Mehr schwere Unfälle im Sport als im Verkehr – Präventionskampagne

29.09.2020 |  Von  |  News, Sport

Jahr für Jahr werden in der Schweiz durchschnittlich 51 000 schwere und mittelschwere Verletzungen durch Sportunfälle gezählt. Das sind rund viermal mehr Verletzte als bei Verkehrsunfällen.

Die materiellen Kosten von Sportunfällen werden auf mehr als 3 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. Die BFU startet deshalb eine neue, schweizweite Präventionskampagne: Die Öffentlichkeit soll für die Unfallgefahren im Sport sensibilisiert werden.

Jede Sportlerin und jeder Sportler ist sich bewusst, dass Verletzungen möglich sind – etwa beim Fussballspielen oder beim Skifahren. Nur wenige wissen jedoch, wie weitreichend sich Sportunfälle auf die Gesellschaft auswirken: In einem durchschnittlichen Jahr werden in der Schweiz rund 51 000 schwere Sportunfälle registriert. Die finanziellen Auswirkungen dieser Unfälle sind nicht zu unterschätzen; allein die materiellen Kosten werden mit mehr als 3 Milliarden Franken pro Jahr beziffert.

In den vergangenen Jahren sind viele Anstrengungen unternommen worden, um die Sicherheit im Sport zu fördern. Die Infrastruktur wurde ebenso optimiert wie die Ausrüstung – und viele sportliche Aktivitäten finden heute in einem sichereren Rahmen statt. Dennoch: Die Zahl der als schwer oder mittelschwer eingestuften Sportunfälle ist in der Schweiz gemäss offiziellen Statistiken rund viermal so hoch wie die Zahl der Unfälle im Strassenverkehr. Mit einer neuen nationalen Präventionskampagne will die BFU diese Tatsache bekannt machen. Gleichzeitig will sie die Bevölkerung daran erinnern, dass man sein eigenes Unfallrisiko senken kann, indem man sich korrekt für den Sport ausrüstet, sich körperlich vorbereitet und die richtige Technik trainiert.

Der Sicherheitsgurt als Symbol

Auf allen Plakaten der neuen Kampagne wird ein Symbol aus dem Strassenverkehr verwendet: der Sicherheitsgurt. Im Auto ist der Nutzen dieser Sicherheitsmassnahme unbestritten; wer sich ans Steuer setzt, schnallt sich an, ohne dies infrage zu stellen. Genau diesen Automatismus wünscht sich die BFU auch beim Sport: Vor dem Skifahren einen Helm anzuziehen, für die Fahrt mit dem Mountainbike eine Route zu wählen, die den eigenen Fähigkeiten entspricht, oder sich vor dem Reiten mit dem Verhalten des Pferdes vertraut zu machen – all dies sollte genauso selbstverständlich sein wie der Griff zum Sicherheitsgurt vor der Autofahrt.

Bewusst richtet die BFU ihre neue Kampagne nicht auf eine einzelne Sportart aus. „Wir wollen allen Sportlerinnen und Sportlern bewusst machen, dass sie sich generell beim Sport schützen sollten. Wenn diese Botschaft ankommt, haben wir unser Ziel erreicht. Dann wissen wir, dass sie sich vor der nächsten Langlaufrunde oder vor dem nächsten Basketballspiel zunächst damit befassen werden, wie sie ihr Unfallrisiko verringern können“, erklärt die Kampagnenverantwortliche Franziska Hartmann.

Tipps für mehr als 70 Sportarten

Sportlerinnen und Sportler finden auf der Website der BFU viele nützliche Empfehlungen. Was sind die Unfallrisiken beim Basketball? Worauf sollte ich achten, wenn ich schwimmen gehe? Wie vermeide ich Unfälle beim Eishockey? Wie muss ich mich auf der Skipiste verhalten, um unversehrt ins Tal zu kommen? Antworten auf solche Fragen und Tipps zu über 70 verschiedenen Sportarten sind auf bfu.ch/sport abrufbar. Die Kampagne ihrerseits ist aktuell an öffentlichen Orten und in sozialen Netzwerken zu sehen.

 

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung
Titelbild: FabrikaSimf – shutterstock.com

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