Hochseilgärten: Klettern für den Teamerfolg

18.11.2014 |  Von  |  Outdoor

Für Teambuilding-Events gibt es ganz unterschiedliche Konzepte. Klassische Workshops mit Gruppenübungen und Business-Atmosphäre sind dafür längst nicht mehr der Königsweg. Besonders beliebt bei den Mitarbeitern und auch bei vielen Chefs sind natürlich Veranstaltungen, die auch einen hohen Spassfaktor zu bieten haben. 

Ein Klettertag im Hochseilgarten ist eine Event-Idee, von der die Teilnehmer in beiden Dimensionen etwas haben. Es geht dabei um Team- und Selbsterfahrung, um Kollaboration und vor allem um den Aufbau von Vertrauen. Auch spielerische Elemente, Wettbewerb und Spass kommen dabei nicht zu kurz.

Falls Ihr Team einige kommunikative oder kollaborative Schwierigkeiten hat, kann die gemeinsame Aktivität Blockaden lösen, die bisher dem Teamerfolg entgegenstanden.

Warum Teambuilding im Hochseilgarten?

Unabhängig von seinem konkreten Ort funktioniert ein Teambuilding-Event im Hochseilgarten nach einem einheitlichen Grundprinzip: Der Kletterparcours verläuft in bis zu 15 Metern Höhe und oft in den Wipfeln alter Bäume. An verschiedenen Stationen müssen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen. Natürlich arbeiten sie dafür in der Gruppe, möglicherweise stehen sie dabei auch im Wettbewerb zu einem anderen Team. Gefordert sind Teamgeist, Konzentration und sicher auch die Überwindung von etwas Höhenangst. Natürlich wird jeder Teilnehmer gesichert und die Mitarbeiter der Hochseilgärten passen auf, dass nichts passieren kann. Meist leisten sie für das Event nicht nur technischen Support, sondern sind selbst erfahrene Trainer.

Strategiearbeit, Motivation und „Challenge by Choice“

Eine körperliche und geistige Herausforderung sind die Teamübungen im Hochseilgarten auf jeden Fall. Sie beginnen mit einer ausführlichen Einweisung in das Klettern und Sichern sowie die Aufgabenstellungen auf dem Parcours. Danach ist die Gruppe auf sich allein gestellt. Die Trainer greifen nur dann ein, wenn die Teilnehmer bei der Lösung einer Aufgabe offensichtlich Hilfe brauchen oder jemand sich in einer Notsituation befindet. Die Mitglieder der Gruppe müssen zur Überwindung des Parcours und zur Lösung der vorgegebenen Aufgaben eine gemeinsame Strategie entwickeln, sich gegenseitig motivieren und natürlich auch praktisch unterstützen.

Dabei gilt das Prinzip der „Challenge by Choice“: Wer sich eine Station tatsächlich nicht zutraut – beispielsweise wegen körperlicher Limits oder allzu grosser Höhenangst –, ist zum Absolvieren dieser Aufgabe selbstverständlich nicht verpflichtet. Die Gruppe muss hierfür Verständnis haben und gegebenenfalls alternative Lösungsansätze entwickeln, um die Aufgabe doch noch zu erfüllen.

Kommunikation, Vertrauen, aktive Unterstützung

Jeder Teilnehmer muss auf seinem Weg über den Parcours sowohl selber klettern als auch seine Kollegen sichern. Diese Zusammenarbeit sorgt für den Aufbau sowie die unmittelbare Erfahrung von Vertrauen. Auch ohne Kommunikation und aktive gegenseitige Unterstützung lassen sich die Aufgaben auf dem Höhenweg nicht lösen. Vielleicht finden dabei Teammitglieder, zwischen denen offene oder unterschwellige Konflikte herrschen, sogar eine neue Basis miteinander. Entscheidend ist, dass die positiven Erfahrungen aus diesem Training auch Eingang in den Alltag der Arbeitsgruppe finden. Idealerweise nehmen sich die Teilnehmer auch Zeit für eine ausführliche Nachbereitung.



Hochseilgärten in der Schweiz

Hochseilgärten gibt es in der Schweiz inzwischen in grösserer Anzahl und in allen Regionen. Ihren Besuchern bieten sie meist mehrere unterschiedliche Parcours, so dass die Gruppen zwischen verschiedenen Aufgabenprofilen und Schwierigkeitsgraden wählen können. Der allererste Schweizer Hochseilgarten ist übrigens Point Sud im Kanton Wallis, dessen Besucher in einem Hochwald und vor einer eindrucksvollen Bergkulisse klettern.

 

Oberstes Bild: © Pavel Ilyukhin – shutterstock.com


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