Die vegane Grillparty – gesund und lecker

08.07.2014 |  Von  |  Outdoor
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Die vegane Grillparty – gesund und lecker
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Vegetarisch war gestern. Wer heute ernährungstechnisch up to date sein möchte, verzichtet nicht nur auf Fisch und Fleisch, sondern auf jedes tierische Produkt und ernährt sich vegan. Die vegane Produktpalette ist mittlerweile so reichhaltig und differenziert, dass einer zünftigen veganen Grillparty nichts mehr im Wege steht. Und auch Nicht-Veganer werden vom Wohlgeschmack veganer Lebensmittel überzeugt sein.

Aus dem veganen Bereich gibt es heute eine solche Vielfalt von Lebensmitteln, dass der Verzicht auf tierische Nahrung immer leichter fällt. Auch die Freunde des sommerlichen Grillens können inzwischen auf eine Reihe von Fleischersatzprodukten zugreifen, die dem krossen Steak und der leckeren Grillwurst in nichts nachstehen. Frikadellen, Schnitzel und Würstchen, die aus hochwertigem Weizen- oder Sojaeiweiss hergestellt werden, finden wie selbstverständlich ihren Weg auf den Grillrost. Am nächsten von der Konsistenz her kommt das Produkt aus Weizeneiweiss dem tierischen Pendant. Aus diesem Grund steht es in der Beliebtheitsskala der veganen Grillfreunde auch an der Spitze.

Um dem veganen Novizen Entscheidungshilfen zu geben, gibt es Grill-Probiersets auf dem Markt. Mit Bratwürstchen, Nuggets und Steaks geben Sie dem Grillfan eine erste Orientierung. Hat er seinen „Favoriten“ gefunden, kann er sich der Grosspackung zuwenden. Sie sollten aber besser auf Geschmacksverstärker wie Hefeextrakt verzichten. Auch bei veganen Produkten ist es also angeraten, die Informationen auf der Verpackung genau zu studieren.

Welches Gemüse bietet sich zum Grillen an?

Besonders häufig findet man Zucchini, Tomaten, Maiskolben, Auberginen und diverse Pilze auf den veganen Grillrosten. Gerade Pilze eignen sich zum Grillen vorzüglich, da sie viel Wasser enthalten und deshalb richtig saftig schmecken, weil sie weniger schnell austrocknen. Man kann Gemüse zudem als Beilage zu verschiedenen anderen Produkten, die den Weg auf den Grill finden, verwenden. Probieren Sie einmal einen grünen Salat mit – natürlich – veganem Käse und Tomaten und einer Essig-Öl-Marinade – Sie werden begeistert sein.

Auf das Dressing kommt es an

Ganz wichtig für den Wohlgeschmack von Gemüse ist das Würzen. Eine Mixtur aus Pfeffer, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Oregano und Estragon hat sich dabei als besonders lecker erwiesen. Aber Sie können natürlich auch jede andere Kräutermischung verwenden, Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Achten Sie aber darauf, dass man das Öl, das Sie zum Marinieren verwenden, hoch erhitzen kann. Vor allem Nussöle bieten sich hier an. Wenn Sie das Gemüse zuvor kurz blanchieren, geht das Grillen wesentlich schneller.

Die Folienkartoffel – worauf es bei der Zubereitung ankommt

Die Folienkartoffel kann unter den Grillgemüsen als Klassiker mit der längsten Historie gelten. Zum Grillen eignen sich exklusiv festkochende rohe Kartoffeln, da die Struktur des Grillguts auch noch beim Verspeisen erkennbar sein sollte. Es versteht sich, die Kartoffel zunächst von allen Schadstellen zu befreien, sie sorgfältig zu waschen und danach trocken zu bürsten. Damit die Grillhitze besser in die Kartoffel eindringen kann und sie schneller gar wird, empfiehlt es sich, sie vor dem Grillen ein paarmal mit einer Gabel vorsichtig einzustechen.


Welches Gemüse bietet sich zum Grillen an? (Bild: © mythja - shutterstock.com)

Welches Gemüse bietet sich zum Grillen an? (Bild: © mythja – shutterstock.com)


Danach bekommt die Kartoffel ein Ölmäntelchen, auf das Kräuter nach Gusto appliziert werden. Als wohlschmeckende Alternative bietet sich auch das Einreiben mit reichlich Kräuterbutter an. Daraufhin kommt die Kartoffel in die Alufolie. Um das Rauchen der Grillkohle zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass die Folie dicht schliesst, was das Austreten des Öls verhindert.

Jetzt wird endlich gegrillt

Fleischersatzprodukte sind extrem hitzeempfindlich. Man sollte das Grillgut daher nicht direkt über den Kohlen, die zuvor von weisser Asche bedeckt sein sollten, platzieren. Beim Gemüsegrillen erleichtert die Verwendung eines Pizzasteins oder einer Platte aus Gusseisen den Vorgang erheblich und sorgt für eine schonende Garmethode.

Die Grillkartoffel benötigt viel Hitze, um gar zu werden. Sie sollte deshalb dort platziert werden, wo die Hitze am grössten ist – auf der Rostmitte. Um eine homogene Garung herbeizuführen, sollte man sie nach fünf Minuten wenden. Danach darf die Kartoffel am Grillrand bei gemässigter Hitze circa 30 Minuten weitergaren. Das verhindert das Verbrennen der Alufolie. Wenn Sie die Kartoffel vom Grill nehmen, vergessen Sie nicht zu testen, ob sie wirklich gar ist.

Nicht vergessen – die Beilagen

Nudel- und Kartoffelsalat sind von jeher die Klassiker unter den Beilagen bei Grillpartys. Veganer sollten darauf achten, keine Eiernudeln zu verwenden. Vorsicht ist auch bei den Backwaren angesagt. Viele Brotteige enthalten Milch oder Eier. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, kaufen Sie Ihr Baguette, Ihr Zwiebel- oder Bauernbrot oder Ihre Brötchen in einer veganen Bäckerei oder backen Sie sie selbst. Auch im Reformhaus finden Sie viele vegane Backwaren speziell fürs Grillen.



Alles in allem

Es gibt heute kaum noch Unterschiede zwischen Grillpartys, seien sie nun „traditionell“ oder vegan. Für ein gutes Gelingen ist in beiden Fällen zu empfehlen, grosse Sorgfalt bei der Auswahl des Grillgutes zu verwenden. Wenn die Qualität stimmt und einige Dinge beim Grillen beachtet werden – was sollte da noch ein gutes Gelingen verhindern?

 

Oberstes Bild: © Jag_cz – shutterstock.com

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