„Tokio 2020“ – nachhaltige Gold- und Silbermedaillen

29.08.2016 |  Von  |  Sport
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
„Tokio 2020“ – nachhaltige Gold- und Silbermedaillen
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Auch wenn die Olympischen Spiele in Rio gerade erst vorbei sind, in Japan bereitet man sich bereits auf „Tokio 2020“ – die nächste Olympiade – vor. Dabei will man offenbar alles perfekt machen und denkt auch ans Detail, zum Beispiel, wenn es um die Produktion von Gold- und Silbermedaillen geht.

Nach den Vorstellungen des verantwortlichen japanischen Organisationskommittees sollen dann Medaillen aus Elektroschrott auf siegreiche Athleten warten. Wie „BBC News“ unter Bezugnahme auf japanische Medien berichtet, wird die Umsetzbarkeit dieser Idee bereits ausgiebig von Organisatoren und Regierungsbehörden geprüft.

Vom Elektroschrott zur Goldmedaille

„Für die Medaillen haben die olympischen Austragungsländer lange Zeit traditionell auf Minenunternehmen zurückgegriffen“, heisst es in einem Bericht. Seitdem das IOC deutlich strengere Richtlinien für den Wettbewerb ausgegeben habe, gehe es aber auch darum, die Produktion der Medaillen nachhaltiger zu gestalten. „Die Medaillen bei den Spielen in Rio verwendeten beispielsweise Goldanteile, die ohne die Verwendung von Quecksilber gewonnen wurden, und Silber und Bronze, das aus recycelten Quellen stammte“, so der Report.

Ausschlaggebend für das grosse Interesse an dem Vorschlag ist die Tatsache, dass Japan selbst nur über relativ wenige Mineralrohstoffe verfügt und daher nach günstigen Möglichkeiten sucht, Metalle wie Gold oder Silber möglichst nachhaltig herzustellen. Wenn es um die Nutzung wiederaufbereiteter gebrauchter Materialien geht, kann ein Rückgriff auf Elektroschrott aus alten Geräten wie Kühlschränken, Klimaanlagen, Computern, Smartphones oder Tablets prinzipiell ein sehr „kluger Weg“ sein.

„Diese Produkte können kleine Mengen sehr wertvoller Materialien wie Platin, Gold, Silber, Lithium, Kobalt und Nickel oder wichtige Basismetalle wie Eisen, Kupfer oder Zinn enthalten“, heisst es von den Experten. Verschiedene Recycling-Firmen würden mittlerweile bereits unzählige Tonnen solcher Abfälle aufkaufen und mithilfe chemischer Prozesse die begehrten Stoffe daraus extrahieren.

Mehr und schwerere Medaillen?

Eine konkrete Abschätzung der Menge an Rohstoffen, die für die Medaillen der kommenden Olympischen Spiele in Japan benötigt wird, ist aber gar nicht so leicht. Hier spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle, etwa die Grösse und das Gewicht der Medaillen oder die Anzahl der olympischen Sportarten. Letztere wird in Tokio beispielsweise um fünf neue Bewerbe im Baseball, Karate, Skateboarden, Sportklettern und Surfen ausgebaut.

Auch was die Grösse und das Gewicht der Medaillen betrifft, hat sich zuletzt ein deutlicher Aufwärtstrend abgezeichnet. So wurden aktuell in Rio mit einem Gewicht von 500 Gramm und einer Dicke von einem Zentimeter die bisher grössten und schwersten Auszeichnungen der olympischen Geschichte an die Athleten überreicht.

 

Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © Ekaphon maneechot – Shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.


Ihr Kommentar zu:

„Tokio 2020“ – nachhaltige Gold- und Silbermedaillen

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.