Der Junggesellenabschied

04.03.2014 |  Von  |  Privat
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Der Junggesellenabschied
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Nicht immer sind es die Hauptpersonen eines Events, die die Planung desselben übernehmen. So auch bei einem Junggesellenabschied. In diesem speziellen Fall kann es mitunter sogar vorkommen, dass besagte „Junggesellen“ nicht einmal darüber informiert sind, ob überhaupt ein Junggesellenabschied stattfindet; geschweige denn wann. Und eben darin liegt häufig auch der Reiz für die übrigen Beteiligten!

Sinnvollerweise liegt es mit Blick auf die Organisation eines Junggesellenabschiedes allerdings nahe, dem „Star“ des Ganzen zumindest im Vorfeld anzuraten, sich einen bestimmten Termin frei zu nehmen und sich auf etwas Spezielles vorzubereiten. Unter Umständen bietet es sich dafür freilich auch an, gleich ein ganzes Wochenende einzuplanen. Denn die Zeit vor einer Ehe ist mitunter doch die schönste und sollte daher so intensiv wie möglich ausgekostet werden; selbstverständlich nur in „bester“ Gesellschaft. 



Wenn Freunde und Verwandte heimlich aktiv werden

Bei einem Junggesellenabschied darf bzw. sollte man es gut und gerne auch mal so richtig krachen lassen. Nach altem Brauch liegt schliesslich darin der Sinn des Ganzen. Wenn man bedenkt, dass nicht jeder Mann in seinem künftigen Eheleben die sprichwörtlichen Hosen anhaben wird, so ist zumindest im Vorfeld „Handlungsbedarf gefragt“ …

Viele gute Gründe also für Freunde, Verwandte und Bekannte des künftigen Bräutigams, um sich im Vorfeld kräftig ins Zeug zu legen und ein paar denkwürdige bzw. lustige und zugleich actionreiche Dinge zu planen. Idealerweise veranstaltet man zu diesem Event etwas besonders „Männliches“. „Weibliches Drumherum“ ist daher nur bedingt gestattet bzw. erwünscht. Dieses traditionelle Ansinnen darf sich allerdings zu späterer Stunde durchaus gerne ändern!

Meist startet ein Junggesellenabschied um die Nachmittagszeit. Der Bräutigam in spe wird von seinen männlichen Freunden und allen Herrschaften, die es gut mit ihm meinen, von daheim abgeholt. In der Regel werden im Vorfeld spezielle Outfits oder Verkleidungen vorbereitet, die der Noch-Junggeselle sodann anzuziehen hat. Auf diese Weise ist der „arme Kerl“ schon von Weitem erkennbar. Ein Aspekt, der ihm die bevorstehenden Aufgaben durchaus erleichtern könnte. Denn schon bald nach dem Umkleiden geht es ans Eingemachte: Es müssen Aufgaben bewältigt oder besondere Herausforderungen gemeistert werden, wie zum Beispiel:




  • die Treppen des Rathauses vor Ort fegen und warten, bis eine „Jungfrau“ ihn durch einen Kuss von dieser Arbeit erlöst
  • Schuhe der vorbeigehenden Passanten putzen
  • in der Innenstadt Unterschriften für unterschiedliche Zwecke sammeln
  • seltsame Dinge verkaufen, um von dem Erlös ein paar Schweizer Franken für die bevorstehende Party beisteuern zu können

Sind alle Aufgaben zur Zufriedenheit aller erledigt, folgt die Belohnung. Dies können ausgefallene – typisch männliche – Specials sein. Unter anderem:



  • eine Motorrad-Tour mit den Freunden
  • ein Hubschrauber-Rundflug
  • eine Quad-Tour
  • eine Bergtour zur nächsten Alm-Hütte

Alternativ erfreut es sich einer ebenso grossen Beliebtheit, mit allen Beteiligten einen Kneipenbummel durch die Strassen der Stadt zu unternehmen. Vielleicht ein Abstecher in ein Casino, einen Club oder eine Bar … – diesbezüglich müssen der männlichen Phantasie übrigens keine Grenzen gesetzt sein.





Stretch-Limousine-Karen-Grigoryan-shutterstock.com

Ein echtes Highlight ist es freilich, beim Junggesellenabschied in einer Stretch-Limousine durch die Strassen zu cruisen. (Bild: Karen Grigoryan / shutterstock.com)

Ein echtes Highlight ist es freilich, beim Junggesellenabschied in einer Stretch-Limousine durch die Strassen zu cruisen. Dabei das eine oder andere Glas Sekt oder Champagner sowie eine klassische Havanna-Zigarre – und schon kommen die Herren der Schöpfung allesamt noch mehr in Stimmung. Schliesslich ist der Abend noch lang, und niemand weiss, wie er endet.

Getreu dem Motto: „Mann sollte die Feste feiern, wie sie fallen“, könnte man die noch verbleibende Zeit bis zur Hochzeit nutzen, um den Junggesellenabschied über mehrere Tage hinweg zu zelebrieren. Ein Trip in die typischen Party-Hochburgen, in die die Schweizer ohnehin gerne reisen, zum Beispiel nach Ibiza, Mallorca und Co., bietet sich unter diesen Voraussetzungen geradezu an. Hier darf gefeiert werden bis zum Morgengrauen, und schon am nächsten Tag geht es fröhlich weiter. Alles das fernab der Verlobten – versteht sich!

Das Schöne an einem Junggesellenabschied ist, dass der künftige Bräutigam vor dem „Einlaufen in den Hafen der Ehe“ sein Leben als Unverheirateter noch in vollen Zügen geniessen kann bzw. darf. Wenn sich seine Freunde im Vorfeld dieses Spektakels so richtig „ins Zeug gelegt“ und sich einiges haben einfallen lassen, wird man nur allzu gerne auch noch nach vielen Jahren an diese aufregende Zeit zurückdenken. Was gibt es Schöneres?

Alte Traditionen stets im Blick

Nach altem Brauch stellte sich im Rahmen eines Junggesellenabschiedes mitunter noch heraus, ob die Auserwählte tatsächlich die richtige ist – oder nicht. In diesem Zusammenhang nimmt die alte Weisheit „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet“ einen höchst denkwürdigen Stellenwert ein. Wer weiss schliesslich, wem man in der Nacht des Junggesellenabschiedes noch über den Weg laufen wird?

Aber wie gut, dass sich die Zeiten ändern und der moderne Mann von heute zumeist sehr wohl weiss, wie schön und vielversprechend die Ehe an sich sein kann. Gleichwohl ist die Tatsache von Belang, dass der Junggeselle gerade am Tag seines „Abschiedes“ aus seinem bisherigen Leben als Alleinstehender erfährt, wie gut es tut, sich auf seine Freunde und Verwandten verlassen zu können.

Folglich ist also der Junggesellenabschied ein wundervoller Anlass zum Feiern und Spass haben – ohne Frage! Andererseits ist es im Übrigen auch der künftigen Braut zu können, sich von ihren Freundinnen zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis „entführen“ und mit ihnen nach Herzenslust Spass zu haben. Erlaubt ist eben immer, was beiden gefällt!



 

Oberstes Bild: © Kzenon – shutterstock.com

Über Sandra Katemann

Sandra Katemann ist ausgebildete Bürofachwirtin im Personal- und Rechnungswesen, Werbetexterin und Coach und seit 2006 freiberuflich tätig. Sie verfügt über umfassendes Know-how in Sachen Marketing, Personalwesen, Redaktion, Konzeption, Presse- und Textarbeit.


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