Ran an die Pinsel, die Shabby Chic Party kommt!

09.07.2014 |  Von  |  Familie, Privat
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Ran an die Pinsel, die Shabby Chic Party kommt!
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Die Amerikanerin Rachel Ashwell gilt als Erfinderin des mittlerweile weltweit extrem beliebten Einrichtungsstils „Shabby Chic“. Dabei wird alten und lieb gewonnenen Möbelstücken mit Farbe, Schleifgerät und Co. neues Leben eingehaucht, bis ein harmonischer Mix aus Alt und Neu, also Designerstück und Flohmarkt entsteht, in dem sich die ganze Familie wohlfühlt. Der neueste Trend hierbei geht jetzt zu Shabby Chic Partys – oder besser „Shabby Chic(k)“, denn hier treffen sich mehrere Freundinnen, um gemeinsam Möbelstücke zu restaurieren und Dekorationen zu basteln. Doch was benötigt man dafür und was kann man alles machen?

Natürlich sollte man für eine Shabby Chic(k) Party ausreichend Platz zur Verfügung haben. Das kann, bei gutem Wetter, der Garten sein, eine leere Garage, eine Scheune oder, falls Sie nur kleinere Dekorationen fertigen wollen, natürlich auch das Wohnzimmer. Wichtig ist, dass jeder Ihrer Gäste die Möglichkeit hat, sich richtig ausbreiten zu können. Für grobe Arbeiten wie das Anschleifen der Möbel ist eine Werkbank oder ein alter Tisch, bei dem etwaige Beschädigungen nichts ausmachen, sehr nützlich. Sie benötigen ausserdem ausreichend Plastikplanen oder altes Zeitungspapier (Achtung, könnte reissen oder kleben!), um den Untergrund vor Farbspritzern und Co. zu schützen.

Sagen Sie Ihren Freundinnen im Voraus, dass auf schicke Kleidung und High Heels gerne verzichtet werden kann. Heute wird gewerkelt, und das Einzige, was gut aussehen soll, sind die von Ihnen gezauberten Möbelstücke am Ende des Tages!

Kreidefarbe, Lacke und Eierkartons

Natürlich werden Sie für Ihre Party zahlreiche Materialien brauchen, die nicht gerade billig sind. Sammeln Sie ruhig im Vorfeld diese Materialkosten ein! Es gibt übrigens zahlreiche Anbieter in der Schweiz, die Shabby Chic Workshops anbieten; diese kosten zwischen 150 und 200 Franken pro Tag! Natürlich müssen Sie nicht so hoch greifen, aber 30 bis 40 Franken sollte Ihren Freundinnen so ein schönes Erlebnis schon wert sein. Mit diesem Geld können Sie Farben und andere Materialien besorgen, wie zum Beispiel:




  • Kreidefarbe (kann man im Internet bestellen)
  • Acryllack
  • Pinsel, Schaumstoffrollen, Spachtel
  • Antikwachs zum Nachbearbeiten
  • Gipsornamente zum Verzieren
  • Servietten für Serviettentechnik
  • Schleifpapier und Schleifblöcke.

Grössere Gerätschaften, wie zum Beispiel ein anständiges Schleifgerät, kann man sich entweder von Bekannten oder aber auch im Baumarkt für kleines Geld ausleihen.

Kreidefarbe ist das, was Shabby-Chic-Stücken erst ihren Charme verleiht. Allerdings ist sie auch sehr hochpreisig und nur selten in Baumärkten zu finden, auch wenn diese langsam den Trend erkennen und auf den Shabby-Zug aufspringen. Deshalb nutzen viele Heimwerker(innen) mittlerweile ganz einfache Wandfarbe, um ein ähnlich pudrig-mattes Ergebnis zu erzielen. Das ist natürlich viel günstiger – aber haftet dafür auch nicht ganz so gut auf dem Werkstück.

Es ist letztlich Ihre Entscheidung, welche Art von Farbe Sie nutzen wollen. Aber gerade bei Möbelstücken, die starken Beanspruchungen ausgesetzt sein werden – zum Beispiel ein Esstisch oder ein Stuhl, der regelmässig genutzt wird – lohnt es sich, in die richtigen Materialien zu investieren.

Shabby Chic bedeutet wörtlich übersetzt "schäbiger Schick". (Bild: Anna-Mari West / Shutterstock.com)

Shabby Chic bedeutet wörtlich übersetzt „schäbiger Schick“. (Bild: Anna-Mari West / Shutterstock.com)

Und wie geht Shabby Chic eigentlich?




Shabby Chic bedeutet wörtlich übersetzt „schäbiger Schick“. Den Stücken soll man also ihr Alter ruhig ansehen dürfen. Glatt lackiert, ohne Streifen oder abgeplatzte Ecken ist hier nicht gefragt – was diesen Einrichtungsstil auch für „Laien“ so begehrenswert macht. Jeder, wirklich jeder, kann ein Möbelstück so aufbereiten, dass es in diesen Einrichtungsstil passt!




Um ein Möbelstück in diesem Stil aufzubereiten, muss man es zuerst einmal gründlich reinigen. Immerhin hängt oftmals der „Mief“ von Jahrzehnten – oder gar Jahrhunderten, wenn man wirklich alte Möbel für die Aufarbeitung zur Verfügung hat – in den Möbeln! Hat man dies erledigt, sollte man die Stücke anschleifen. Dies gilt besonders dann, wenn man auf Acryllack zurückgreift, denn durch den Anschliff haftet die Farbe besser. Bei Kreidefarbe kann man diesen Schritt auslassen oder aber die Möbel nur ganz leicht anschleifen, sodass die Oberfläche etwas angeraut ist.

Und dann kann man auch schon mit dem Streichen loslegen. Das aber natürlich erst dann, wenn man den Schleifstaub von den geschliffenen Möbeln entfernt hat, sonst entstehen unschöne Hubbel und Macken. Ist das komplette Stück fertig, kann man nun mit Schleifpapier an den Ecken und Kanten Teile des Gestrichenen vorsichtig und hauchdünn abschleifen, sodass ein schöner „Used-Look“ entsteht.




Es müssen nicht immer grosse Möbelstücke sein




Wenn Sie nicht den Platz oder die Möglichkeiten haben, gemeinsam mit Ihren Freundinnen auf grossem Raum Möbelstücke zu gestalten, können Sie es natürlich auch im kleinen Rahmen umsetzen und süsse kleine Dekostücke zaubern. Verleihen Sie einem Spiegel neuen Glanz oder basteln Sie einen sommerlich-eleganten Kranz für Ihre Türe. Die Rohlinge dafür kann man bereits für wenige Franken erwerben, und dann sollte man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Verzieren Sie ihn mit nostalgischen Bändern, selbst gemachten Stoff- oder Filzblumen, Perlen – die Möglichkeiten sind unendlich. Und wenn Sie so mit Ihren Freundinnen am Tisch sitzen, einen Sekt oder einen Kaffee trinken, plaudern und Spass haben, entstehen lauter kleine schöne Dinge, mit denen Sie Ihr Heim verschönern können.

Aber Vorsicht – Shabby Chic macht süchtig, und schon bald könnten aus einem einmaligen Event feste Dates werden, an denen Sie mit Ihren Freundinnen alles anstreichen, was Ihnen in die Hände fällt! Oder Sie machen sich den Spass und möbeln alte Sachen gemeinsam mit Ihren Kindern auf und zeigen Ihnen einen Weg, die Umwelt zu schützen und Sperrmüll zu vermeiden.

 

Oberstes Bild: © Ruth Black – Shutterstock.com


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