Viele Versicherte sind mit dem Service ihrer Krankenkasse nicht zufrieden

20.08.2014 |  Von  |  Publi-Artikel
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Viele Versicherte sind mit dem Service ihrer Krankenkasse nicht zufrieden
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Gesundheit ist ein hohes und leider auch teures Gut. Wer Monat für Monat hohe Prämien für seine Krankenversicherung zahlt, erwartet nicht nur von den behandelnden Ärzten, sondern auch von seiner Krankenkasse exzellente Leistungen und einen perfekten Service.

Doch immer mehr Versicherte haben Ärger mit ihrer Krankenkasse. Manche legen das Schreiben, mit dem ihnen eine Leistung verweigert wird, einfach beiseite. Andere wenden sich an den Ombudsmann, der im schwierigen Dreiecksverhältnis, das zwischen Krankenkassen, Ärzten und Versicherten besteht, moderierend eingreifen soll. Eine Statistik des Bundesamtes für Gesundheit belegt, dass die Zahl der Fälle, welche die Ombudsstelle Krankenversicherung zu bearbeiten hat, im Zeitraum zwischen 2008 und 2010 steil anstieg und seitdem auf hohem Niveau verharrt.

Ablehnung von Leistungen ist die häufigste Ursache für Beschwerden

Die NZZ berichtet von dem Fall einer jungen Mutter, die die Kosten für die Impfung ihres Neugeborenen von ihrer Krankenversicherung erstatten lassen wollte. Die Zahlung in Höhe von 80 Fr. wurde abgelehnt, weil der Arzt die Impfkosten auf die Rechnung der Mutter gesetzt hatte. Da Mutter und Kind bei der gleichen Krankenkasse versichert sind und es offensichtlich war, dass das Baby geimpft wurde, hätte ein freundlicher Hinweis auf den Fehler ausgereicht. Der Versicherer bestand jedoch auf dem Einreichen einer neuen Rechnung.


Eine Krankenkasse sollte den Patienten einen Topservice bieten. (Bild: © Peter Maszlen - Fotolia.com)

Eine Krankenkasse sollte den Patienten einen Topservice bieten. (Bild: © Peter Maszlen – Fotolia.com)


Nachlässigkeit oder Absicht?

Doch nicht immer ist es ausufernde Bürokratie, die das Verhältnis zwischen dem Versicherten und seiner Krankenkasse belastet. Speziell bei einigen der sogenannten Billiganbieter hat sich der Verdacht erhärtet, dass diese Kassen Versicherte, die hohe Kosten verursachen, offensichtlich durch schlechten Service aus dem Vertragsverhältnis drängen wollen. Extrem lange Bearbeitungszeiten sind nicht immer das Ergebnis einer ineffizienten Struktur, sondern gehören zu einer kundenunfreundlichen Strategie. Bleibt der Antrag mit einer hohen Forderung lange Zeit unbearbeitet liegen, bringt das den Betroffenen unter Umständen in finanzielle Bedrängnis und veranlasst ihn zum Wechsel der Kasse. Auf diese Weise sinkt das Risiko für die erste Krankenkasse und ihre Belastungen werden reduziert.

Faule Tricks bei Kündigungen

Manche Krankenkasse will ihre Kunden jedoch länger halten, als es den Versicherten lieb ist. Der Ombudsstelle Krankenversicherung liegen etliche Beschwerden von Kunden vor, die beim ordnungsgemässen Kündigen behindert wurden. Manche Krankenkassen nehmen beispielsweise zum Jahreswechsel keine Post entgegen, sodass die Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr bestehen bleibt. Einer Kundin, die sich den pünktlichen Eingang ihrer Kündigung im Kundencenter ihrer Krankenkasse bestätigen lassen wollte, wurde die Annahme des Schreibens verwehrt.

Imagewandel würde Position der Krankenkassen festigen

Angesichts der anhaltenden Diskussion um die Einführung einer Einheitskasse scheinen solche dubiosen Praktiken besonders fragwürdig. Spätestens jetzt sollte jede Krankenkasse den Ernst der Stunde erkennen und ihre Kunden mit fairer Umgangsweise und perfektem Service von den eigenen Vorzügen überzeugen. Doch auch die Kunden sollten für ihr gutes Geld eine adäquate Leistung einfordern.

 

Oberstes Bild: © Gina-Sanders – Fotolia.com

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