Snowboard, Langlauf & Co.: Welche Wintersportart passt zu mir?

06.12.2017 |  Von  |  News, Sport
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Snowboard, Langlauf & Co.: Welche Wintersportart passt zu mir?
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Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden gleichermassen durch Wintersportarten angesprochen. Sie sind traditionsreich und bieten die perfekte Mischung aus sportlicher Betätigung und Nervenkitzel. Zudem kann während der Abfahrten auch das schöne Bergpanorama genossen werden.

Wintersportler benötigen das passende Equipment für die jeweilige Aktivität. Vielleicht soll es ein wendiges Snowboard oder ein auf die jeweilige Piste ausgerichteter Ski-Typ sein? Vor dem Kauf müssen ambitionierte Wintersportfreunde erst einmal ihre Vorlieben kennen, sich ausgiebig mit der gewünschten Sportart befassen und diese mit den eigenen körperlichen Fähigkeiten abstimmen.

Dieser Artikel soll einen Überblick zu einigen beliebten Wintersportarten geben, um herauszufinden worum es dabei überhaupt geht und welche Fähigkeiten man mitbringen sollte.

Snowboard – Geschwindigkeit und Style in Einem

Auf einem Snowboard den Hang hinunter zu brausen und dabei im besten Fall noch kleine Kunststücke zu vollführen ist mit Sicherheit eine Traumvorstellung vieler Wintersportler. Bevor jedoch die schwarzen Pisten mit voller Geschwindigkeit befahren werden können, ist das nötige Training erforderlich.

Das Snowboarden kann im Endeffekt jeder erlernen. Kinder tun sich damit in der Regel leichter als Erwachsene. Verfügen letztere aber bereits über Erfahrung im Abfahrtski, fällt ihnen vermutlich ein Wechsel auf das Brett nicht schwer. Grundsätzlich sollten Snowboard-Fahrer einen guten Gleichgewichtssinn, eine gute Kondition und eine gewisse Schwindelfreiheit mit sich bringen. Wer kein Problem damit hat, in luftiger Höhe im Lift zu sitzen und später einige hundert Höhenmeter auf dem Weg ins Tal zurückzulegen bringt die besten Voraussetzungen mit.

Beim Snowboarden konzentriert sich der Sportler nicht ausschliesslich auf seine eigenen Fähigkeiten. Er muss auch sein Sportgerät beherrschen. Das Snowboard gibt ihm den nötigen Grip und führt zu einer erhöhten Geschwindigkeit. Wichtig ist eine solide Ausbildung am Hang, damit es nicht zu Gefahrensituationen kommt. Der Skiverband Sargansland Walensee hat dazu eigene Richtlinien und Ausbildungspläne definiert, um Kinder und Jugendliche möglichst früh an das sichere Fahren heranzuführen. Zu den Grundlagen gehören hier etwa das Erkennen von Gefahren sowie die Nutzung des Geländes und der Lifte.

Vom Handling her erinnert das Snowboard an einen nahen Verwandten – das Skateboard. In der technischen Ausführung ist die Sportart in einigen Aspekten (z.B. in Bezug auf den Stand) recht ähnlich. Vor allen Dingen Geschwindigkeit und Style sind zwei Eigenschaften, die das Snowboarden zu einem beliebten Schneesport machen. Bringt der Sportler und die nötige Körperbeherrschung mit, sind zudem eindrucksvolle Kunststücke möglich.

Wer die Sportart betreiben möchte, braucht logischerweise zunächst ein passendes Brett. Damit das Fahren darauf richtig Freude bereitet und zu den eigenen Fähigkeiten passt, muss die Länge passen. Snowboards sind in der Regel ein bis zwei Meter lang. Hersteller setzen bei der Produktion auf unterschiedliche Materialien. Vorwiegend kommen Holz, Aluminium, Karbon, Fieberglas und Schaumstoff zum Einsatz.

