Jass – das Lieblingskartenspiel der Schweizer

26.03.2019 |  Von  |  Familie, Indoor, News
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Jass – das Lieblingskartenspiel der Schweizer
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Kartenspiele haben eine lange Tradition in unserer Geschichte. Im 14. Jahrhundert tauchten sie im europäischen Kontinent auf und verbreiteten sich rasant vom Süden in den Norden. Dabei entstanden zahlreiche regional unterschiedliche Spiele, die bis heute eine hohe Beliebtheit geniessen.

Darunter befindet sich auch das Lieblingsspiel der Schweizer: der Jass. Wie viele Gepflogenheiten der Schweiz, wird auch die Tradition des Kartenspiels von den Bürgern liebevoll geschützt und aufrechterhalten.

Vielfalt und Kategorisierung der Kartenspiele

Heute kennen wir zahlreiche Kartenspiele, die aufgrund ihrer Spielweise unterschiedlich kategorisiert werden. Sammelspiele wie das Quartett erzielen den Sieg durch das Anhäufen von zusammengehörigen Karten. Uno ist zum Beispiel ein typisches Ablegespiel, bei dem man erst gewinnt, wenn alle Karten auf der Hand abgeworfen wurden. Aktionskarten werden dabei strategisch eingesetzt, um die Anzahl der Karten auf der Hand der Gegner zu erhöhen. Kartendomino zählt dagegen zu den Anlegespielen. Hier gewinnt derjenige, der am schnellsten die Karten in der Mitte anreihen kann. Äusserst populär ist auch Black Jack. Das ist ein klassisches Beispiel, bei dem es wie Betway erklärt , das Ziel ist, ingesamt 21 Punkte auf der Hand zu haben, ohne diese Punktzahl zu übersteigen

Der Jass ist ein Augen- und Stichspiel zugleich, da der Spieler durch die Ansammlung von möglichst vielen Punkten bzw. Stichen gewinnt. Bei einer engeren Kategorisierung fällt Jass in die Liste der Bézique-Spiele. Obwohl sich seine Ausbreitung historisch gesehen auf den alemannischen Kulturraum beschränkt und deshalb nur in der Schweiz, in Lichtenstein, im Südwesten Deutschlands und im Elsass anzutreffen ist, findet man ähnliche Spiele in ganz Europa.

Zu den Verwandten von Jass zählen das Schnapsen sowie Sechsundsechzig im deutschsprachigen Raum, das Bézique und Marjolet aus Frankreich und schliesslich das Binokel aus dem württembergischen Gebiet, das von deutschen Einwanderern in die Vereinigten Staaten gebracht wurde und dort unter dem Namen Pinochle Bekanntheit erlangte. All diese Spiele haben mehrere Eigenschaften gemein. Erstens müssen alle Spieler nacheinander eine Karte in die Mitte des Tisches legen. Eine ganze Runde mit dieser Aktion wird Stich genannt. Zweitens haben alle Karten im Spiel einen bestimmten Wert, die mit verschiedenen Kartenkombinationen ergänzt und aufgewertet werden können.


Photo by Pxhere; CC0 Public Domain

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Wie wird der Jass gespielt?

Im Westen und Südosten der Schweiz spielt man mit französischen Karten, im Nordosten wird dagegen das deutsche Deck bevorzugt, das auf Amazon bestellt werden kann, wobei diese strenge Trennung heutzutage kaum wiederzufinden ist. Das Jassen besitzt zahlreiche Variationen, die sich von Ortschaft zu Ortschaft unterscheiden und nach unterschiedlichen Regeln gespielt werden. Doch der sogenannte Schieber ist die bestbekannteste und zugleich die einfachste Variante von Jass. Man spielt mit vier Spielern, wobei man zwei Paare bildet, die als Team zusammenagieren. Zuerst bekommt jede Person jeweils neun Karten, dann wird eine Kartenfarbe als Trumpf bestimmt. Diese hat im Verlauf des Spiels einen höheren Stellenwert als alle anderen Karten. Das Ziel ist, als Team Stiche zu machen und wie Jassen.ch erklärt, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Alle Karten haben dabei einen bestimmten Wert. Der Bube ist die wertvollste Karte im Spiel, es folgt die Neun und die restlichen Karten vom Ass werden abwärts gewichtet.

Differenzler ist die schwierigere Version des Schiebers, weil man hier alleine spielt und somit keinen Partner hat, auf den man sich verlassen kann. Weitere komplizierte Variationen für Fortgeschrittene von Jass sind das Molotow oder der Bieter.

Jassen im Fernsehen

In jeder Schweizer Kneipe werden die Kunden mit den notwendigen Materialien für das Spielen versorgt. Auch junge Menschen kommen immer mehr auf den Geschmack des Spiels. Kein Wunder, denn die Schweizer wollen ihre Tradition am Leben halten. Jassen hat sogar im Fernsehen und im Radio einen festen Platz. Die Sendungen Donnschtig-Jass und Samschtig-Jass bringen Jassturniere laufend auf den Bildschirm. Besonders spannend sind die Aufeinandertreffen im Donnschtig-Jass, da im Sommer Gemeinden gegeneinander antreten und das Kartenspiel rühmen.

Das Jassen ist seit Jahrhunderten ein Teil der Schweizer Tradition, wie die urige Trachtenmode mit liebevollen Details, das beeindruckende Alphornspiel, die  feierlichen Alpauf- und Alpabzüge der Rinder oder die Basler Fasnacht, die jedes Jahr von hunderten Menschen zelebriert wird.  Die Anwohner der Schweiz wissen ihre Bräuche zu schützen und sie in ihrer Freizeit einzugliedern. Dieses Traditionsbewusstsein sorgt dafür, dass das Jasspiel von einer Generation zur nächsten  weitergegeben wird.

 

Titelbild: Photo by Pxhere; CC0 Public Domain

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