Architekturpreis Arc-Award: Die Sieger 2016 sind gekürt

31.10.2016 |  Von  |  News
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Architekturpreis Arc-Award: Die Sieger 2016 sind gekürt
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Die Sieger des diesjährigen Arc-Awards sind am 27. Oktober in einer feierlichen Veranstaltung in der Zürcher Maag Halle gekürt worden. Mit dem Peis werden aussergewöhnliche Architektur-Projekte in unterschiedlichen Kategorien prämiert. Der Arc-Award wird 2016 bereits zum fünften Mal verliehen.

Fernsehmoderatorin Eva Wannenmacher sowie die Jurypräsidenten ETH-Professor Sacha Menz, SIA-Präsident Stefan Cadosch und Birgitta Schock, Zürcher Architektin und Buchautorin, führten gekonnt durch den Abend der Preisverleihung. Noch bis Sonntag, 30. Oktober, können die prämierten Projekte bei der architektur0.16 besichtigt werden.

Fast schon eine Institution

Was im Jahr 2012 als ungewisses Abenteuer begann, hat sich innerhalb von nur fünf Jahren zu einem schweizweit anerkannten Gütezeichen entwickelt. In diesem Sinne war der fulminante Preisverleihungsevent des Arc-Awards 2016 in der Zürcher Maag Halle auch ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten – an die Schweizer Architektenszene mit ihrer beachtlichen Fülle und Vielfalt an Wettbewerbsbeiträgen; an die Juroren, die sich mit viel Elan und Motivation ihrer anspruchsvollen Aufgabe widmeten; an die Auslober und die Sponsoren, die diesen Anlass ermöglicht haben und last but not least an das Publikum, das einen rundum gelungen Anlass geniessen durfte.

Öffentliche Bauten, Industrie und Gewerbe

„Öffentliche Bauten, Industrie und Gewerbe“ ist ein sperriger Titel für eine Wettbewerbskategorie. Doch spiegelt sich in ihm die notwendige Vielfalt der eingereichten Projekte wider. Von Schwimmbädern, Museen, Sporthallen bis hin zu Produktionsstätten oder Bürogebäuden wurden insgesamt 84 Projekte eingereicht. Vier Projekte wurden nominiert, daraus wurden ein Gold- und ein Silbergewinner gekürt. Gold geht an das Projekt „Jazz Campus“ von Buol & Zünd, Basel. Mit Silber wurde das „Magazzino und Atelier Miriam Cahn“ von Ruinelli Associati Architetti, Soglio ausgezeichnet.


Magazzino und Atelier Miriam Cahn (Bild: Ralph Feiner, Malans)

Magazzino und Atelier Miriam Cahn (Bild: Ralph Feiner, Malans)


Wohnbauten mit den meisten Beiträgen

Mit 129 eingereichten Beiträgen ist die Wettbewerbskategorie „Wohnbauten“ – wie bereits in den letzten Jahren – die umfangreichste. Vom kleinen Einfamilienhaus über elegante Villen oder Wohntürme bis hin zu flächigen Wohnüberbauungen stellt sich stets aufs Neue die Frage nach der Qualität des Wohnens. In wenigen Bereichen offenbart sich das individuelle Selbstverständnis einer Gesellschaft so deutlich wie bei Wohnbauten.

Die Arc-Award-Jury nominierte fünf beispielhafte Wettbewerbsbeiträge und kürte aus diesen einen Gold- sowie einen Silber-Preisträger. Mit Gold wurde die „Wohnüberbauung Brüggliäcker“ von BS+EMI Architektenpartner AG, Zürich, ausgezeichnet. Silber ging ans Projekt „Neubau Wohnungen Sempacherstrasse“ von Miller & Maranta AG, Basel.


Wohnüberbauung Brüggliäcker (Bild: Roland Bernath, Zürich)

Wohnüberbauung Brüggliäcker (Bild: Roland Bernath, Zürich)


Neubau Wohnungen Sempacherstrasse, Basel (Bild: Ruedi Walti Fotografie, Basel)

Neubau Wohnungen Sempacherstrasse, Basel (Bild: Ruedi Walti Fotografie, Basel)


Der erste Bau

Gold für die Kategorie „Der erste Bau“, in welcher 14 Projekte von Jungarchitekten eingereicht wurden, geht an das „Haus in Riehen“ von Reuter Raeber Architekten, Basel. Mit dem Sonderpreis der Jury wurden die „Rekompositionen in Sceru und Giumello“ von Martino Pedrozzi, Mendrisio, ausgezeichnet.


Haus in Riehen (Bild: Eik Frenzel)

Haus in Riehen (Bild: Eik Frenzel)


Rekompositionen in Sceru und Giumello (Bild: Pino Brioschi, Bellinzona)

Rekompositionen in Sceru und Giumello (Bild: Pino Brioschi, Bellinzona)


Premiere – der BIM-Preis

Am diesjährigen Arc-Award wurde der erste BIM-Preis der Schweiz präsentiert, der in Zusammenarbeit mit „Bauen digital Schweiz“ durchgeführt worden war. BIM steht dabei für Building Information Modeling. Für die Beteiligten stellte dieses Novum ein Abenteuer und Experiment dar. Mit elf eingereichten BIM-Projekten wurden die Erwartungen übertroffen.

Insgesamt drei Gold-Preise mit den Schwerpunkten „Kollaboration/Mensch“ und „Innovation/ Performance“ konnten vergeben werden. In der Kategorie „Kollaboration/Mensch“ erhielten ihn „Durch die BIM-Brille“ von 3-Plan Haustechnik AG, Winterthur sowie „Vom lonely little BIM zum social big BIM“ von Philipp Wieting, Werknetz Architektur. Der Goldpreis- für „Innovation/ Performance“ ging an „SwissFEL“ von Itten+Brechbühl AG, Basel.


Durch die BIM-Brille (Bild: zvg)

Durch die BIM-Brille (Bild: zvg)


Vom lonely little BIM zum social big BIM (Bild: zvg)

Vom lonely little BIM zum social big BIM (Bild: zvg)


SwissFEL (Bild: Itten+Brechbühl AG, Raini Sicher)

SwissFEL (Bild: Itten+Brechbühl AG, Raini Sicher)


The Next Generation zeugt sich

Die nächste Generation von Architektinnen und Architekten reichte 69 Projekte in der Kategorie „Next-Generation“ ein. Gold gab es für das „Sportzentrum“ von Giancarlo Ceriani. Eine Anerkennung erhielt das Team von Muriz Djurdjevic und Thomas Paturet für ihr Projekt „Voyage au centre de la mer – vers un archipel industriel“. Ebenfalls mit einer Anerkennung ausgezeichnet wurde der „Sportclub Josef“ von Lucas Bucher.

Eine umfangreiche Sonderausgabe der Architektur-Fachzeitschrift Viso zum Arc-Award würdigt die Sieger und die Nominierten des Wettbewerbs. Der Architekturpreis Arc-Award wird ab sofort im Zweijahresrhythmus verliehen. Der nächste Arc-Award findet somit 2018 statt.


 

Sportzentrum (Bild: zvg)

Sportzentrum (Bild: zvg)


Voyage au centre de la mer – vers un archipel industriel. (Bild: zvg)

Voyage au centre de la mer – vers un archipel industriel. (Bild: zvg)


Sportclub Josef (Bild: zvg)

Sportclub Josef (Bild: zvg)


 

Artikel von: Arc Award / Docu Media Schweiz GmbH
Artikelbild: Jazz Campus (© Georg Aerni, Zürich)

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