Das natürliche Holz-Material ist mit seinem Retro-Charme bei trotzdem hervorragenden Fahreigenschaften sehr beliebt. Auf der Oberseite befestigt der Fahrer die Füsse am Brett. Die Unterseite muss gleich zwei Anforderungen erfüllen: Auf der einen Seite sorgt sie für den Halt des Fahrers. Andererseits stellt sie die Basis für die Wendigkeit und somit für Kunststücke dar. Polyethylen stellt in der Regel den Grundstoff des Belags dar. Oben halten die Bindungen die Füsse fest. Damit es beim Sturz nicht zu Verletzungen kommt, lösen sich die Füsse bei einer starken Belastung aus  der Bindung. Der Sport ist einfach zu erlernen, setzt jedoch einen guten Gleichgewichtssinn voraus – insbesondere, wenn man schwierigere Abfahrten meistern möchte.

Ski-Langlauf – Anforderungen und Equipment

Beim Skilanglauf ist, ebenso wie beim Snowboarden, die richtige Ausdauer gefragt. Bei diesem Sport bewegt man sich in der Regel auf horizontaler Ebene und muss daher selbst für den nötigen Anschub sorgen. Das kostet zwar Kraft, lässt den Sportler aber auch das Tempo selbst beeinflussen – ein Grund, wieso die Sportart gerade bei älteren Personen sehr beliebt ist. Die durch den Sport beanspruchten Muskelgruppen sind sehr vielseitig. Langlauf stellt daher eine ideale Sportart für alle dar, die sich eine ganzheitliche Belastung des Körpers wünschen. Der Sport lässt sich alleine oder in Gruppen ausüben. Langlauf eignet sich hervorragend für alle, die über die nötige Ausdauer verfügen (oder diese verbessern möchten) und dabei immer „auf dem Boden bleiben“.


Langlauf als die „gemütliche“ Variante des Skifahrens. Die Skating-Technik ist jedoch richtig schweisstreibend. (Bild: fotolia.com © mmphoto #165482296)

Langlauf als die „gemütliche“ Variante des Skifahrens. Die Skating-Technik ist jedoch richtig schweisstreibend. (Bild: fotolia.com © mmphoto #165482296)


Der Langlaufski unterscheidet sich in einigen Punkten vom Abfahrtski. Er ist deutlich schmaler und verfügt zudem über eine nach oben gewölbte Spitze. Tiefer gehend lassen sich diverse Varianten unterscheiden:

  • Klassischer Langlaufski
  • Skatingski
  • Kombiski
  • Nordic Cruising
  • Backcountry

Die Wahl des geeigneten Skis hängt in erster Linie davon ab, in welchem Gelände man fahren möchte. Die meisten Langläufer fahren in sogenannten Loipen. Häufig sind hier feste Spuren vorhanden, die den Weg der Route markieren und die Fortbewegung erleichtern. Darüber hinaus gibt es auch sogenannte Skating-Loipen, die mit spezieller Technik befahren werden. Wer nicht auf präpariertem Untergrund fahren möchte, ist mit Backcountry-Skiern gut beraten.

Zusätzlich zu den Skiern benötigt der Langläufer auch passende Schuhe, um eine optimale Bindung zu ermöglichen und geeignete Stöcke, damit er sich kraftvoll abstossen und schnell fortbewegen kann.

Eislaufen – viele Varianten auf glatter Oberfläche

Beim Eislaufen geht es rasant zu. Mit glatten Kufen ausgestattet, erreichen professionelle Sportler Geschwindigkeiten von zwischen 40 und 60 km/h. Um die schnelle Fortbewegung zu ermöglichen, bedienen sich Eisschnellläufer einer besonderen Technik. Sie stossen sich mit jedem Fuss abwechselnd vom Eis ab und gleiten dadurch über die Eisfläche.


