Süsser die Glocken nie klingen …

24.11.2014 |  Von  |  Winter

Bald ist es wieder soweit. Weihnachten naht unaufhaltsam und es wird Zeit, sich um die Geschenke für die kleinen und grossen Lieben sowie um eine angemessene Ausgestaltung der Wohnräume zu kümmern, damit sich die Familie in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen kann. Und das sollte bald geschehen, um nicht in vorweihnachtlichen Stress zu geraten.

Denn immer kurz vor Weihnachten fragen wir uns: Was für ein Weihnachtsbaum soll es dieses Jahr werden? Ein Baum aus echtem Holz mit echten Nadeln oder doch lieber ein Plastikbaum, den man auch noch Jahre später verwenden kann und der seine Nadeln nicht auf dem Teppich verstreut?

Seit mehr als zwei Jahrhunderten werden die Schweizer vor Weihnachten aktiv und fangen an, ihren Baum zu schmücken – und sei es in jüngster Zeit auch nur ein kunstvoll gestalteter Baum aus einem Laubgehölz oder gar ein gläsernes oder metallenes Abbild des traditionellen Weihnachtsbaums.

Selbstgebastelte Weihnachtssterne

Früher wurde der Baum mit selbstgemachtem Weihnachtsschmuck behängt, der in der kalten und dunklen Zeit des Jahres in der Familie, die sich um den Esstisch versammelte, aus Papier und Pappe selbst hergestellt wurde. Dieser Christbaumschmuck wurde nach Weihnachten verstaut und jedes Jahr wieder hervorgeholt, um ihn durch neuen Zierrat zu ergänzen. Dazu kamen die winterlichen Früchte des Landes, die im Herbst gepflückt wurden und gut lagerfähig waren – Nüsse und Äpfel –, aber auch Süsswaren, die auf den Märkten erstanden werden konnten, und Selbstgebackenes.

Die Entstehung der Weihnachtskugel

Der Baumschmuck, der anfangs zu Hause gebastelt wurde, wurde dann in grösseren Mengen auch industriell hergestellt. Auf Bögen aus Papier oder Pappe waren Motive aufgedruckt, die ausgeschnitten und zu kleinen Objekten zusammengesetzt und an den Weihnachtsbaum gehängt werden konnten. Die Weihnachtskugel verdankt ihre Entstehung dem Einfall eines armen Glasbläsers aus Thüringen. Dieser konnte sich keinen Christbaumschmuck leisten und hängte so selbstgeblasene Kugeln aus Glas an den Baum. Diese bunten Kugeln fanden so grossen Anklang, dass sie sich über den gesamten Globus bis in die Vereinigten Staaten von Amerika ausbreiteten. Die Entwicklung der verspiegelten Glaskugeln geht auf den Chemiker Justus von Liebig zurück, dem es gelang, Glaskörper von innen mit einer Lösung aus Silber zum Glänzen zu bringen. So ersetzen nun beschichtete Glaskörper in den verschiedensten Formen die Äpfel und anderen Gegenstände, die ursprünglich den Weihnachtsbaum schmückten.

Lametta gehört ebenfalls schon viele Jahrzehnte zum traditionellen Weihnachtsbaumschmuck und soll an Eiszapfen erinnern, die im kalten Winterwald an den Tannen, Fichten und Kiefern hängen. Früher aus gewalztem Zinn und Blei hergestellt, besteht es heute aus einer Plastikfolie, die mit Metall beschichtet wird. Neben Weihnachtsbäumen, die voller Lametta, bunter Glaskugeln und elektrischer Beleuchtung hängen, geht der Trend wieder zu einfachem Christbaumschmuck, der mit der ganzen Familie selbst gebastelt wurde. Und auch rotbackige Äpfel sind wieder häufiger an den Ästen der Weihnachtsbäume zu sehen.

 

Oberstes Bild: © Nature Art – shutterstock.com

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