Beamer-Beratung: Darauf sollten Sie achten

Kaum ein Indoor-Event läuft heute noch ohne Beamer ab. Ob Sie darüber nachdenken, einen anzuschaffen, oder nur einen ausleihen wollen: In jedem Fall sollten Sie Bescheid wissen, worauf es bei Beamern ankommt. Wir haben die wichtigsten Merkmale für Sie zusammengetragen.

Ob zur Darstellung einer Präsentation, dem Zeigen eines Films oder einfach nur zum Abspielen von Hintergrund-Effekten: Die kleinen, leistungsstarken Projektoren sind aus keinem Veranstaltungssaal mehr wegzudenken.

Natürlich hängt die Wahl des Beamers vom gewünschten Einsatzgebiet ab. Da es jedoch unmöglich ist, für jedes nur erdenkliche Nutzungsprofil die technischen Anforderungen aufzulisten, drehen wir den Spiess einfach um. Wir gehen im Folgenden die wichtigsten technischen „Weggabelungen“ durch und erläutern kurz, wofür sich die jeweiligen Features am besten eignen.

1. Frage: LCD-, DLP- oder LED-Beamer?

Beamer gehören abhängig von ihrer Projektionstechnik zu einer von drei Gruppen: den LCD- , DLP-oder LED-Beamern. LCD steht für Liquid Crystal Display. Bei dieser Technologie wird der Lichtstrahl in seinen Einzelfarben durch verschiedene Spiegel geleitet, wodurch dann das Bild entsteht. DLP (Digital Light Processing) hingegen basiert auf einem Farbrad, durch das der Lichtstrahl geschickt wird und so die Farben annimmt. Der farbige Lichtstrahl wird anschliessend auf einen DLP-Chip geleitet, der das Bild erzeugt.



Ein DLP-Beamer ist zu bevorzugen, wenn schnelle Bewegungen dargestellt werden sollen, da dieser Typ schnellere Reaktionszeiten erlaubt. Zudem sind diese Beamer weniger staubanfällig. Wenn Sie auf geringe Lautstärke Wert legen, sollten Sie von einem DLP-Beamer jedoch eher absehen. Auch der Preis ist im Verhältnis höher als bei einem LCD-Beamer.

LCD-Beamer weisen eine bessere Lesbarkeit durch die Pixelabgrenzung auf, sind jedoch staubanfälliger und weisen die Gefahr auf, dass das Bild bei zu langer Laufzeit mit grosser Helligkeit einbrennt.

Eine interessante Alternative zu beiden genannten sind die LED-Beamer. Sie sind klein und leicht, können allerdings nur für kleinere Bilddiagonalen (um die 1.50 Meter) und in abgedunkelten Räumen verwendet werden. In der Auflösung hinken sie allerdings LCD- und DLP-Geräten hinterher.

2. Frage: Die Auflösung – VGA, HD oder Full-HD?

Für einfache Präsentationen genügt eine SVGA-(800 x 600) oder XVGA (1024 x 768)-Auflösung – die schaffen auch Einsteigermodelle. Wollen Sie das Bild allerdings sehr gross darstellen, sollten Sie auch für Präsentationen über die Anschaffung eines HD (1280 x 720)-fähigen Beamers nachdenken. Videos wirken sowieso, zumal auf grossen Bilddiagonalen, erst ab dieser Auflösung hochwertig. Für Kinoabende mit Blu-Rays ist ein Full-HD (1920 x 1080)-Beamer Pflicht, und für Highend-Ansprüche gibt es mittlerweile das Format WUXGA (1920 x 1200). Damit lassen sich auch Präsentationen in Full-HD zeigen.

3. Frage: Die Helligkeit – soll auch bei Tageslicht projiziert werden?

Bei Beamern wird die Helligkeit in ANSI-Lumen angegeben – je mehr, desto heller kann projiziert werden. Heimkino-Beamer kommen etwa mit 1’000 Lumen und einem Kontrastwert von 10’000:1 daher. Das reicht in einem abgedunkelten Raum allemal. Wer den Beamer bei Tageslicht einsetzen will, sollte eher nach einem mit mindestens 2’000 Lumen Ausschau halten. Bei diesen Modellen geht die Helligkeit allerdings auf Kosten des Kontrasts, der sackt manchmal auf 2’000:1 ab.

4. Frage: 2D oder 3D?

Diese Frage steht mit Absicht ganz am Schluss, weil sie für die meisten Businessanwendungen irrelevant ist. Wer jedoch seine Eventgäste mit einem 3D-Film verwöhnen möchte, braucht natürlich auch das passende Projektionsgerät dazu. Wer sich allerdings für 3D entscheidet, kauft gezwungenermassen die neueste Highend-Technologie mit, was den Preis in die Höhe treibt. Die gute Nachricht: Hochwertige 3D-Beamer sind mittlerweile zu erschwinglichen Preisen von unter 900 Schweizer Franken erhältlich.

 

Oberstes Bild: © philippe Devanne – Fotolia.com

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