Brotbacken lernen im Brotbackkurs: Gesund, lecker, vielseitig

02.06.2014 |  Von  |  Familie, Privat
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Brotbacken lernen im Brotbackkurs: Gesund, lecker, vielseitig
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Im Zuge der Globalisierung und des technischen Fortschrittes sowie eines Überangebotes und der ständigen Verfügbarkeit von Nahrung in vielen Teilen der Welt scheinen viele Menschen vergessen zu haben, dass Brot auch selbst herstellbar ist. An selbst gebackenem Brot kann man sich nicht nur während der Herstellung erfreuen, sondern auch beim Verzehr. Nur bei selbst gebackenem Brot herrscht Gewissheit über sämtliche Zutaten, darüber hinaus schmeckt es einfach himmlisch gut.

Eventdienstleister bieten Brotbackkurse an, die Aufschluss über die Brottradition geben und das benötigte Wissen vermitteln, um selbst Brot backen zu können. Ideal geeignet für ein Picknick im Grünen, zum Frühstück oder einfach zwischendurch. Unser Ratgeber klärt auf, wobei Sie bei der Auswahl eines Brotbackkurses unbedingt achten sollten.



Brotbacken als Handwerkskunst mit Tradition: Anfänge der Brotherstellung vor etwa 30’000 Jahren

Das Brotbacken ist eine Handwerkskunst mit langer Tradition. Ihren Anfang nahm sie schon vor etwa 30’000 Jahren, als Menschen im heutigen Russland und der heutigen Tschechischen Republik damit begannen, Getreide zu mahlen und zu verarbeiten. Vor 10’000 Jahren diente dann der systematische Getreideanbau zur Nahrungsversorgung. Ursprünglich war dieses Brot jedoch eher eine breiartige Masse. Erst mit der Entwicklung primitiver Backöfen konnte Brot hergestellt werden, wie wir es heute kennen.

Auch das Wissen über die Verwendung von Hefe brachte neue Möglichkeiten bei der Brotherstellung mit sich. Wissenschaftler fanden heraus, dass zwischen dem zweiten und dritten Jahrhundert v. Chr. im alten Ägypten bereits mehr als 30 unterschiedliche Brotvariationen bekannt waren. Diese Rezept verbreiteten sich später über das Römische Reich und Griechenland weiter. Die Brotproduktion wurde durch technische Errungenschaften kontinuierlich weiterentwickelt. Und auch heute noch ist Brot ein elementares Grundnahrungsmittel, da vergleichsweise einfach herstellbar, sättigend und gesund.

Welche Leistungen umfasst ein typischer Brotbackkurs und wie lange dauert er?



Ein Brotbackkurs dauert zwischen drei und vier Stunden, Programm und Lerninhalte variieren dabei von Veranstalter zu Veranstalter. Üblicherweise beginnt der Kurs mit einer Einführung in die Geschichte und Tradition des Brotes. Darauf folgt der theoretische Teil zum Thema Brotbacken, im Anschluss wird das Erlernte in die Praxis umgesetzt. Rezepte und das selbst gebackene Brot können mitgenommen werden. Manche Veranstalter stellen auch eine Urkunde aus. Zu den enthaltenen Leistungen zählen auch die Bereitstellung einer adäquat ausgestatteten Seminarküche inklusive der benötigten Zutaten.

Welche Vorteile bietet selbst gebackenes Brot gegenüber solchem aus konventioneller Herstellung?

Bei selbst hergestellten Broten wissen Sie genau, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Beim Backen wird auf industrielle Zutaten, etwa Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder bestimmte Backtriebmittel, verzichtet. Darüber hinaus schmeckt frisches selbst gebackenes Brot einfach herrlich.

In der Schweiz werden rund 300 Brotsorten produziert, das schweizerische Backhandwerk hat national und international einen hervorragenden Ruf. (Bild: monticello / Shutterstock.com)

In der Schweiz werden rund 300 Brotsorten produziert, das schweizerische Backhandwerk hat national und international einen hervorragenden Ruf. (Bild: monticello / Shutterstock.com)

Welches Brot wird in einem Brotbackkurs hergestellt?

In der Schweiz werden rund 300 Brotsorten produziert, das schweizerische Backhandwerk hat national und international einen hervorragenden Ruf. Brotbackkurse gibt es für die unterschiedlichsten Brotsorten – von hell bis dunkel, von mild bis kräftig. Hier die beliebtesten Brotsorten und ihre Eigenschaften im Überblick:



Roggenvollkornbrot zeichnet sich durch einen kräftigen Geschmack aus; es besteht zu mindestens 90 % aus Roggen und zu höchstens 10 % aus Weizen. Auch beliebt sind Roggenmischbrote; diese sind stark variierbar, Geschmack und Optik werden hier durch das Verhältnis zwischen Roggen- und Weizenanteil bestimmt – hier sind deshalb auch mildere Brotsorten möglich. Mehrkornbrote setzen sich aus mindestens zwei Getreidearten zusammen und werden oftmals mit Ölsamen und Saaten verfeinert.



Weizen- und Weissbrot werden für Toastbrot, Fladenbrot, Ciabatta, Baguette und mehr verwendet, sie zählen zu den beliebtesten Brotsorten überhaupt. Weizenmischbrot hingegen wird mit Sauerteig gemischt, sodass der Weizenanteil nur noch zwischen 50 und 89 % liegt. Andere beliebte Brotsorten sind das klassische Pumpernickel, Knäckebrot oder Spezialbrote, bei denen bestimmte Zutaten (Gemüse, Würzungen etc.) eingesetzt werden. Wie Sie sehen, gibt es eine Vielzahl an Teig- und Brotsorten. Informieren Sie sich deshalb, welches Brot im Brotbackkurs gebacken wird und ob Sie diese Brotsorte auch mögen. Wählen Sie immer erst den Brotbackkurs aus, der Ihr Lieblingsbrot anbietet, bevor Sie die verschiedenen Anbieter weiter vergleichen – das schafft Übersicht.

Woran erkenne ich einen seriösen, guten Anbieter?

Achten Sie auf ein professionelles Verhalten und die vermittelten Inhalte. Sauberkeit spielt auch eine entscheidende Rolle. Wenn möglich, vorher den Veranstaltungsort – zum Beispiel die entsprechende Seminarküche/Backstube – besuchen. Informieren Sie sich über die behandelten Themenschwerpunkte, hier können die Inhalte voneinander abweichen. Informieren Sie sich über den Aufbau und die Dauer des Seminars und darüber, welches Brot gebacken wird.

Welche Kosten verursacht ein Brotbackkurs?

Die Kosten für einen Brotbackkurs stehen in Abhängigkeit von der Veranstaltungsdauer und können variieren. Ein drei bis vier Stunden dauernder Brotbackkurs kostet etwa 100 Franken.



 

Oberstes Bild: © racorn – Shutterstock.com


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