Uraufführung in Zürich – TEXTE VON JACQUES BREL

30.09.2016 |  Von  |  News, Theater
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Am 15. Oktober wird es in der Box im Schiffbau des Schauspielhauses Zürich wieder eine Uraufführung geben. Dann wird erstmals TEXTE VON JACQUES BREL präsentiert.

Zu verdanken ist die Uraufführung dem Regisseur Werner Düggelin und dem Schauspieler André Jung. Beide arbeiten seit Jahrzehnten sehr produktiv zusammen (u.a. in Becketts „Endspiel“, Oscar Wildes „Bunbury“ und Ben Jonsons „Volpone“). Diese Zusammenarbeit setzen die beiden nun mit TEXTE VON JACQUES BREL fort.

Ein Leben wie Don Quijote

Düggelin wird sich dabei weniger Brels Musik als dessen Texten widmen – den Erinnerungen, Beobachtungen und Gedanken, die aus Interviews des vielschichtigen Künstlers stammen und erarbeitet aus Brels Worten einen Erinnerungsraum: einen Monolog für den Ausnahme-Schauspieler André Jung.

„Es gibt Dinge, die man nicht einem Menschen allein, die man nur zweitausend Leuten sagen kann. Schlimmer noch – es gibt Dinge, die man sich selber nur sagen kann, wenn zweitausend Personen mit dabei sind, die einem recht zu geben scheinen, wenn man sie ausspricht.“ Mit nur 49 Jahren stirbt der belgische Chansonier Jacques Brel in einem Pariser Krankenhaus. Mehr als 10 Jahre zuvor gibt der unangepasste Lebenskünstler seinen letzten triumphalen Bühnenauftritt. Danach zieht er sich, obwohl ihm Paris zu Füssen liegt, auf die Südseeinsel Hiva Ova zurück.

Bis zu seinem Tod ist er ein rastloser Kämpfer und bekriegt wie sein liebster Romanheld Don Quijote im Namen der Träume und der Zärtlichkeit würdevoll die Windmühlen des Lebens: das Mittelmass, das Unbewegliche, die Bourgeoisie und ihr Geld. Seine Lieder bleiben Hymnen der Zweifler, Unangepassten und Gestrandeten.

Suche nach sich selbst

In zahlreichen Interviews legte er Zeugnis über sein Leben ab. Sie lesen sich als widersprüchliche Suche nach sich selbst: In endlosen Ausschweifungen über Erniedrigungen, Niederlagen, Krankheit und Tod rechnet ein Mann mit den Zumutungen ab, die das Leben für ihn bereithielt. Gleichzeitig sind sie Liebeserklärungen an das Leben, vergleichbar mit Brels orkanhaften Bühnenauftritten, in denen er seine Zuhörer in wildem Tempo in Euphorie versetzte.

Die Premiere ist nur der Auftakt einer ganzen Reihe von Abenden mit weiteren Vorstellungen im Schiffbau/Box. Hier die Termine:

  • 19., 21., 29., 31. Oktober, jeweils 20.15 Uhr
  • 23., 30. Oktober, jeweils 19.15 Uhr
  • 2. November, 20.15 Uhr

Weitere Vorstellungen sind in Planung!

 

Artikel von: Schauspielhaus Zürich
Artikelbild: © Jac. de Nijs / Anefo – Wikimedia, CC BY-SA 3.0

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