06. November 2026

Sicherheit bei Sportanlässen: Wer bezahlt und wer trägt die Verantwortung?

Wenn Tausende Menschen ein Fussballstadion besuchen, an einem Marathon teilnehmen oder ein Schwingfest verfolgen, steht hinter dem Anlass eine umfangreiche Sicherheitsorganisation. Doch wer bezahlt die Sicherheitskräfte, wer kommt für Polizeieinsätze auf und wer haftet bei einem Unfall? In der Schweiz liegt die Verantwortung grundsätzlich beim Veranstalter, während Polizei und Behörden eigene gesetzliche Aufgaben übernehmen. Wie die Kosten verteilt werden, hängt insbesondere von der Art des Anlasses und den kantonalen Vorschriften ab. Ob Fussballmatch, Eishockeyspiel, Radrennen oder Turnfest: Sicherheitskonzepte müssen auf die jeweiligen Gefahren abgestimmt sein. Dazu gehören Besucherkontrollen, Fluchtwege, Rettungszufahrten, Sanitätsdienste und die Zusammenarbeit mit der Polizei. Bei grösseren Veranstaltungen können zusätzliche Auflagen hinzukommen. Ein Sicherheitsdienst übernimmt dabei operative Aufgaben, entbindet den Veranstalter aber nicht automatisch von seiner Verantwortung. Besonders häufig wird in der Schweiz über die Finanzierung von Polizeieinsätzen bei Profisportveranstaltungen diskutiert. Während private Sicherheitsdienste normalerweise aus dem Veranstaltungsbudget bezahlt werden, gelten für Polizeikosten unterschiedliche kantonale und kommunale Regelungen. Auch bei Unfällen ist die Zuständigkeit nicht immer offensichtlich: Neben dem Veranstalter können unter bestimmten Voraussetzungen Sicherheitsunternehmen, Anlagenbetreiber oder weitere Beteiligte haften.

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