Internationaler Tag des Waldes: Wald filtert Schweizer Trinkwasser

18.03.2016 |  Von  |  News
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Am 21. März ist der Internationale Tag des Waldes. Die entscheidendsten naturhaften Ressourcen der Schweiz sind Wald und Wasser. Sie stehen in einer engen Beziehung zueinander.

Durch den Wald wird nicht nur viel Regenwasser angesammelt, sondern er filtert ebenfalls nahezu die Häfte unseres Trinkswassers. Die rücksichtsvolle Bewirtschaftung des Schweizer Waldes durch seine Eigentümer trägt dabei viel zur hervorragenden Wasserqualität bei.

Rund 40 Prozent des Schweizer Trinkwassers stammen aus dem Wald. Es ist von hervorragender Qualität und im Vergleich zu Grundwasser aus Landwirtschafts- oder Siedlungsgebieten schadstoffärmer. Dazu trägt u.a. der Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, aber auch die geringe Häufigkeit von Störfällen mit Schadstoffen im Wald (z.B. lecke Kanalisation) bei.

Nicht zuletzt kommt die nachhaltige Bewirtschaftung des Schweizer Waldes durch seine Eigentümer der Wasserqualität zugute; die einheimische Forstwirtschaft verwendet biologisch abbaubare und schadstoffarme Treib- und Schmierstoffe, führt keine grossflächigen Holzschläge durch und trägt Sorge zum Waldboden, z.B. indem der Wald grundsätzlich nur auf definierten Wegen befahren wird.

Gesunde Wälder, hohe Wasserqualität

Waldböden sind daher wenig verdichtet und tragen mit ihrer hohen Humusschicht und ihrer guten Durchwurzelung wesentlich zur Wasseraufbereitung bei. In komplexen Mechanismen und chemischen Abläufen wird das Wasser von möglichen Verschmutzungen wie Pestiziden, Düngersubstanzen aber auch Keimen gereinigt.

Ausserdem sorgt das weitverzweigte und vielschichtige Wurzelwerk der Waldpflanzen dafür, dass Wasser gut in den Boden eindringen und dort gespeichert werden kann – pro Hektare bis zu 2 Mio. Liter Wasser!

Damit der Boden seine Filter- und Speicherleistung optimal erfüllen kann, ist eine aktive und umsichtige Waldbewirtschaftung von Vorteil. So wird zum Beispiel mit einem angemessenen Laubholzanteil die positive Wirkung beeinflusst. Zudem bleiben die Wälder durch regelmässige Pflege- und Ernteeingriffe stabil und weniger anfällig bei Sturmereignissen.

Das Aufreissen des Waldbodens durch umfallende Bäume kann so vermieden und flächigen Zusammenbrüchen mit folgender Nitrat-Freisetzung in Wasserschutzzonen vorgebeugt werden; das Gesamtgefüge des natürlichen Filters bleibt intakt und leistungsfähig.

Die Sorgen der Waldbesitzer

Der Wald und seine Bewirtschafter tragen viel zur Trinkwasserqualität in der Schweiz bei. Dies allerdings nicht ganz ohne Mehraufwände; so dürfen beispielsweise innerhalb sogenannter Grundwasserschutzzonen die Maschinen nicht betankt oder das geerntete Holz nicht gegen Schädlinge behandelt werden.

Die Waldeigentümer setzen sich deshalb für eine Abgeltung der Trinkwasserleistung des Waldes und ihrer damit verbundenen Mehraufwände ein. Immerhin sparen die Nutzniesser (Trinkwasserfassungen) jährlich Aufbereitungskosten in Millionenhöhe, während die Mehrheit der Forstbetriebe im Wald Verluste schreibt.

 

Artikel von: Wald Schweiz, Verband der Waldeigentümer
Artikelbild: © Baranov E – Shutterstock.com

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