Drei Plätze zum Entschleunigen – die Seen hinter den Alpen

28.11.2014 |  Von  |  Outdoor

Wenn physische und psychische Belastung überhandnehmen, tut eine kleine Pause einfach gut. Um die leeren Tanks wieder aufzufüllen, ist dann ein verlängertes Wochenende ein Mittel der Wahl. Gut lässt es sich vor allem am Wasser entspannen. Als attraktive Kurzreiseziele bieten sich drei atemberaubende Seen an, die, auf der Südseite der Alpen gelegen, Sie mit ihrem mediterranen Charme bezaubern werden.

Im heissen Sommer lässt es sich hier herrlich bummeln oder faulenzen, wenn man sich gerade einmal nicht in das erfrischende Wasser stürzen möchte. Der Herbst ist die ideale Jahreszeit für Naturfreunde. Der Wanderer bekommt in keiner anderen Zeit des Jahres in dieser Region so viel geboten wie in diesen Monaten.

Eine Wintersport-Metropole ist hier zwar nicht zu finden, aber der kulturell Interessierte kommt in der Zeit um den Jahreswechsel voll auf seine Kosten. Für viele ist allerdings die schönste Jahreszeit in dieser Gegend der Frühling.

Als Urlaubs-Attraktion schon lange geschätzt ist der Comer See. Nahe der Schweizer Grenze in Oberitalien gelegen und von pittoresken Dörfern umgeben, bietet er schon im frühen Frühjahr einen fantastischen Blick hinauf zu den noch schneebedeckten Berggipfeln. Dann sollte man unbedingt der „Perle des Comer Sees“ einen Besuch abstatten. Das Dörfchen Bellagio schmiegt sich sanft an der Spitze des Sees zwischen seine beiden Seearme. Die prachtvollen Cafés und herrschaftlichen Hotels an der Uferpromenade zeugen vom Reichtum der Region. Hier begegnet man farbigem Rhododendron und Pinien, die auch sonst das Erscheinungsbild des Seeufers prägen.

An der Ostseite des Sees liegt Varenna. Das Fischerdörfchen bezaubert über das ganze Jahr hinweg durch seine malerischen Häuser und romantischen Gassen. Im Ristorante La Vista bekommt man nicht nur einen – wie der Name schon verspricht – hinreissenden Seeblick geboten, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten. Die Shopping-Queens und -Kings können sich in Como schadlos halten. Nobelboutiquen lassen kaum einen ausgefallenen Modewunsch unerfüllt. Und Produkte aus der berühmten Comer Seide sind nicht nur zum Selber-Tragen geeignet, sondern punkten auch als exklusive Mitbringsel.


An der Ostseite des Sees liegt Varenna. (Bild: © Arcady - shutterstock.com)

An der Ostseite des Sees liegt Varenna. (Bild: © Arcady – shutterstock.com)


Als Scharnier zwischen Oberitalien und dem Tessin fungiert der Luganer See (Lago di Lugano). Hier ist der Mix aus Schweizer Gründlichkeit und italienischem Dolce Vita vielleicht am augenfälligsten. Zum einen ist da die mondäne Seite Luganos: beeindruckende Hotels, stolze Patrizierhäuser, prunkvolle Palazzi und charmante kleine Läden in romantischen Gässchen. Zum anderen lässt all dies nicht vermuten, dass es sich bei der grössten Stadt des Tessins um den drittgrössten Finanzplatz der Schweiz handelt. Auf jeden Fall atemberaubend ist der Blick von der Seepromenade auf den Monte San Salvatore, den Hausberg Luganos.

Das Dörfchen Morcote scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Die farbigen Häuschen am Hang wecken die Vorstellung von Vogelnestern, die man dorthin geklebt hat. Dieses Kleinod ist wie gemacht für den Genuss von Polenta oder der Torta di pere, dem wohlschmeckenden Birnenkuchen.

Auch wenn man nach Gandria kommt, hat man das Gefühl, ein Zeitreisender zu sein. Hier scheint die Zeit vor hundert Jahren stehen geblieben zu sein. Will man durch das Dorf bummeln, sollte man allerdings gut bei Puste sein: Die allgegenwärtigen steilen Treppenstufen sind der Tatsache geschuldet, dass das Dorf am Hang liegt.

Der letzte der drei Seen ist natürlich der Lago Maggiore. Am Rande des zur Schweiz gehörigen Nordzipfels des Sees liegen Ascona und Locarno, zwei Städte, deren Namen auf der ganzen Welt bekannt scheinen. Ob das Ascona wirklich der schönste Ort des Tessins, ja der Schweiz ist – davon sollten Sie sich mit eigenen Augen überzeugen. Der botanische Garten auf der Isola di Brissago erinnert nicht nur aufgrund seiner üppigen grünen Farbe an einen Dschungel.

Spielerisch dahingeworfen wirken die Borromäischen Inselchen auf der italienischen Seite des Sees. Gönnen Sie sich ein Fest der Sinne in den Gärten der Isola Bella. Das besonders milde Klima zeichnet für den Namen des wie für den Urlaub gemachten Örtchens Cannero Rivera verantwortlich.



Haben Sie sich schon entschieden, an welchem der drei Seen Sie Ihren Alltagsstress vergessen wollen? Wenn Ihnen eine Entscheidung schwerfällt, hätte ich einen Tipp für Sie: Besuchen Sie alle drei.

 

Oberstes Bild: © Eder – shutterstock.com

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