Schwingsaison 2026: Wer stoppt Fabian Staudenmann?

Die Schwingsaison 2026 geht in ihre entscheidende Phase – und ein Name steht derzeit klar über allen anderen: Fabian Staudenmann. Der Berner hat in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Serie hingelegt, fünf Kranzfeste in Folge gewonnen und sich damit zum grossen Favoriten für den Kilchberger Schwinget am 5. September gemacht. Doch hinter ihm lauern mehrere starke Konkurrenten, und gerade im Schwingen kann ein einziger Gang die ganze Ausgangslage verändern.

Die Bergfestsaison ist inzwischen abgeschlossen. Staudenmann gewann zuletzt auf der Schwägalp und bestätigte damit seine aussergewöhnliche Form. Zuvor hatte er bereits auf der Rigi triumphiert und beim Brünig-Schwinget den Sieg mit Armon Orlik, Werner Schlegel und Matthieu Burger geteilt. Mit seinem Erfolg auf dem Brünig gelang ihm zudem etwas Besonderes: Staudenmann hat nun jedes der sechs grossen Bergkranzfeste mindestens einmal gewonnen.

Die Saison ist damit aber noch lange nicht entschieden. Das grosse Ziel aller Spitzenschwinger ist der Kilchberger Schwinget, der nur alle sechs Jahre stattfindet und am 5. September die besten 60 Schwinger des Landes zusammenführt.

Staudenmann ist derzeit der Mann, den es zu schlagen gilt

Fabian Staudenmann hat sich 2026 in eine Ausgangslage gebracht, die kaum besser sein könnte. Auf der Schwägalp bezwang er Lars Zaugg im Schlussgang bereits nach wenigen Sekunden und feierte damit seinen fünften Kranzfestsieg in Serie. Zuvor hatte er auf der Rigi gewonnen und am Bernisch-Kantonalen im Wankdorf triumphiert.

Seine Stärke liegt derzeit vor allem in der Konstanz. Selbst wenn ein Gang nicht optimal verläuft, findet Staudenmann im Verlauf eines Fests fast immer einen Weg zurück an die Spitze. Genau diese Fähigkeit macht ihn für den Kilchberger besonders gefährlich.

Wie offen der Kampf um den prestigeträchtigen Saisonhöhepunkt trotz Staudenmanns starker Form bleibt, zeigt auch der Belmedia-Beitrag über die Favoriten beim Kilchberger Schwinget 2026 und die grössten Herausforderer von Fabian Staudenmann.

Armon Orlik bleibt der grosse Herausforderer

Schwingerkönig Armon Orlik gehört weiterhin zu den wichtigsten Gegenspielern. Der Bündner gewann unter anderem das Glarner-Bündner und das Bündner-Glarner Kantonalschwingfest und teilte sich auf dem Brünig den Sieg.

Dort stand er Staudenmann gleich zweimal gegenüber. Beide Duelle endeten gestellt. Das zeigt, wie eng die Spitze weiterhin beisammenliegt.

Alpiger und Schlegel ebenfalls in starker Form

Auch Nick Alpiger hat 2026 mehrere deutliche Zeichen gesetzt. Der Aargauer gewann den Weissenstein-Schwinget und zuletzt auch das Nordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil. Dort setzte er sich mit deutlichem Vorsprung durch.

Werner Schlegel gehörte ebenfalls lange zu den formstärksten Nordostschweizern. Er gewann das St. Galler Kantonalschwingfest, den Stoos-Schwinget und das Nordostschweizer Schwingfest. Eine Innenbandverletzung bremste ihn zuletzt allerdings etwas.

Samuel Giger bleibt die grosse Unbekannte

Besonders spannend ist die Situation bei Samuel Giger. Der Thurgauer musste wegen einer Schulterverletzung auf mehrere wichtige Feste verzichten, darunter auch auf die Schwägalp.

Sein letzter Wettkampf datiert vom Luzerner Kantonalschwingfest Ende Mai. Trotzdem bleibt Giger für den Kilchberger ein Faktor. Er reist als Titelverteidiger an und besitzt genügend Erfahrung und Qualität, um auch ohne perfekte Vorbereitung ganz vorne mitzumischen.

Was kann bis Saisonende noch passieren?

Der Kilchberger Schwinget wird die Saison 2026 entscheidend prägen. Ein Sieg dort besitzt wegen der Seltenheit und der starken Besetzung enorme Bedeutung. Staudenmann reist als Favorit an, doch Orlik, Alpiger, Schlegel und möglicherweise auch Giger haben realistische Chancen.

Dazu kommen junge Herausforderer wie Sinisha Lüscher oder Lukas Bissig, die in dieser Saison mehrfach gezeigt haben, dass sie mit den Besten mithalten können.

Die Ausgangslage ist deshalb klar: Staudenmann ist aktuell der stärkste Schwinger der Saison – entschieden ist aber noch gar nichts. Der Kilchberger kann die Rangordnung nochmals komplett verändern und einem anderen Athleten den grössten Triumph des Jahres bescheren.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Titelbild: KI-Bild

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