Street Parade: Warnung vor Drogenmix

09.08.2016 |  Von  |  News
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Street Parade: Warnung vor Drogenmix
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Am 13. August feiert die Street Parade ihr 25-jähriges Jubiläum. In Zürich werden Hunderttausende Partygäste – und Zaungäste – erwartet. Alkohol gehört für viele dazu, oft auch Ecstasy oder andere illegale Drogen. Die Stiftung Sucht Schweiz warnt in diesem Zusammenhang vor den Gefahren des (Misch-)Konsums.

Seit einem Vierteljahrhundert behauptet sich der schrille House- und Techno-Anlass. Über das Wochenende werden rund um den Umzug der Love Mobiles gut 100 grosse und kleinere Partys die Parade garnieren. Nebst Alkohol greifen manche Partygäste zu illegalen Substanzen, darunter Ecstasy, das zu den beliebtesten Partydrogen Europas zählt.

Europaweit wie auch in der Schweiz zeigt sich in jüngster Zeit, dass der Reinheitsgrad von Kokain, Heroin und von Amphetaminen angestiegen ist und der Anteil der Wirkstoffe in Ecstasy-Pillen (MDMA) zugenommen hat. Konsumierende werden oft zu Versuchskaninchen, da sie die genaue Zusammensetzung der angebotenen Stoffe nicht kennen können. Reinere und höher dosierte Stoffe bedeuten stärkere Intoxikationen. Bei Ecstasy können Krampfanfälle oder Halluzinationen auftreten. „Wer keine gesundheitlichen Risiken eingehen will, verzichtet auf Drogen“, bringt es Sabine Dobler, Präventionsfachfrau von Sucht Schweiz, auf den Punkt.

Kein Drogenmix – auch nicht mit Alkohol

Wer sich trotz vorhandener Gesundheitsrisiken für den Konsum illegaler Drogen entscheidet, sollte unbedingt die schadensmindernden Tipps beherzigen. Dazu zählt, Substanzen nicht zu mischen – auch nicht mit Alkohol. Denn der Mischkonsum führt zu unerwünschten Wechselwirkungen. Ecstasy mit Alkohol verstärkt beispielsweise die Austrocknung des Körpers. Die erhöhte Körpertemperatur infolge eines Drogenkonsums und der Flüssigkeitsverlust können den Körper überhitzen, was die Organe stark belastet.


Bei der Street Parade werden wie jedes Jahr neben Alkohol auch illegale Drogen im Spiel sein. (Bild: © Alexander Chaikin - shutterstock.com)

Bei der Street Parade werden wie jedes Jahr neben Alkohol auch illegale Drogen im Spiel sein. (Bild: © Alexander Chaikin – shutterstock.com)


Bitte beachten, um Risiken zu minimieren:

  • Den Durst mit alkoholfreien Getränken löschen! Tanzen und Schwitzen trocknen den Körper aus und Alkohol fördert den Flüssigkeitsverlust.
  • Nie alleine konsumieren! Bekannte über die eingenommenen Substanzen informieren.
  • Wer sich schlecht oder unwohl fühlt, sollte nicht konsumieren. Eine Substanzwirkung kann diesen Zustand verstärken. – Farbe und Form der Pillen und Pulver sagen nichts über Inhalt und Qualität aus. Wer sie trotzdem schluckt, soll zunächst eine kleine Menge nehmen und die Wirkung mindestens zwei Stunden abwarten.
  • Chill-out! Nicht einfach nachdosieren. Wenn die Wirkung der Droge abklingt, sind Ruhe und Entspannung angesagt – und nicht das nächste Aufputschmittel.
  • Nach dem Drogenkonsum kein Fahrzeug lenken.
  • Über die Nummer 144 ist im medizinischen Notfall Hilfe zu holen. Bei der betroffenen Person sollte bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gewartet werden.

Rat- und Hilfesuchende finden vor Ort ein breites Informationsangebot und Unterstützung. Der Infostand von Streetwork mit Beratung und Drug Checking befindet sich während der Street Parade auf dem Bürkliplatz, das Angebot kann von 13.00 bis 18.00 Uhr in Anspruch genommen werden. Am Abend ist das Angebot an der Lethargy Party präsent.

Mehr Informationen auf: www.saferparty.ch

Im Extrazug von Chiasso nach Zürich können sich Partygäste über Risiken des Drogenkonsums informieren. Die Präventionsaktion der SBB und Radio Rete tre wird von Radix Svizzera italiana, Projekt danno.ch, koordiniert.

rave it safe wird Reisenden zur Street Parade im Berner Bahnhof Informationen namentlich zur Schadensminderung mit auf den Weg geben.

Über Sucht Schweiz

Sucht Schweiz ist ein nationales Kompetenzzentrum im Suchtbereich. Sie betreibt Forschung, konzipiert Präventionsprojekte und engagiert sich in der Gesundheitspolitik. Das Ziel ist, Probleme zu verhüten oder zu vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen oder durch Glücksspiel und Internetnutzung entstehen. Mehr als 200`000 Personen unterstützen unsere NGO.

Umfassende Informationen zu Sucht Schweiz finden Sie auf unserer Website www.suchtschweiz.ch.

 

Artikel von: Sucht Schweiz
Artikelbild: © obs/Sucht Schweiz/Addiction Suisse/Dipendenze Svizzera/Quelle: Commons Wikipédia

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