Erlebnisse und aktive Gestaltung auf Events – und warum sie so wichtig sind

01.05.2014 |  Von  |  Geschäftlich
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Ein Event steht an – also genau der richtige Zeitpunkt, um Ihr Unternehmen in den Mittelpunkt zu rücken und den Kunden zu zeigen: Wir sind da. Leider stimmt das aber nicht ganz, denn eigentlich sind Sie bei jedem Event „nur“ der Zuschauer. Warum das so ist, zeigen wir Ihnen gerne.

Sie sind der Gastgeber




Nehmen wir an, Sie stellen ein neues Produkt vor, für welches sich die Besucher des Events wahrscheinlich begeistern werden. Sie könnten bei der Eventplanung jetzt sehr schnell zum Schluss kommen, dass das alles sehr einfach zu organisieren sei. Sie stellen sich auf eine Bühne und preisen das genannte Produkt an: technische Daten, Vorteile bei der Nutzung, günstige Betriebskosten und was Ihnen sonst noch alles einfällt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Sie toben sich innerlich schon bei der Organisation vollkommen aus.

Allerdings vergessen Sie dabei, dass Präsentationen dieser Art nur selten etwas anderes als gähnende Gesichter zurücklassen. Sobald Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter auf der Bühne stehen und sich in zwar nützlichen, aber letztendlich auch an anderen Stellen nachlesbaren Informationen verlieren, haben Sie auch Ihre Kunden verloren. Der Kunde ist König, lautet die alte Weisheit – und sie hat auch im Jahr 2014 nichts von ihrer Gültigkeit verloren.

Sie wollen kein Produkt verkaufen!

Und das gilt auch auf Veranstaltungen, welche Sie eigentlich nur abhalten, um tatsächlich etwas zu verkaufen. Sie dürfen das Event aber unter keinen Umständen so nennen: Verkaufsveranstaltungen haben den bitteren Beigeschmack von Kaffeefahrten und ähnlichen „Events“. Wenn Ihre Gäste bereits im Vorfeld wissen, dass sie Ihre Veranstaltung nur besuchen, um Geld loszuwerden, ist eine negative Grundstimmung sofort geweckt. Über Preise von Produkten oder Dienstleistungen sollten Sie daher am besten kein Wort verlieren, denn das können die Besucher später auch noch alleine herausfinden.

Stattdessen sollte es Ihr Ziel sein, ein wirklich einmaliges Erlebnis zu vermitteln. Letztendlich sind Events dieser Art nur eine andere Form der Werbung. Die allermeisten anderen Marketingvarianten funktionieren nur in eine Richtung: Sie kommunizieren, der Kunde hört zu; das gilt für das Internet, Radio, Fernsehen, Printmedien und so weiter. Auf einer Messe beispielsweise haben Sie jedoch die einmalige Möglichkeit, die Kommunikation in beide Richtungen stattfinden zu lassen – also nutzen Sie sie!

Lernen Sie den Austausch

Natürlich leiten Sie Ihr eigenes Event. Sie dürfen also eine solche Veranstaltung nicht derart ausarten lassen, dass zahlreiche Gäste das Zepter in die Hand nehmen und Sie nur noch eine Nebenrolle spielen. Hin und wieder dürfen Sie die Besucher aber gerne mit in das Geschehen einbinden. Ein Beispiel dazu kann etwa der Verkauf von Autoteilen sein: Sie beginnen die Präsentation mit einer Anekdote, wie Sie vor einigen Tagen irgendwo in den Bergen auf sich allein gestellt einen Reifenwechsel vornehmen mussten. „Wer da schon einmal war, kennt die Stelle sicher.“ Und dann werden Sie vielleicht einige nickende Köpfe oder lächelnde Gesichter sehen, das Eis ist gebrochen.

Sie haben jetzt mit nur einem Satz – auch wenn er nur ein Beispiel war – einen Kontakt mit dem Publikum hergestellt. Gleichzeitig sagen Sie damit: Hey, ich bin kein grosses, graues Unternehmen, das sich in einem Betonbau versteckt. Ich bin ein Mitarbeiter wie Sie und Ihr Nachbar. Das schafft Sympathien und Kundenbindung auch abseits von Social Networks & Co. Natürlich sind Sie nicht auf einem solchen Event, um Freunde zu finden – aber Sympathien sorgen automatisch für bessere Verkäufe. Indirekt, durch den Einsatz von ein wenig Kommunikation und Freundlichkeit, haben Sie also Ihr Ziel erreicht und gleichzeitig etwas für das Image des Unternehmens getan – mit nur einem Satz.






Binden Sie Ihre Besucher also unbedingt in das Geschehen ein – je intensiver, desto besser. (Bild: CoraMax / Shutterstock.com)

Binden Sie Ihre Besucher also unbedingt in das Geschehen ein – je intensiver, desto besser. (Bild: CoraMax / Shutterstock.com)





Aktivismus ist gefragt!




Binden Sie Ihre Besucher also unbedingt in das Geschehen ein – je intensiver, desto besser. Wer anfasst, sieht, erlebt, fühlt oder auch schmeckt (vielleicht sind Sie ja auch Koch), erinnert sich automatisch sehr viel besser an das Gesehene. Ein Event, das praktisch nur aus einer grossen PowerPoint-Präsentation und einigen Informationsmaterialien in den Händen besteht, hat jeder Gast schon viel zu häufig erlebt. Teilnehmer wollen probieren, sofern Sie Ihnen die Chance dazu bieten. „Mit unseren neuen Taschenlampen können Sie auf Reisen auch die dunkelsten Höhlen erforschen.“ Dieses Versprechen ist schön und gut – aber wieso drücken Sie nicht einfach jedem Interessenten ein Exemplar in die Hand?




Nicht unterschätzen dürfen Sie dabei auch den Gemeinschaftseffekt: Wenn sich Ihre Besucher über die positiven Erlebnisse mit Ihren Produkten während des Events austauschen, potenziert sich das Erlebte sofort. Produkte, die erst nur gut waren, erscheinen nach fünf weiteren positiven Meldungen sehr gut, später hervorragend, anschliessend exzellent und unverzichtbar. Dadurch wird natürlich auch unerwünschte negative Kritik im Keim erstickt. Es bleibt also festzuhalten, dass Sie unbedingt aktive, erlebnisorientierte Veranstaltungen führen müssen, denn passives Erleben führt nur dazu, dass Sie früher oder später in der Versenkung verschwinden.

 

Oberstes Bild: © lathspell – Shutterstock.com



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