Heiss genossen an kalten Tagen – Maroni

28.11.2014 |  Von  |  Winter

Seit der Kindheit verbinden wir Gerüche, Geschmäcker und Traditionen mit den verschiedenen Jahreszeiten. Wenn der Herbst beginnt, halten unsere Nasen Ausschau nach dem ersten köstlich duftenden Maroni-Stand. In den Aufzeichnungen von Homer und Hippokrates, bei den alten Griechen und Römern – überall findet man Hinweise auf die leckeren Esskastanien.

In der Antike galten die Maronen als Delikatesse. Später, im Mittelalter, ernährten sie die eher armen Menschen in den Bergregionen. An Orten, wo Getreide und Gemüse schlecht angebaut werden konnte, ergänzten sie die kärglichen Mahlzeiten der Bevölkerung. Jetzt sind die kleinen braunen Kastanien vor allem im Herbst und Winter eine willkommene Leckerei, entweder am Maroni-Stand gekauft oder im Backofen geröstet.

Botanisch gesehen sind Maronen Nüsse. Mit der Rosskastanie haben sie interessanterweise gar nichts zu tun, sie gehören in die Familie der Buchen. Unter einer lederartigen Schale finden sich die essbaren Früchte, die sich problemlos lösen lassen. Qualitativ gute Maronen besitzen eine glatte, unbeschädigte Schale und sind prall gefüllt. Kleine Löcher weisen auf Würmer hin.

Der Fettgehalt der Maronen ist sehr gering, darum haben sie deutlich weniger Kalorien als ihre Verwandten, die Haselnüsse, Walnüsse und Mandeln. Gesund sind sie trotzdem, ein hoher Anteil Stärke macht sie sehr gehaltvoll, genauso wie Eiweiss, Vitamin B und Vitamin C. Das enthaltene Kalium reguliert den Blutdruck und steuert die Übertragung der Nervensignale. Maronen enthalten kein Gluten, deshalb dürfen Menschen mit Zöliakie bedenkenlos zugreifen.

Eine Vielzahl an Rezepten sorgt für abwechslungsreichen Genuss. Als Süssspeise, pikant gewürztes Püree, als Beilage zu Fleisch oder in der Suppe, als Füllung in der Weihnachtsgans, Maronen schmecken in allen Varianten.

Vor dem Rösten im Backofen müssen die Maronen mit dem Messer angeritzt werden, sonst platzt die Schale und die Früchte hüpfen auf dem Backblech. Sie könne auch eine spezielle Maroni-Pfanne benutzen. Schälen Sie die Maroni immer heiss, dann löst sich die Schale und auch die pelzige Haut am einfachsten. Zum Kochen die Schale anritzen und eine Viertelstunde in Salzwasser garen, gekochte Esskastanien verlieren den intensiven Geschmack.



Ein wunderschöner Weihnachtsmarkt ohne Maroni-Stand wäre undenkbar. Auch eine herbstliche Dekoration ohne die Schalen, die uns an  Igel erinnern und besonders bei Kindern sehr beliebt sind, darf nicht sein. Ein Hoch der Maroni.

 

Oberstes Bild: © OZANKUTSAL – shutterstock.com

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