Zofingen AG: Konzert mit Cello und Klavier lotet die Tiefen der russischen Seele aus

19.11.2019 |  Von  |  Konzerte, News
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Zofingen AG: Konzert mit Cello und Klavier lotet die Tiefen der russischen Seele aus
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Mystik, Kühnheit, Schwung und Provokation – all dies ist im Konzert „Russian Tunes – alles, was das Herz begehrt“ am 27. November 2019 bei Musik & Theater Zofingen dabei.

Mit Werken von Sergej Rachmaninov, Dmitri Schostakowitsch, Sergej Prokofiev und Rodion Schtschedrin zeigen der Aargauer Cellist Christoph Croisé und der Pianist Alexander Panfilov die vielen Facetten des Zusammenspiels von Cello und Klavier.

Mit Sergej Rachmaninovs Sonate für Violoncello und Klavier op. 19 taucht der Hörer ein in die mystische Tiefe der russischen Seele voller Leidenschaft, Hingebung und wohl auch Selbstzweifel.

Kaum ein anderes Werk trägt eine solche emotionale Dichte in sich, wie diese Sonate. Rund 30 Jahre später setzt Dmitri Schostakowitsch mit seiner Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier, op. 40 dem klanglichen Ausdruck des Cellos ein weiteres Denkmal. Die Sonate ist Schostakowitschs erstes großes Kammermusikwerk nach seinem Studium am St. Petersburger Konservatorium und wurde unter Stalin als zu provokativ angesehen. Auch die Musiksprache von Sergej Prokofjev war radikal. Mit seiner 1921 in Chicago uraufgeführten Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ traf Prokofjev genau den Geschmack des amerikanischen Publikums – witzig, voller Fantasie und mit herrlichem Schwung. Besonders mitreissend ist dabei der schmissige Marsch aus dem zweiten Akt.

Kühn und schmissig waren auch die Kompositionen von Rodion Schtschedrin. Noch während seiner Studienzeit am Moskauer Konservatorium komponierte er das Werk für Violine und Klavier mit dem Titel „Im Stile von Albéniz“. Albéniz gilt als Mitbegründer des spanischen Nationalstils und verarbeitete in seinen virtuosen Klaviersätzen vorwiegend die Rhythmik spanischer und andalusischer Volksmusik. Schtschedrin gelang es vortrefflich, den Stil von Albéniz‘ Klavierminiaturen mit grosser Theatralik nebst einem Hauch Parodie wiederzugeben.

Der aus Lenzburg stammende Christoph Croisé (*1993) gab bereits mit 17 Jahren sein Debüt in der Carnegie Hall New York, wo er seitdem regelmässig aufgetreten ist. Weitere Auftritte führten ihn in renommierte Konzertsäle wie das Konzerthaus Wien, die Philharmonie Berlin, die Wigmore Hall London und die Philharmonie St. Petersburg. Ebenfalls bereits auf eine reiche Konzerterfahrung blickt der in Moskau geborene Alexander Panfilov zurück. Als Solist spielte er mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra London oder dem La Verdi Orchestra Mailand und war Gast an Festivals wie dem Interlaken Festival oder dem Menuhin Festival in Gstaad. Im Juni 2019 gewann er den ersten Preis der „Top of the World Piano Competition“, einem renommierten Klavierwettbewerb in Tromsø, Norwegen.

„Russian Tunes – alles, was das Herz begehrt“

Mittwoch, 27. November 2019, 20.00 Uhr, Stadtsaal Zofingen

Titelbild: Alexander Panfilov (links) und Christoph Croisé

 

Quelle: Musik & Theater Zofingen
Titelbild: ZVG

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