Schweizer Volksfeste, Trachten und das beliebte Hirthemd

19.06.2017 |  Von  |  Publireportage
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Schweizer Volksfeste, Trachten und das beliebte Hirthemd
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Schweizer und Touristen können alljährlich das Schweizer Brauchtum und seine Kultur in all seinen Facetten hautnah erleben. Es gibt sehr viele eidgenössische Feste, die mit besonderen Programmen und kulinarischen Leckereien aufwarten. Wer sich standesgemäss kleiden will, greift einfach zum bestickten Hirthemd.

Die Schweizer sind bekannt dafür, regionale Bräuche und Traditionen aufrechtzuhalten. Viele Vereine befassen sich mit alten Tänzen, folkloristischer Musik, Theater, Handarbeiten und mit sportlichen Wettbewerben.

Oft spielt dabei auch das Jodeln eine Rolle. Es war in den Alpen oft die einzige Verständigungsmöglichkeit über eine grosse Distanz. Für die Schweizer spielt es immer noch eine grosse Rolle, genau wie alte, traditionelle Instrumente, z. B. das Alphorn, die Handorgel, das Hackbrett oder eine Naturtrompete aus Holz. Solche Instrumente kann man auf den zahlreichen Volksfesten des Landes noch häufig zu hören bekommen, genau wie talentierte Jodler.



Viele Zuschauer lieben aber auch die typisch schweizerischen Wettkämpfe wie das Schwingen, Hornussen, Fahnenschwingen und Schiessen. Diese Sportarten kann man live auf den zahlreichen eidgenössischen Festen erleben und mit den Besten um den Sieg wetteifern.

Für das malerische Drumherum und für das Einkaufserlebnis sorgt beispielsweise die Schweizer Schnitzkunst. An Verkaufsständen gibt es Holzlöffel, Figuren, Melkstühle mit Verzierungen oder Gehstöcke zu bewundern. Doch es geht nicht nur so praktisch zu, man findet auch allerlei Dekoratives.

Neben der Schnitzerei ist die Schweiz besonders für aufwendige Stickereien bekannt. Wie z. B. auf dem traditionsreichen Hirthemd. Die Stick-Kunst hat St. Gallen in ihrer Blütezeit zu einer reichen Stadt gemacht. Auch für die Spitzen an den Hauben und Handschuhe der landestypischen Trachten ist die Schweiz berühmt.

In der Schweiz hat jede Region ganz eigene Volksfeste, die einen Besuch wert sind. International bekannt und beliebt sind die Basler und die Luzerner Fasnacht, das Winterthurer Albanifest, der Berner Zibelmärit, das Sechseläuten in Zürich oder die Fête des Vendanges in Neuenburg. Kleinere Volksfeste wie Schützenfeste gibt es natürlich überall.


Beim Sechseläuten in Zürich steht die Böögg-Verbrennung im Mittelpunkt. (Bild: © Zürich Tourismus / Wiki / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank">CC</a>)

Beim Sechseläuten in Zürich steht die Böögg-Verbrennung im Mittelpunkt. (Bild: © Zürich Tourismus / Wiki / CC)


Die grössten Schweizer Volksfeste von internationaler Bedeutung

Das grösste Schweizer Volksfest ist das Züri Fäscht mit ca. 3‘000‘000 Besuchern jedes Jahr. Es ist das Stadtfest der Stadt Zürich und findet nur alle drei Jahre am ersten Juli-Wochenende statt. Es geht über drei Tage und endet mit einem Feuerwerk am Samstagabend.
Die Basler Herbstmesse ist ebenso international bekannt. Sie lockt alljährlich bis zu 1‘000‘000 Besucher in die Stadt. Es ist ein grosser Jahrmarkt mit Karussels und Riesenrad und geht auf ein Konzil aus dem Jahre 1471 zurück, das der Stadt Basel erlaubte, zwei grosse Handelsmessen im Jahr durchzuführen. Die Herbstmesse hatte sich dabei durchgesetzt. Sie ist der älteste Jahrmarkt der Schweiz und sogar der grösste zwischen den Städten Mailand und Stuttgart.

Das Albanifest ist das Stadtfest von Winterthur und hat jährlich 400‘000 Besucher. Es ist das grösste jährlich stattfindende Altstadtfest Europas. Das Fest, das den Frühling einläutet, wird seit 1525 gefeiert, seitdem läutete nämlich die zweitgrösste Glocke des Grossmünsters um 6 Uhr abends den Feierabend ein, während im Winter um 5 Uhr abends geläutet wurde. Es findet hier ein grosser Trachtenumzug statt. Ca. 3‘500 Zünfter und 350 Reitern nebst 50 Pferdewagen und 30 Musikkorps sorgen für eine festliche Atmosphäre.

