Arosa ClassicCar: 180 Klassiker jagen über 76 Kurven
von belmedia Redaktion Auto Berge Draussen Events events24.ch Graubünden Magazine Motorsport motortipps.ch nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport sportaktuell.ch Sportwagen Themen Verkehr Ⳇ Verbreitung
In Arosa dröhnen seit Freitagmorgen wieder die Motoren. Bei der 22. Arosa ClassicCar haben um 8.15 Uhr die ersten Trainingsfahrten begonnen. Rund 180 historische Renn- und Sportfahrzeuge nehmen die spektakuläre 7,3 Kilometer lange Strecke von Langwies nach Arosa unter die Räder. 76 Kurven, 422 Höhenmeter und sogar eine Bergabpassage machen das traditionsreiche Bergrennen zu einem der aussergewöhnlichsten Motorsportanlässe der Schweiz.
Nach dem Dorfcorso vom Donnerstagabend beginnt damit am Freitag der eigentliche Fahrbetrieb. Über den gesamten Tag verteilt stehen für die drei Rennfelder jeweils zwei Trainingsläufe auf dem Programm.
Die gewerteten Rennläufe folgen am Samstag und Sonntag.
180 Fahrzeuge aus fast einem Jahrhundert
Das Teilnehmerfeld ist auch 2026 hochkarätig besetzt. Insgesamt gingen rund 220 Nennungen ein, obwohl lediglich etwa 180 Startplätze zur Verfügung stehen.
Zu sehen sind historische Renn- und Sportwagen aus fast einem Jahrhundert Motorsportgeschichte.
Neu gibt es in diesem Jahr ein eigenes Feld für Vorkriegsfahrzeuge. Daneben treten die Fahrzeuge in unterschiedlichen Kategorien von Gleichmässigkeitsprüfungen bis zu den eigentlichen Competition-Klassen an.
Die Strecke selbst gehört zu den grossen Besonderheiten des Anlasses. Zwischen Langwies und Arosa müssen auf nur 7,3 Kilometern 76 Kurven bewältigt werden.
Dabei steigen die Fahrzeuge insgesamt 422 Höhenmeter auf. Gleichzeitig enthält die Strecke eine rund 1,2 Kilometer lange Bergabpassage – eine Besonderheit unter den Schweizer Bergrennen.
Porsche kündigt Weltpremiere an
Am Freitag gibt es neben den Trainingsfahrten noch einen zusätzlichen Höhepunkt.
Porsche Schweiz will bei der Arosa ClassicCar eine neue Sonderedition erstmals öffentlich präsentieren. Das Fahrzeug soll direkt auf der Bergrennstrecke gezeigt werden.
Am Steuer sitzt Markenbotschafter und ehemaliger Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister, der die Neuheit im Rahmen einer Premierenfahrt von Langwies Richtung Arosa bewegen wird.
Welches Fahrzeug genau präsentiert wird, haben die Veranstalter im Vorfeld bewusst nicht bekanntgegeben.
Damit verbindet die ClassicCar historische Motorsportgeschichte mit einer aktuellen Fahrzeugpremiere.
Trainings bis am späten Nachmittag
Das erste Rennfeld ist am Freitag von 8.15 bis 9.05 Uhr unterwegs. Das zweite folgt von 9.25 bis 10.20 Uhr, das dritte von 11.25 bis 12.15 Uhr.
Am Nachmittag beginnt die zweite Trainingsrunde. Die letzten Fahrzeuge sollen bis gegen 17.35 Uhr auf der Strecke sein.
Am Samstag beginnen zur gleichen Zeit die ersten gewerteten Rennläufe. Zwei weitere Durchgänge folgen am Sonntag, ehe nach Rennschluss die Rangverkündigung stattfindet.
Besucher können zudem beide Fahrerlager kostenlos betreten und die historischen Fahrzeuge aus nächster Nähe betrachten.
Strasse zwischen Langwies und Arosa mehrfach gesperrt
Das Bergrennen hat gleichzeitig grosse Auswirkungen auf den Verkehr.
Die Schanfiggerstrasse zwischen Langwies und Arosa wird während der Trainings- und Rennläufe mehrfach vollständig gesperrt. Für Verkehrsteilnehmer sind teilweise längere Wartezeiten möglich.
Die genauen Zeitfenster und Hinweise für die Anreise sind im Beitrag über die Verkehrsbehinderungen während der Arosa ClassicCar zusammengefasst.
Zwischen den Rennblöcken wird die Strecke jeweils kurzzeitig wieder für den Individualverkehr geöffnet.
Für Motorsportfans steht an diesem Wochenende jedoch vor allem das Spektakel im Mittelpunkt. Seit Freitagmorgen ist die Schanfiggerstrasse wieder Rennstrecke – und rund 180 Klassiker kämpfen sich durch 76 Kurven hinauf nach Arosa.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert