Ballonfahrten – die Welt aus neuer Perspektive entdecken

23.03.2014 |  Von  |  Familie, Outdoor, Sommer
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Ballonfahrten – die Welt aus neuer Perspektive entdecken
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Die Menschheit hat seit jeher der Traum vom Fliegen beschäftigt. Den Vögeln gleich durch die Luft zu schweben und die Welt von oben zu betrachten, war bereits in der Antike ein Thema – der Mythos von Dädalus und Ikarus beweist es. Bis der Wunschtraum Wirklichkeit wurde, dauerte es. Der Heissluftballon der Brüder Montgolfier brachte 1783 den Durchbruch.

Erstmals erhob sich der Mensch in die Lüfte. Seitdem hat sich die Technik des Fliegens in ungeahnter Weise weiterentwickelt. Trotzdem ist die Faszination des Ballonfahrens geblieben. Die Fahrt im Heissluftballon gehört nach wie vor zu den beliebtesten Events.



Über Berge und Gletscher gleiten

Kaum eine Landschaft bietet dafür so spektakuläre Aussichten wie die Schweizer Bergwelt. Über schneebedeckte Gipfel und weisse Gletscher, tiefe Täler und grün-blaue Seen zu schweben, dazwischen Städte und Dörfer getupft, hat noch bei jedem tiefe Eindrücke hinterlassen – dazu ein Gefühl endloser Weite beim Panoramablick über sich bis zum Horizont in immer lichteren Farben ersteckende Bergketten und Wolkenlandschaften, bei klarem Himmel über hunderte Kilometer weit. Unvergesslich! Das Ballonfahren bedeutet vor allem eins: Ruhe und Musse. Im Vergleich zum Fliegen läuft die Fahrt gemächlich – und vom Geräusch des Brenners abgesehen – fast lautlos ab. Da bleibt Zeit für meditative Momente.

Ein Format für viele Anlässe

Als Event ist Ballonfahren für die unterschiedlichsten Anlässe geeignet. Bei privaten Ereignissen – Verlobungen, Hochzeiten, Geburtstagen oder Jubiläen – kommt eine Ballonfahrt ebenso gut an wie bei Firmenevents. Hier wird der Heissluftballon gerne als Teambildungs-Event oder als Incentive genutzt. Aber auch in grösserem Rahmen als Kundenveranstaltung lässt sich das Format bei mehr Teilnehmern umsetzen, wenn eine ganze Ballon-Flotte zum Einsatz kommt.



Outsourcing kein Problem

Die Organisation eines solchen Events ist relativ einfach. Es gibt nämlich zahlreiche Anbieter von Ballonfahrten innerhalb der Schweiz oder in angrenzenden Ländern, die für unterschiedlichste Anlässe Ballonfahrten anbieten. In vielen Fällen erfolgt das als Rundum-Service-Paket, bei der sich der Veranstalter auch um Übernachtung, Bewirtung sowie Organisation und An- und Abreise kümmern. Die Vorbereitung und Durchführung lässt sich daher weitgehend outsourcen. Das ist oft ein Vorteil, wenn es schnell gehen soll.

Unsicherheitsfaktor Wetter

Wie läuft eine Ballonfahrt typischerweise ab? Wenn die Fahrt gebucht ist, muss etwa 24 Stunden vor Fahrtantritt geklärt werden, ob die Wetterbedingungen stimmen. Denn das Wetter ist einer der Unsicherheitsfaktoren bei diesem Ereignis. Dass der Start nur bei Erfüllung der Wettervoraussetzungen möglich ist, leuchtet unmittelbar ein. Eine Fahrt bei Sturm und Hagel mag Abenteuer sein, aber sicher kein positives Erlebnis.



Der Aufbau 

Stimmt das Wetter, treffen sich die Teilnehmer mit dem Veranstalter am Startplatz. Dort angekommen wird der fertig ausgerüstete Korb mit dem Ballon verbunden und zur Seite gekippt. Dann wird die Ballonhülle über Ventilatoren mit Kaltluft gefüllt. Schliesslich erfolgt die Aufheizung durch den Brenner und die Ballonaufrichtung. Bereits dieser Part ist für die meisten Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. 