Weitere Schweizer Volksfeste sind die Schützenfeste ‚Knabenschiessen‘ in Zürich oder der ‚Ausschiesset‘ in Thun im Herbst. Ebenfalls sehr beliebt ist die ‚Badenfahrt‘ in Baden, ein mehrtägiges Volksfest, Mitte August.


Umzug bei der Badenfahrt 2007 am 19. August 2007 (Bild: © Badener / Wiki / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Umzug bei der Badenfahrt 2007 am 19. August 2007 (Bild: © Badener / Wiki / CC)


Schweizer Trachten – eine bunte Vielfalt

Die Schweiz kann über 700 verschiedene Trachten vorweisen. Jeder Kanton ist anders gekleidet und auch innerhalb der Kantone gibt es verschiedene Trachten. Die Unterschiede sind besonders an den Frauentrachten zu erkennen. Gemeinsam hat man den Unterschied zwischen Festtags- Werktagstrachten. Die örtlichen Trachtengruppen sorgen mit viel Aktivitäten und Veranstaltungen dafür, dass das Trachtenwesen nicht vergessen wird.

Eine der bekanntesten Trachten der Schweiz ist die schwarze Bernertracht, sie ist reichhaltig mit Silberschmuck verziert. Die Engadinertracht leuchtet in rotem Wollstoff. In Zürich kennt man die Wehntalertracht mit einer blauen Schürze und das sogenannte ‚Burefit‘ mit einer am Rücken V-förmig gebundenen Schürze. Die Original-Trachten tragen meist nur Einheimische, u.a. weil die Tradition vorschreibt, dass nur die Ortsansässigen sie tragen dürfen und man sie nicht verleiht.

Trotzdem möchten aber die Schweizer selbst und die Touristen auf den Volksfesten passend angezogen sein und so greifen viele zum traditionellen Hirthemd, das es in Weiss, Blau, Grün, Rot oder Schwarz gibt.


Zürcher und Luzerner Festtagstrachten (Bild: Pakeha / Wiki / <a title="creativecommons.org - Creative Commons" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank">CC</a>)

Zürcher und Luzerner Festtagstrachten (Bild: Pakeha / Wiki / CC)


Das Hirthemd – moderner Trachtenlook für viele Anlässe

Das Hirthemd, Chutteli, Treychlerhämli, Trychlerhemd oder Trinklerhemd ist und war ein relativ schlichtes Hemd aus Baumwolle und Leinen. Es ist weit geschnitten und wird meist nicht solo getragen, sondern über engerer Oberbekleidung wie einem T-Shirt. Es kann kastig geschnitten sein, mit schmalen Schultern und in der Taille weiter werdend. Oft ist es aber auch wie eine Tunika gearbeitet, mit einem Schlitz-Ausschnitt oder mit einem Stehkragen und Knopfleiste.

Der Schnitt ist bequem und leger und er passt auch hervorragend zu aktueller Mode wie Jeans. Diese einfachen Hirtenhemden waren natürlich ursprünglich Hemden, die man zur Arbeit trug. Sie wurden aber je nach Region unterschiedlich aufwendig verziert und zwar mit symbolträchtigen Stickereien. Dies sind und waren meist Alpblumen wie Edelweiss und Enzian, aber auch Kühe und Schweizer Wappen. Früher war streng vorgeschrieben, wie das Hemd je nach Region bestickt werden durfte. Heute gibt es keine Vorgaben mehr und jeder, der ein solches Trachtenhemd besitzen möchte, kann es individuell besticken lassen.


Ein schön besticktes Hirthemd ist ein echter Hingucker. (Bild: © goldkuss.ch)

Ein schön besticktes Hirthemd ist ein echter Hingucker. (Bild: © goldkuss.ch)


Das Hirthemd ist interessant für Vereine, die einen einheitlichen Look haben wollen und für alle, die zünftig, traditionsreich und angemessen zu einem Schweizer Volksfest gekleidet erscheinen wollen. Herren, Damen und Kinder tragen in etwa denselben Schnitt und alle freuen sich über die Bewegungsfreiheit in diesem unkomplizierten, zeitlosen Kleidungsstück. Das Hirthemd findet immer mehr Freunde, denn es passt auch wunderbar zu moderner Streetwear wie Jeans.

Für die Damen ist es in den letzten Jahren auch wieder sehr interessant geworden, da die Damenmode Tuniken in zahlreichen Variationen bereithält. Das Hirthemd ist die Schweizer Tunika und schmeichelt einfach jeder Figur.

Ein fast unverzichtbares Accessoires zu den Hirthemden in einfachem geraden Schnitt ohne Kragen sind die kleinen gemusterten Glarner Tüechli, die man neckisch um den Hals knotet. Sie sorgen für den passenden farblichen Kontrast zum unifarbenen, bestickten Hirthemd.

 

Artikelbild: Volkstänzer in verschiedenen Trachten auf der Bühne im MythenForum Schwyz. (© Pakeha / Wiki / CC)

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