Nachhaltige Events: Machen Sie Ihre Veranstaltung grün!

05.03.2014 |  Von  |  Geschäftlich, Indoor, Outdoor
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Nachhaltige Events: Machen Sie Ihre Veranstaltung grün!
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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind längst im Bereich des Eventmanagements angekommen. Begriffe wie „Corporate Social Responsibilty“, kurz CSR, spielen bei der Durchführung von Veranstaltungen eine tragende Rolle. Bereits zu den Olympischen Spielen in London wurden mit der ISO Norm 20121 globale Nachhaltigkeitsstandards für grosse Events festgelegt.

Mit nachhaltigen Events das Image verbessern 



Kunden oder Teilnehmer von Events wollen zunehmend wissen, wie nachhaltig ein Produkt oder eine Dienstleistung ist, Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen eine immer grössere Rolle. Unternehmen, die Wert auf Ihr Image legen, sollten daher bei Veranstaltungen die Themen Nachhaltigkeit und CSR nicht vernachlässigen. Dabei kommt es auf die Nachhaltigkeit der gesamten Prozesse an. Die Norm 20121 sieht nicht nur den Schutz der Umwelt vor, sondern berücksichtigt auch die sozialen und ökonomischen Komponenten der Prozesse. 

Experten aus 32 Staaten haben gemeinsam die Norm erarbeitet, Grundlage für ihre Arbeit waren die Arbeitsergebnisse 164 nationaler Gremien. Im Rahmen der Wertschöpfungskette einer Veranstaltung sollen alle Beteiligten die Möglichkeit haben, finanziell erfolgreich zu sein ohne sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu entziehen. Veranstalter müssen bei Durchführung der Massnahme auf die Einhaltung von Arbeitsrichtlinien, Gesundheitsschutz und Sicherheit aller Beteiligten achten.

Was können Sie als Veranstalter tun, um ein nachhaltiges Event zu organisieren?

Vor Beginn der Veranstaltung sollten Sie als Unternehmen prüfen, ob ein Treffen aller Teilnehmer wirklich notwendig ist, oder ob im Rahmen einer Video- oder Telefonkonferenz die Tagesordnung durchgearbeitet werden kann. Dank der technischen Möglichkeiten ist ein virtuelles Treffen oftmals ausreichend. Handelt es sich um eine Veranstaltung mit vielen Teilnehmern, wählen Sie einen Veranstaltungsort, der gut mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln zu erreichen ist. Weisen Sie Teilnehmer darauf hin, möglichst öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um zum Event zu gelangen. Durch die Ausgabe von Fahrkarten kann ein besonderer Anreiz geboten werden. Handelt es sich um ein grosses Event, kann die Eintrittskarte mit einer Fahrkarte kombiniert werden. Prüfen Sie, ob im Rahmen eines Shuttle-Services mehrere Teilnehmer gleichzeitig zum Veranstaltungsort transportiert werden können.



Setzen Sie auf kurze Wege und regionale Anbieter 

Um kurze Wege zu gewährleisten, wählen Sie möglichst regionale Dienstleister zur Durchführung Ihres Events. Beim Catering sollten Sie ebenfalls Wert auf einen regionalen und saisonalen Bezug legen und auf Produkte aus biologischem Anbau setzen. Wählen Sie Produkte aus fairem Handel und bevorzugen Lebensmittel aus einem ökologischen Anbau. Ein umweltschonender Transport des Caterings sollte berücksichtigt werden. Versuchen Sie, durch ein positives Abfallmanagement möglichst wenig Abfall zu produzieren. Bei der Veranstaltung sollte es die Möglichkeit zur Mülltrennung geben, vermeiden Sie Einwegverpackungen.

Ein bewusster Umgang mit Wasser gehört ebenfalls zu einem nachhaltigen Eventmanagement. Bieten Sie Leitungswasser in Karaffen an oder installieren Sie Trinkbrunnen, das kommt bei den Gästen sehr gut an! Achten Sie bei der Auswahl der Location auf umweltfreundliche Gebäude. Idealerweise wird das Gebäude mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt und besitzt eine energieeffiziente Infrastruktur. Bei einigen Veranstaltungsorten wurde bereits beim Bau auf umweltbelastende Materialien verzichtet. Verzichten Sie auf eine traditionelle Klimaanlage – nachhaltige Gebäude setzen auf eine Betonkernkühlung, die zu einer deutlichen Energieersparnis beiträgt.

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Findet Ihre Veranstaltung in freier Natur statt, arbeiten Sie mit einem Umweltbeauftragten zusammen. (Bild: MARGRIT HIRSCH / shutterstock.com)

Die Ressourcen schonende Durchführung Ihres Events



Einweggeschirr und Getränkedosen haben auf einer nachhaltigen Veranstaltung nichts verloren! Setzen Sie Mehrwegverpackungen und Geschirr ein, das wiederverwendet wird. Können Sie aufgrund der Grösse Ihres Events nicht auf Mehrwegverpackungen verzichten, wählen Sie Produkte, die sich nach der Verwendung kompostieren lassen. Sorgen Sie für eine Ressourcen schonende Durchführung Ihres Events! Findet Ihre Veranstaltung in freier Natur statt, arbeiten Sie mit einem Umweltbeauftragten zusammen. Werden für Ihr Event zeitweise Gebäude oder Zelte errichtet, ist ein vollständiger Rückbau notwendig.



Einige Unternehmen haben sich auf die Organisation nachhaltiger Events spezialisiert, die mit einer Zertifizierung nach ISO 20121 einhergeht. Dabei können die weltweiten Standards nicht nur für grosse Events eingesetzt werden, sondern auch für lokale Veranstaltungen und kleinere Meetings.

Was ist Nachhaltigkeit?

Ursprünglich kommt der Begriff der Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft. In einem Buch des sächsischen Berghauptmanns Hans-Karl von Carlowitz aus dem Jahr 1713 heisst es, man dürfe nur so viel Holz schlagen, wie auch nachwachsen könne. Auch der schottische Philospoh David Hume beschrieb in etwa zur gleichen Zeit die gemeinsame Nutzung von Gemeinschaftsgütern und den sozialen Nutzen daraus. Im Laufe der Zeit haben die Menschen die bereits im 18. Jahrhundert aufgestellte Regel leider wenig berücksichtigt. Wertvolle Rohstoffe und billige Arbeitskräfte standen im Vordergrund.

Bei der UNO-Konferenz 1972 in Stockholm berieten die Staaten unter anderem über die Zusammenarbeit beim Umweltschutz. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen wurde erarbeitet. Im Laufe der Zeit wurden weitere Abkommen über einen Schutz der Arten und der Umwelt getroffen. Im Rahmen der Gipfelkonferenz in Rio de Janeiro im Jahr 1992 wurde ein Leitbild für die internationale Umwelt- und Entwicklungspolitik geschaffen. Die nachhaltige Entwicklung wurde als globales Ziel definiert. Inzwischen stützt sich die Nachhaltigkeit auf drei Säulen: Die ökonomische Säule konzentriert sich besonders auf die langfristigen Erträge, während die ökologische Säule vor allem auf die Endlichkeit natürlicher Ressourcen fokussiert. Die soziale Säule schliesslich beschäftigt sich mit der Wertschöpfungskette und der Verteilungsgerechtigkeit für die an der Kette Beteiligten.



 

Oberstes Bild: © phloxii – shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.



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