Ballonfahrt-Aufsteigung-Ronnachai-Palas-Shutterstock.com

Das Aufsteigen. (Bild: Ronnachai Palas / Shutterstock.com)

Das Aufsteigen

Wenn der Ballon voll aufgerichtet ist, kann der Korb bestiegen werden. Vorher ist die nötige Sicherheitseinweisung der Teilnehmer durch den Ballonführer oder Mitarbeiter des Veranstalters erfolgt. Die Körbe sind von der Grösse meist so ausgelegt, dass fünf bis zwölf Personen darin Platz haben. Die Luft in der Hülle wird dann weiter erhitzt, bis der Ballon anfängt zu schweben. Dann steht der Fahrt nichts mehr im Wege. Ballonfahrten finden wegen der thermischen Verhältnisse meist am frühen Morgen oder Abend statt. Die eigentliche Fahrt dauert meist ein bis zwei Stunden. Für die Gesamtveranstaltung sollte ein Zeitrahmen von vier Stunden kalkuliert werden.

Fahrt und Landung 

Welche Strecke dabei zurückgelegt wird, hängt von der Stärke und Richtung der Winde ab. Die Fahrt erfolgt übrigens im Korb selbst gefühlt windstill, denn der Ballon bewegt sich ja mit dem Wind. Dafür ist die Sonne umso näher. Eine Besonderheit der Ballonfahrt ist, dass sie sich nur bedingt kalkulieren lässt. Eine Steuerung wie beim Fliegen ist hier nämlich nicht möglich, der Ballon wird vielmehr getrieben, nur die Höhe lässt sich bewusst variieren.

Die erreichten Geschwindigkeiten sind gemächlich. Bei normalen Wetterlagen werden 40 km/h selten überschritten. Üblicherweise werden bei Passagierfahrten Höhen von rund dreitausend Metern erreicht. Bei – physikalisch durchaus möglichen – grösseren Höhen wären wegen des Sauerstoffmangels Masken erforderlich.



Ganz dem Zufall überlassen ist die Wegstrecke des Ballons allerdings nicht. Durch Ausnutzung unterschiedlicher Höhen mit unterschiedlichen Windrichtungen und -geschwindigkeiten kann der Fahrtverlauf in gewissen Grenzen beeinflusst werden. In der Regel folgt dem Ballon eine Verfolgermannschaft, die den Ballon und seine Passagiere am Landeplatz in Empfang nimmt. Dann geht es ans Einpacken.

Ballonfahrertaufe

Zu vielen Ballonfahrten gehört am Schluss die Ballonfahrertaufe mit einer Aufnahme in den ‚Ballonadelsstand‘ und begleitendem (Sekt)umtrunk. Dieser Brauch hat einen historischen Ursprung. In der Zeit der ersten Ballonfahrten war dieses Erlebnis nur dem Adel vorbehalten. Der französische König Ludwig XVI. hatte ein entsprechendes Gesetz erlassen. Dies dürfte den wenigsten Teilnehmern einer Ballonfahrertaufe bewusst sein. Der Begeisterung tut das keinen Abbruch. Die Taufe bildet den krönenden Abschluss eines einzigartigen Events, an das sich jeder, der daran teilgenommen hat, gerne erinnert. 



 

Oberstes Bild: © Ciprian Stremtan – Shutterstock.com

Über Stephan Gerhard

ist seit Jahren als freier Autor und Texter tätig und beschäftigt sich bevorzugt mit Themen rund um Finanzen, Geldanlagen und Versicherungen sowie Wirtschaft. Als langjähriger Mitarbeiter bei einem Bankenverband und einem großen Logistikkonzern verfügt er über umfassende Erfahrungen in diesen Gebieten.

Darüber hinaus deckt er eine Vielzahl an Themen im Bereich Reisen, Tourismus und Freizeitgestaltung ab. Er bietet seinen Kunden kompetente und schnelle Unterstützung bei der Erstellung von Texten und Präsentationen.



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