Die aktuellen Getränke Trends im Überblick

13.10.2019 |  Von  |  News
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Die aktuellen Getränke Trends im Überblick
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Ein intensiver Blick auf 2019 gerichtet, zeigt schnell und deutlich, wo die trendigen Getränke zu finden sind. Wein erlebt einen neuen Frühling und Craft Beer ist bei jedem Wetter angesagt. Während sich Chai-Latte nur kurz halten konnte, sind Espresso und orientalische Kaffeespezialitäten überaus gefragt. Und es kann nicht fruchtig genug sein, denn inzwischen werden sogar Smoothies als Cocktail angeboten.

Darüber hinaus streben die Bars Nachhaltigkeit an und selbst auf Volksfesten oder bei Festivals sind Plastikbecher verpönt. Überdies setzt sich der Trend zum Selbermachen fort, weshalb das Angebot an Kursen für Cocktails, Bierbrauen, Destillieren oder die Saftherstellung in der eigenen Küche kaum mehr überschaubar ist.

Cocktails ohne Strohhalm

Im vergangenen Sommer wurden Strohhalme landesweit zur Persona non grata erklärt. In Bars, Restaurants und Cafés wurden stattdessen Bambushalme angeboten oder der Cocktail kam nur mit Schirmchen an den Tisch. Und dieser war aus Holz mit Papier oder auch er fiel der Nachhaltigkeit zum Opfer. So besannen sich gute Barkeeper darauf, die Cocktails nur mit Früchten zu garnieren. Einige nutzen zur Befestigung einen Zahnstocher. Andere gingen so weit, ausschliesslich das Holz aus einer Traube zu verwenden.

Obstbrände der Extraklasse sind begehrt

Vom Grappa aus Südtirol oder dem Trentino, bis zum fruchtigen Edelbrand aus dem Wallis reicht die Palette an Obstbränden, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Vor allem zum Kaffee oder zum Espresso am Nachmittag darf das Glas mit Kirschschnaps oder Haselnussbrand nicht fehlen. Besonders IN ist es, den Kaffeerest in der Tasse mit der Spirituose zu verrühren und im Sturz zu trinken. Das soll beleben und superlecker sein. Das wissen die Italiener schon seit Jahrzehnten, denn im Land der Azzurri wird der Espresso fast immer auf diese Weise getrunken.

Bier erlebt einen Aufschwung – genau wie Wein

Während beim Wein vor allem Tropfen aus der Region oder den Nachbarländern hoch im Kurs stehen, geht es bei der Gerstenkaltschale international zu. Weine aus Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland sind derzeit Kassenschlager, während die zuvor beliebten Importe aus Südafrika, Australien oder Argentinien im Supermarkt regelmässig abgestaubt werden müssen.


Biere und Weine bleiben zeitlose Klassiker. (Bild: wavebreakmedia – shutterstock.com)


Anders beim Bier. Während der Abverkauf heimischer Brauereien stagniert, legen die Importe zu, allerdings nur im Bereich Sauerbier und Craft Beer. Vor allem letzteres ist begehrt. Egal bei welchem Wetter, Craft Beer wird kalt oder angewärmt getrunken.

Gesunde Säfte und flüssige Snacks

Geradezu spektakulär sind die Umsatzzuwächse bei einigen Herstellern von fruchtigen Leckereien in flüssiger Form. Es kam sogar zu Lieferengpässen und dazu, dass Geschmacksrichtungen verschiedener Produzenten zeitweise ausverkauft waren. Das betraf alle Arten von Limonaden, aber besonders die naturbelassenen Versionen. Auch einige Saftereien meldeten Lieferschwierigkeiten.

In diesem Getränkesegment fielen aber besonders die Smoothies auf. Diese sättigenden Fruchtcocktails werden nicht nur in innovativen Verpackungen angeboten, inzwischen auch in exotischen Geschmacksrichtungen. Das scheint eine inspirierende Wirkung gehabt zu haben. In der Folge wurden Smoothies nicht mehr nur im Supermarkt gekauft, die Schweizer begannen damit, sie selbst herzustellen.



Vor allem in den Märkten der Vorstädte von Zürich, Basel oder Genf und auf den Grossmärkten stieg die Nachfrage für Früchte aller Art, insbesondere aber für die exotischen Vitaminbomben. Mit Pürierstäben, Mixern und Haushaltsmaschinen wurde das knackfrische Obst in Smoothies verwandelt, die ja nicht nur Getränk, sondern zugleich überaus nahrhaft sind.

Skurrile Getränketrends

Auf der Suche nach Neuem haben sich einige Hersteller sehr weit vorgewagt. Werden Grappa, Edelbrände oder Whiskey und Gin in ehemaligen Bourbon-Fässer abschliessend gereift, ist dies noch relativ normal. Es gibt mittlerweile aber auch Winzer, die lagern ihren Wein in Fässern, in denen zuvor Bourbon, Cognac oder Sherry schlummerte. Einige Brauereien stellen ihr Bier aus Traubenmost her und CBD-Cocktails werden beinahe in jeder Eckkneipe ausgeschenkt.

Wann kommen aus den USA die Genre-Bending-Spaces?

Die intelligentesten Hybriden der Branche werden weder in Dosen noch in Flaschen abgefüllt. Weinhandlungen wie The Royce in Detroit verwandeln sich in Trinkdestinationen. Sie bieten stilvolle Bars, in denen die Gäste Cocktails und Vino im Glas trinken. Brewpubs und Honky-Tonks werden von Sommeliers mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Ausgezeichnete Weinbars, wie das High Treason in San Francisco, servieren neben Vino eine vollständige Liste mit Bier, Apfelwein und Sake. 2019 wird die Zertifizierung als Sommelier oder Cicerone weniger wichtig sein, als die Suche nach innovativen Managern für Getränke, die kategorienübergreifend denken und Verbrauchern vorausschauend das bieten, was diese mögen.

Wasser stellt alles in den Schatten

Kein anderes Getränk wird derart häufig und in grossen Mengen verkauft, wie eben Wasser. Aber auch hier hat sich der Trend verändert. Lokale Abfüllt oder solche aus der Region verzeichnen stagnierende oder rückläufige Umsätze. Währenddessen boomen Importe der extravaganten Art. So kommt aus dem Norden Kanadas ein Wasser nach Europa, dass aus Jahrtausende altem Eis gewonnen wird.

Dieses „Urwasser“, geborgen als Eisblock teil unter den neueren Eisschichten, wartet mit einer Belastung von nahezu Null auf. Keine Industriegase, keine Radioaktivität von Unfällen in Atomkraftwerken, oder sonstige moderne Schadstoffe belasten dieses Eis. Deshalb, so die Hersteller, soll das Wasser besonders gesund sein.

 

Titelbild: Cabeca de Marmore – shutterstock.com


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