Tag des Denkmals auf Burg Ehrenberg: Hoher Stock nach Sanierung neu eröffnet

Rund 250 Gäste feierten bei strahlendem Sonnenschein die Eröffnung des sanierten „Hohen Stocks“ – ein weiterer Meilenstein in der Erhaltung und Erforschung der Burgruine Ehrenberg.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Rund 250 Gäste feierten die Eröffnung des sanierten „Hohen Stocks“ auf Burg Ehrenberg.
  • Die Sanierung soll einen wichtigen Teil der regionalen Identität für kommende Generationen bewahren.
  • Bundesdenkmalamt und Burgenforscher Joachim Zeune begleiten die Arbeiten denkmalpflegerisch und burgenkundlich.
  • Rund 1.000 Tonnen gewonnene Steine wurden von der Bauhütte Ehrenberg aufbereitet und wieder vermauert.
  • Ein Barockkonzert des Ensembles Scaramouche gehörte zu den Höhepunkten des Festtages.

Im Mittelpunkt stand nicht allein die Fertigstellung eines aussergewöhnlichen Sanierungsprojekts, sondern die Aufgabe, einen wichtigen Teil der Identität der Region für kommende Generationen zu erhalten und damit ein Stück Heimat zu bewahren. Der „Hohe Stock“ macht wieder sichtbar, welche Dimension und Mächtigkeit die einstige landesfürstliche Burg besass und welche Bedeutung Ehrenberg als prägendes Landschaftszeichen im Talkessel von Reutte hatte.






Bei allen Sanierungsmassnahmen wird grosser Wert auf eine denkmalpflegerische und burgenkundliche Begleitung durch das Bundesdenkmalamt sowie Burgenforscher Joachim Zeune gelegt, um die Authentizität zu gewährleisten. Dadurch werden wertvolle Erkenntnisse zur Baugeschichte und früheren Nutzung der Burg gewonnen und die ursprüngliche Funktion der Burg wird für die Besucher besser nachvollziehbar.

Eine tragende Säule der Sanierungsarbeiten ist das Team der Bauhütte Ehrenberg, welches beim „Hohen Stock“ wiederum enorme Mengen an Verschüttmaterial händisch ausgegraben, sowie rund 1.000 Tonnen gewonnene Steine aufbereitet und wieder vermauert hat. Der Bauhütte Ehrenberg gebührt besonderer Dank und grosser Respekt für diese körperlich anspruchsvolle Arbeit und das handwerkliche Können.

Die heimische Firma Holzbau Saurer errichtete fachkundig und professionell die Decken und den Walmdachstuhl und dadurch blieb die Wertschöpfung in der Region. So konnte im Dachgeschoss des „Hohen Stocks“ die erste Feier seit der Versteigerung der Festungsanlagen im Jahr 1782 stattfinden. Die Festgesellschaft zeigte sich beeindruckt von den geschaffenen Räumen und vom spektakulären Ausblick auf die highline179 und die umliegende Landschaft.



Die Grussworte von Reuttes Bürgermeister und Vereinsobmann Günter Salchner, Florian Saurer (Holzbau Saurer), Ronald Petrini (TVB Naturparkregion Reutte), Alexander Oberlechner (Bundesdenkmalamt) sowie dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Landesgedächtnisstiftung und Alt-Landeshauptmann Herwig van Staa würdigten das Projekt und die Sanierungsarbeiten auf der Burgruine Ehrenberg.

Ermöglicht werden die Erhaltungsmassnahmen durch die Unterstützung der Landesgedächtnisstiftung, der Kulturabteilung des Landes Tirol, des Bundesdenkmalamts, der Stadt Reutte, des TVB Naturparkregion Reutte, des Ehrenberg Liners sowie durch Eigenmittel des Vereins Burgenwelt Ehrenberg.

Einen besonderen Höhepunkt bildete das vom Bankhauses Jungholz unterstützte, hochkarätige Barockkonzert des Ensembles Scaramouche. Im Zentrum stand als „musikalischer Zeitzeuge“ ein Violoncello piccolo, das der Reuttener Geigenbauer Anthony Hauser 1796 gefertigt hatte.

Für das leibliche Wohl sorgte der Gasthof Salzstadl, während die Schönegger Käse-Alm Käsespezialitäten, darunter den bekannten Ehrenberg Käse, spendierte. Die Landsknechte und Flintenweiber zu Ehrenberg, die Kaiserlichen zu Füssen sowie In Quantum Prost brachten zusätzlich Leben und Farbe in die historischen Ruinenmauern und sorgten für einen stimmungsvollen Ausklang des Festtages.



 

Quelle: Tirol Werbung
Bildquellen: Bild 1: Schian.at; Bild 2,3,4,6,7: Burgenwelt Ehrenberg; Bild 5: Landsknechte und Flintenweiber zu Ehrenberg

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