Corporate Mini-Events – wie Turbo-Workshops Ihren Arbeitsalltag energetisieren können

29.04.2014 |  Von  |  Geschäftlich
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Corporate Mini-Events – wie Turbo-Workshops Ihren Arbeitsalltag energetisieren können
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Einerseits machen Budget-Limits vielen Unternehmen die Ausrichtung aufwendiger Workshops unmöglich. Gleichzeitig bedingen Personalkürzungen eine kontinuierliche Arbeitsplatzpräsenz, die den Besuch von Seminaren und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten oft nicht zulässt. Andererseits ergeben Umfragen und Studien immer wieder, dass der Besuch von Lern-Events und die Präsentation eigener Arbeit für die Motivation individueller Mitarbeiter und das Teambuilding von unschätzbarem Wert sind.

Ein unlösbares Paradox? Zum Glück nicht. Denn mit etwas Kreativität und der Nutzung innovativer Präsentations-Möglichkeiten können Sie in Ihrem Unternehmen informative Mini-Events organisieren, die zu gleichen Teilen Incentive und Weiterbildungsplattform sind. Damit profitieren Sie wie auch Ihre Mitarbeiter vom Wissenstransfer, ohne dass Ihr Budget oder Ihre Personalplanung darunter leiden müssten. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen eine Reihe entsprechender Mikroformate vor und erläutern, wie sie organisiert und umgesetzt werden.



Als besonders erfolgreich und effektiv haben sich dabei Eventreihen herausgestellt, die im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Turnus stattfinden. So ein Jour fixe stellt ein Highlight für Mitarbeiter da, um den Arbeitsalltag aufzulockern, und verschafft Team- und Projektleitern die Möglichkeit, im entspannten Rahmen Einblicke in die Team-Atmosphäre und den Motivations-Status-quo zu gewinnen.

Grundsätzlich lassen sich mit allen vorgestellten Formaten mehrere Referenten in einem einstündigen Rahmen zusammenfassen. Dabei ist allerdings essenziell, ob ein Diskussionsbedarf besteht, der befriedigt werden möchte – in welchem Fall eher ein oder zwei Vorträge weniger eingeplant werden sollten. Dies gilt vor allem bei externen Referenten, die als wertvolle Gesprächspartner nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen. Übrigens: Auch für die Diskussion können Sie interessante alternative Ansätze wie etwa das Fishbowl-Format wählen.

So profitieren alle von der Themenkompetenz Einzelner: die Pecha-Kucha-Präsentation

Sie möchten Mitarbeiter dazu motivieren, Wissen zu teilen? Dann ist ein Pecha-Kucha-Vortrag das perfekte Format. In 6 Minuten und 40 Sekunden erläutert ein Vortragender anhand von 20 Bildern, die jeweils nicht mehr als 20 Sekunden gezeigt werden dürfen, jeweils eine Thematik. Aus mehreren Pecha-Kucha-Vorträgen kann auch ein kompletter Workshop gestrickt werden, wenn an die einzelnen Präsentationen noch eine kurze Diskussion angeschlossen ist.

Pecha Kucha eignet sich auch besonders gut als regelmässige Veranstaltung, bei der jeweils ein Mitarbeiter bestimmte Aspekte einer Thematik aufarbeiten und vorstellen kann, die ihm oder ihr besonders am Herzen liegen. Allerdings steht nicht jedem potenziell Vortragenden genug Bildmaterial zur Verfügung. Erstellen Sie deshalb ein kurzes Handout, auf dem das Format erläutert wird und Links zu kostenfrei nutzbaren beziehungsweise Ihrem Unternehmen zugänglichen Bilddatenbanken gelistet sind. Reservieren Sie einen Raum mit der entsprechenden Technologie als regelmässigen wöchentlichen Anlaufpunkt.

Einzelvorträge statt Konferenzen sparen Budget und Zeit: der "TED"-Talk. (Bild: Riccardo Piccinini / Shutterstock.com)

Einzelvorträge statt Konferenzen sparen Budget und Zeit: der „TED“-Talk. (Bild: Riccardo Piccinini / Shutterstock.com)

Einzelvorträge statt Konferenzen sparen Budget und Zeit: der „TED“-Talk

Sie möchten externe Referenten einladen, ohne gleich ein Gross-Event daraus zu machen? Dann lassen Sie sich doch von der Online-Plattform TED inspirieren und die Referenten einzeln zu einem maximal 18-minütigen Vortrag mit anschliessender Diskussion kommen, statt gleich eine ganze Konferenz mit mehreren Rednern zu organisieren. Auf diese Weise reduziert sich der Zeitaufwand auf etwa eine Stunde und Sie können das Mini-Event bequem innerhalb des Unternehmens stattfinden lassen.

Indem Sie den Vortrag mitschneiden und auf Ihrem Unternehmensblog online stellen, generieren Sie ausserdem noch Mehrwert und multiplizieren die Zuhörerschaft quasi ins Unendliche. Achten Sie dann aber darauf, dass der Vortragende mit der Publikation einverstanden ist, und lassen Sie sich die entsprechenden Nutzungsrechte vertraglich zusichern. Am effektivsten in dieser Hinsicht ist ein Standardformular, das immer bereitliegt und vom Referenten nur noch unterschrieben werden muss.

Brainstorming mal anders: „Lightening Talks“ als Projektvorstellung

Im Prinzip ist ein Lightening Talk nichts anderes als eine Kurzpräsentation von nicht mehr als fünf bis zehn Minuten Dauer. Das Besondere daran: Es werden explizit keine sorgfältig ausgearbeiteten Konzepte oder mit Datenmaterial untermauerten Aussagen erwartet. Stattdessen dient dieses Format dazu, Work-in-Progress vorzustellen, Zwischenstände zu kommunizieren, offene Fäden zu skizzieren, Mitarbeit zu initiieren oder spontan aufgekommene Projekte zu umreissen. Der Lightening Talk lebt dabei von Spontanität und Prozessdynamik; ausgefeilte PowerPoint-Präsentationen sind ausdrücklich nicht erwünscht.

Lightening Talks sind deshalb eher projektgebunden und keine regelmässigen Veranstaltungen, können aber von Teamleitern ausgezeichnet als Sprungbretter für effektive Brainstorming-Sessions genutzt werden, um alle Teilnehmer auf den gleichen Stand zu bringen.

Bei aller Effizienz sollte dennoch gelten: Die Form folgt dem Inhalt

Bei aller Experimentierlust mit Mikro-Event-Formaten sollten doch nur die Themen und Projekte zum Gegenstand gemacht werden, die sich auch für die Minipräsentationen eignen. Nachhaltiges Meeting-Design bedingt auch, Inhalten gerecht zu werden. Einige Themen sind einfach zu komplex und müssen von zu vielen Seiten beleuchtet werden, um in einen der voranstehenden Rahmen zu passen. Es bringt nichts, kompetente Referenten dazu zu zwingen, ihre Aussagen auf eine Länge zu reduzieren, die weder sie noch ihr Publikum zufriedenstellt, oder weniger Back-up-Material zu präsentieren, als sie eigentlich für nötig halten. Sprechen Sie deshalb mit dem Referenten das Vortragsformat ab, statt es ihm als unabänderlich zu präsentieren.



 

Oberstes Bild: © Corepics VOF – Shutterstock.com


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