Gartentrampolin: Klare Regeln helfen, Unfälle zu verhindern (Video)

20.04.2021 |  Von  |  Familie

Hüpfen und springen auf dem Trampolin – das macht Kindern nicht nur Spass, es fördert auch Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.

In jedem sechsten Schweizer Haushalt mit Kindern steht ein Gartentrampolin, wie die BFU-Bevölkerungsbefragung 2020 zeigt. Damit keine schweren Unfälle passieren, spricht sich die BFU für klare Regeln aus.

Trampoline sorgen für viel Spass bei Kindern und fördern Koordination und Beweglichkeit. Und sie sind beliebt: Gemäss BFU-Bevölkerungsbefragung 2020 steht in jedem sechsten Haushalt mit Kindern ein Trampolin im Garten. Leider kommt es immer wieder zu Unfällen. Schwere Verletzungen resultieren etwa aus gefährlichen Sprüngen wie Saltos, aber auch aus Zusammenstössen mit anderen Personen, insbesondere, wenn die springenden Personen unterschiedlich schwer sind.



Einfache Regel, schwierige Umsetzung: Nur ein Kind springt

Damit es nicht zu Unfällen kommt, sollte man auf drei Ebenen ansetzen: Beim Verhalten, bei der Wartung und idealerweise bereits beim Kauf. Eine einfache, aber wichtige Regel lautet: Nur ein Kind springt. Auch wenn sich diese Regel erfahrungsgemäss im Alltag nicht immer einfach umsetzen lässt, ist sie sehr effizient. Wenn nur eine Person springt, kommt es zu keinen Zusammenstössen und man verhindert dadurch Verletzungen der Wirbelsäule und Knochenbrüche. Denn solche Verletzungen können entstehen, wenn mehrere Personen mit unterschiedlichem Gewicht springen. Eine weitere Regel für Gartentrampoline lautet: keine Saltos. Da dieser Sprung sehr anspruchsvoll ist, muss er mit einer Fachperson eingeübt werden.

Eltern sollten ihren Kindern die Risiken aufzeigen, Regeln vorgeben und die Kinder beim Springen beaufsichtigen. Für Kinder unter sechs Jahren sind Trampoline nicht geeignet. Sie verfügen in diesem Alter noch nicht über die notwendigen koordinativen und motorischen Fähigkeiten.

Nur ein intaktes Trampolin ist ein sicheres Trampolin

Das Trampolin muss regelmässig gewartet werden. Abgenützte, defekte oder fehlende Teile sind ein Sicherheitsrisiko. Spätestens wenn die neue Trampolinsaison beginnt, sollte man das Fangnetz, die Halterungen, Polsterungen und den Rahmen prüfen. Wichtig ist, dass das Trampolin verankert wird, damit es bei einem Sturm nicht wegweht. Vor dem Springen lohnt sich zudem ein kurzer Blick unter das Trampolin: Der Raum unter dem Sprungtuch muss frei sein. Nach der Saison das Trampolin abbauen und an einem kühlen und trockenen Ort lagern. Zu allen Gartentrampolinen gibt es Wartungsanleitungen der Hersteller.

Schon beim Kauf auf Sicherheit achten

Wer darüber nachdenkt, sich ein Trampolin anzuschaffen, für die lautet die Faustregel: Je stabiler, desto sicherer. Seit 2015 gibt es eine europäische Norm für Gartentrampoline. Ein Fangnetz verhindert Stürze auf den Boden oder die Umrandung. Rahmen, Federn und Gummizüge sollten komplett abgedeckt sein. Bei der Nutzung sollte man darauf achten, dass die angegebene maximale Nutzlast nicht überschritten wird.

Die BFU hat die wichtigsten Tipps in einem neuen Video zusammengefasst.

Wichtig:

• Kinder immer beaufsichtigen.
• Es springt immer nur ein Kind auf dem Trampolin.
• Gartentrampolin mit mindestens zwei Metern Abstand zu Hindernissen aufstellen.
• Gartentrampolin auf einer ebenen, rutschfesten Fläche aufstellen und verankern.
• Gartentrampolin regelmässig warten.

 

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung
Titelbild: Martin Novak – shutterstock.com

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