sind für Erwachsene eben der perfekte Ausgleich zu einem stressigen Berufsalltag und die optimale Möglichkeit, die ganze Familie für viele spannende, lustige Stunden an einem Tisch zu versammeln.

 

Artikel von: livingpress.de
Artikelbild: © Monkey Business Images – shutterstock.com

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