GROSSES im Museum der Kulturen Basel

02.07.2016 |  Von  |  Indoor, News
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GROSSES im Museum der Kulturen Basel
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Der Mensch strebt nach Grösse. Dies zeigt sich über alle Zeiten und Kulturen. Der Faszination der Grösse nachzuspüren, diesen Versuch unternimmt das Museum der Kulturen in Basel. Die Ausstellung „GROSS“ im Museum präsentiert Besuchern riesige Dinge.

Sie will damit in grossartige kulturelle Dimensionen von Grösse vorstossen.

GROSS – Dinge Deutungen Dimensionen

Eintreten, den Kopf in den Nacken legen und hoch schauen zum grössten Objekt im Haus: Das Kulthaus der Abelam eröffnet die neue Dauerausstellung „GROSS – Dinge Deutungen Dimensionen“ auf höchstem Niveau. Grosses hat den Menschen schon immer fasziniert und deshalb wird nach Grösse gestrebt. Hauspfosten oder bis-Pfähle aus Papua-Neuguinea respektive Indonesien machen grossen Eindruck und sind riesige Zeugen, was technisch und in Teamarbeit alles möglich ist. Sie und weitere überdimensionale Objekte zeigen aber auch die Unhandlichkeit auf, zu denen Wetteifer führen kann.

Riesige Dinge sprengen alle Normen, die sonst Grösse definieren. Doch gross ist nicht überall gleich gross und von Kultur zu Kultur verschieden. Die Basler Elle findet sich deshalb neben dem Loch im Brett, durch das auf Bali Hühner gesteckt wurden. Blieben sie stecken, hatten sie die richtige Grösse für ein Tempelopfer. Auch wir Menschen werden vermessen, von Kindheit an. Und das ganze Leben hindurch beschäftigen uns die „richtigen“ Proportionen und Grössen. Auch dies kann ausufern: Stichworte sind Schönheitsindustrie oder Anthropometrie.


Zeremonialschild eines erfahrenen Kriegers der Naga, Indien, 160 cm gross (Bild: obs/Museum der Kulturen Basel)

Zeremonialschild eines erfahrenen Kriegers der Naga, Indien, 160 cm gross (Bild: obs/Museum der Kulturen Basel)


Bis zur grössten Grösse

Es geht in der Ausstellung also nicht nur um die physikalische Grösse. Vermessen werden in 14 Stationen auch die kulturellen Dimensionen von Grösse. Status und Macht sind nur zwei Beispiele. Sie werden in grossen Dingen versinnbildlicht, zum Beispiel in aufwendig gearbeiteten Zeremonialschildern der Naga oder brasilianischen Gürteln. Der Bezug zum Göttlichen liegt dann meist nahe.

Grosses wird bewundert, kann aber auch erschrecken. Die Ausstellung weckt indische Dämonen ebenso wie Glarner Riesen zum Leben. Big Data wird zusehends als Bedrohung empfunden und führt direkt zur Schlussstation: der grössten Grösse überhaupt, der Unendlichkeit.

 

Artikel von: Museum der Kulturen Basel
Artikelbild: Die Grössten: Hauspfosten, Ahnenfiguren und bis-Pfähle aus Ozeanien, teils über 7 Meter hoch (© obs/Museum der Kulturen Basel)

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