Neue Freiluftausstellung HUMANITY am Genfer Quai Wilson eröffnet
von belmedia Redaktion News Outdoor
Gestern eröffnete die Freiluftausstellung des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums in Anwesenheit des Lenzburger Starfotografen Henry Leutwyler, der dafür aus New York angereist ist.
Die neue Ausstellung am Genfer Quai Wilson, die bis 5. August 2024 läuft, zeigt anlässlich des 75-Jahre-Jubiläums der Genfer Konventionen Henry Leutwylers fotografische Serie HUMANITY. Diese umfasst über 50 Porträts von Objekten aus dem humanitären Bereich, vom 19. Jahrhundert bis heute.
Vom 3. Juli bis 5. August 2024 stellt das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum am Quai Wilson in Genf die fotographische Serie HUMANITY von Henry Leutwyler aus. Die aus den Museumssammlungen stammende Serie erinnert an das 75-jährige Bestehen der Genfer Konventionen und zeigt über 50 Porträts von Objekten aus dem humanitären Bereich, vom 19. Jahrhundert bis heute.
Das Museum bewahrt ein bedeutendes, einzigartiges und heterogenes Erbe. Plakate, Fotografien, Filme und Objekte aller Art zeugen von der Geschichte und den Aktivitäten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung seit ihrer Gründung 1863 in Genf. In der Überzeugung, dass Kunst und Kulturerbe zu einem besseren Verständnis des Zeitgeschehens beitragen, hat das Museum Henry Leutwyler eingeladen, die 30’000 Objekte seiner Sammlungen frei zu erkunden.
Jenseits von Symbolen: die Verwundbarkeit des humanitären Gebiets
Henry Leutwylers aufmerksamer und grosszügiger Blick erweckt die unterschiedlichsten Objekte zum Leben: ein Erste-Hilfe-Set, eine Kanonenkugel, eine Armbinde, die Medaille des Friedensnobelpreises. Ihre Details und Unvollkommenheiten erzählen die Geschichten vor Ort, die Geschichten von Menschen, die sich damals wie heute für gemeinsame Menschlichkeit einsetzen. Die Fotografien sind nur mit grundlegenden Informationen versehen, um Raum für eigene Interpretationen zu lassen. Wer trug die Armbinde? Unter welchen Bedingungen wurde sie verwendet? Durch die Objekte möchte Henry Leutwyler die Menschen in den Vordergrund rücken.
Ein Museum, das die zeitgenössische Kunstszene unterstützt
Die Ausstellung am Quai Wilson ist das Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Museum, dem Fotografen und der Stadt Genf. 2021 war Henry Leutwyler als Artist-in-Residence in den Sammlungen des Museums tätig. Daraus entstand die Serie HUMANITY, die in Form eines Videos auf der No’Photo, der Biennale für Fotografie in Genf, präsentiert wurde. 2022 wurde die Serie bei Steidl veröffentlicht (256 Seiten, 154 Bilder), einem weltweit führenden Verlag für Fotobücher. 2024 wird sie am Quai Wilson unter der Leitung von Ruba Abu-Nimah, einer in New York ansässigen Grafikdesignerin, und in Zusammenarbeit mit dem Museumsdirektor Pascal Hufschmid ausgestellt.
Henry Leutwyler zwischen New York und der Schweiz
Nachdem Henry Leutwyler von einer der führenden Fotoschulen der Schweiz abgelehnt wurde, absolvierte er seine Ausbildung in Paris. Heute lebt er in New York und arbeitet regelmässig für die amerikanische Presse – wie für Vogue, Vanity Fair, New York Times Magazine oder Esquire –, für die er unter anderem Michelle Obama, Julia Roberts, Tom Wolfe, Iggy Pop, Rihanna und Martin Scorsese porträtiert hat. Bisher hat er 11 Bücher bei Steidl veröffentlicht.
Sommer im Zeichen der Fotografie: 4 Ausstellungen und ein Buch
Parallel zur Ausstellung HUMANITY am Quai Wilson zeigt das Museum drei weitere Fotoausstellungen in seinen Räumlichkeiten: Dialogues On Humanity in Zusammenarbeit mit Photo Elysée, dem IKRK und der DEZA, The Suitcase Project von Ben Buckland und Jasmine Cay, und Human. Kind., zu der im Juli ein Buch bei Thames & Hudson erscheint.
Quelle: elliott
Bildquelle: Zoé Aubry