Eislaufen ist besonders vielseitig. Es wird im Freien und in der Halle praktiziert, ganz gemütlich nur zum Spass oder sportlich mit Ambitionen. (Bild: fotolia.com © sibstock #103270823)

Eislaufen ist besonders vielseitig. Es wird im Freien und in der Halle praktiziert, ganz gemütlich nur zum Spass oder sportlich mit Ambitionen. (Bild: fotolia.com © sibstock #103270823)


Die meisten Schlittschuhe gehen über den Knöchel, um Schutz vor dem Umknicken zu gewährleisten. Der passende Schlittschuh sollte aber auch an die jeweilige Sportart angepasst werden, so haben Eisschnellläufer und Hockey-Spieler schmalere Kufen um so mehr Geschwindigkeit zu bekommen. Das Laufen auf Schlittschuhen ist für alle Altersgruppen erlernbar. Wer unsicher ist, kann sich zahlreicher Hilfsmittel bedienen, die auf den Anlagen angeboten werden.

Während die meisten Wintersportler beim ersten Versuch noch etwas wacklig ihre Runden drehen und im gemächlichen Tempo diese schöne Sportart geniessen, können sich erfahrenere Schlittschuhläufer in unterschiedlichen Disziplinen versuchen. Dazu zählen unter anderem:

  • Eishockey
  • Eisschnelllauf
  • Eiskunstlauf

Eishockey ist ein kräftezehrender Teamsport, der eine sichere Fahrweise voraussetzt, da die Sportart mit Körperkontakt ausgeführt wird. Eine Affinität zu Mannschaftssportarten und Standhaftigkeit sind empfehlenswert.

Der Eisschnelllauf ist etwas für ambitionierte Eisläufer, die den Kampf gegen die Uhr gewinnen möchten. Wer sich schon sicher fühlt und wissen möchte, wie schnell er wirklich fahren kann, darf dies bei entsprechenden Wettkämpfen unter Beweis stellen. Im regulären Betrieb sind die Eislaufbahnen oft überfüllt, sodass ein hohes Tempo kaum möglich ist. Sportliche Schlittschuhfahrer können sich beim Eisschnelllauf also richtig austoben.

Freunde der Ästhetik können sich am Eiskunstlauf versuchen. Damit die Figuren, die teilweise an Ballet und verschiedene Tanzarten erinnern, gelingen, ist höchste Köperbeherrschung und Gelenkigkeit erforderlich.

Abfahrtski – immer bergab auf der Piste

Die Königsdisziplin im Wintersport ist mit Sicherheit das Skifahren auf der Piste. Ähnlich wie beim Snowboarden sollte der Sportler hierfür über eine gewisse Schwindelfreiheit und einen guten Gleichgewichtssinn verfügen. Allerdings ist das Fahren auf zwei Brettern deutlich intuitiver zu erlernen, sodass die Sportart etwas einfacher zu erlernen ist.


Königsdisziplin alpines Skifahren – Jährlich treibt es Millionen von Menschen auf die Berge, um dem Geschwindigkeitsrausch zu frönen. (Bild: fotolia.com © mRGB #133435902)

Königsdisziplin alpines Skifahren – Jährlich treibt es Millionen von Menschen auf die Berge, um dem Geschwindigkeitsrausch zu frönen. (Bild: fotolia.com © mRGB #133435902)


Beim Abfahrtski werden drei Schwierigkeitsgerade unterschieden:

  • Blaue Pisten (einfach)
  • Rote Pisten (mittel)
  • Schwarze Pisten (schwierig)

Wer noch ganz frisch dabei ist, kann seine Technik zunächst an speziellen, besonders flachen Übungshängen erlernen und Vertrauen in das Material gewinnen. Nach den ersten, gelungenen Versuchen kann es dann endlich auf den Berg gehen. Mit Gondel-, Sessel-, Teller-, oder Schlepplift gelingt der komfortable Aufstieg. Oben angekommen, kann zunächst das Panorama genossen werden. Dann geht es aber auch zeitnah wieder hinunter.

Damit die Abfahrt etwas länger dauert und das Tempo auf einem moderaten Level gehalten wird, fährt man in Bögen den Hang hinab. Idealerweise fährt man dabei nicht auf der Fläche der Skier, sondern auf den Kanten. Diese sogenannte Carving-Technik sorgt für höhere Geschwindigkeiten.

Eine Abwandlung des Abfahrtskis ist das sogenannte Tourenski-Fahren. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Abfahrt und Wanderung. Statt immer wieder mit dem Lift den Berg zu erklimmen, wird dieser von Tourenski-Fahren zu Fuss erklommen. Da hier die Anforderungen an die Ski gänzlich anders sind, gibt es für das Tourenski-Fahren ganz spezielle Ski. Bei der Auswahl sollte man jedoch genau prüfen, welchen Bedarf man hat bzw. welcher Typ man ist. So ist genau abzuwägen, ob man eher aufstiegsorientierte Tourenski oder abwärtsorientierte benötigt; der Unterschied ist hierbei immens.

So sind es nicht nur Grösse und Gewicht der Fahrer, die den Ski beeinflussen. Auch die Art der Strecke spielt eine Rolle. Wer abfahrtsorientierte Strecken bevorzugt, sollte demnach auf Skier mit einer Breite ab 90 Millimeter unter der Bindung suchen. Aufstiegsorientierte Skier hingegen sollten unter der Bindung 83 Millimeter breit sein, damit sie durch die verminderte Breite einfacher beim Gehen zu benutzen sind. Gerade Anfänger sind oft noch unentschlossen, welches Terrain das richtige für sie ist. Daher empfehlen sich hier Allrounder, die irgendwo zwischen der Breite der aufstiegs- und abfahrtsorientierten Skier liegen.

Gleitschuh-Fahren – der einfach Einstieg für Kids

Bevor der Sprössling am Hang steht und in voll ausstaffierter Skifahrer-Montur den Lift am liebsten wieder herunterfahren möchte, kann die Fortbewegung auf Schnee und vereisten Flächen bereits auf horizontaler Ebene getestet werden. Gleitschuhe sehen aus wie verkürzte Skier und ermöglichen auch für Anfänger eine relativ einfach zu kontrollierende Art der Fortbewegung. Meistens besitzen die Schuhe eine Rutschfläche. Es gibt jedoch auch Modelle, die mit zwei parallelen Kufen ausgestattet sind. Diese Arten von Gleitschuhen zeigen auf Eisflächen deutliche Vorteile, weshalb sie meistens dort zu finden sind.

Anders als bei Skiern brauchen die Sportler für die Verwendung von Gleitschuhen keine Spezialschuhe. Die einfachen Alltagsschuhe reichen aus und können dank der flexiblen Bindung sicher befestigt werden. Da beim Sport Feuchtigkeit an die Oberfläche der Schuhe gelangt, bietet sich die Anschaffung von imprägnierten Schuhen an. Breite und Oberweite der Gleitschuhe sind den individuellen Gegebenheiten anzupassen.

Der geringere Anschaffungspreis der Gleitschuhe im Vergleich zum Ski oder zum Snowboard spricht vor allem Eltern an, die zunächst einmal testen möchten, ob der Nachwuchs auch wirklich Interesse am Wintersport findet. Innerhalb kurzer Zeit erlernen die Kleinen die Bewegungen auf den Gleitschuhen, können Sicherheit gewinnen und erste Erfolgserlebnisse sammeln. Sie erreichen keine hohen Geschwindigkeiten, sodass die Verletzungsgefahr minimiert wird. Gerade auf vereisten Flächen ist das Tragen von Schutzkleidung jedoch empfehlenswert, damit die kleinen Wintersportler im Falle eines Sturzes gut gepolstert sind.

 

Titelbild: fotolia.com © lassedesignen #102904521

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