Zero Waste Party feiern – so geht’s

06.07.2019 |  Von  |  Indoor, Outdoor
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Zero Waste Party feiern – so geht’s
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Zero Waste ist nicht nur ein Trend, sondern ein Lifestyle. Hier geht es darum, so wenig Müll wie möglich, am besten jedoch überhaupt keinen Müll zu produzieren. Oft ist das allerdings gar nicht so leicht. Supermärkte setzen noch immer auf in Plastik verpackte Gurken und Unverpacktläden lassen sich noch längst nicht in jeder Stadt finden.

Wer weiss, wo er unverpackt und ressourcenschonend einkaufen kann, hat jedoch nur wenig Probleme, seinen Zero Waste Alltag zu meistern. Schwierig wird es für viele erst, wenn sie in grossen Mengen einkaufen müssen oder sich das Ziel gesetzt haben, eine nachhaltige Party zu schmeissen – ohne, dass es den Partygästen an etwas fehlt.

Doch funktioniert eine Zero Waste Party überhaupt? Die Antwort ist ein klares „Ja“, die Frage ist nur, wie eine Zero Waste Party funktioniert und auch zu einem vollen Erfolg wird.

Regionale Dienstleister beauftragen

Besonders grössere Partys lassen sich oft nicht mehr auf eigene Faust bewerkstelligen. Eine professionelle Eventagentur ist da ebenso ein Muss, wie ein Cateringservice und ein DJ. Wer viel Wert auf Zero Waste legt, der sollte sich ganz klar für Dienstleister aus seiner Umgebung entscheiden. Ein solcher wird für die Anfahrt zur Party deutlich weniger Sprit benötigen, was letztendlich auch einen positiven Einfluss auf die CO2-Bilanz der Party hat.

Hier ergibt sich ein weiterer Vorteil: weniger Spritverbrauch bedeutet für den Veranstalter der Party natürlich auch weniger Kosten hinsichtlich der Anreisekosten.

Digitale Einladungen

Gastgeber einer Zero Waste Party können natürlich noch deutlich weiter gehen. Besonderes Potenzial bieten hier die Einladungen, die an die potenziellen Partygäste verschickt werden. Während herkömmliche Einladungen auf Papier gedruckt werden und dem Empfänger zumeist per Lieferwagen zugestellt werden, können digitale Einladungen ohne viel Aufwand und ohne Papier verschickt und zusätzlich dazu in Echtzeit zugestellt werden. Die Vorteile der digitalen Alternative liegen also klar auf der Hand – nicht nur hinsichtlich des Zero Waste Gedankens.

Wer digitale Einladungen für zu unpersönlich hält, kann die Partygäste aber natürlich auch mündlich einladen. Gemeint ist hier der gute alte Anruf. Hier kann nicht nur die Einladung ausgesprochen, sondern auch ein bisschen gequatscht werden.

Möbel mieten anstatt kaufen

Nicht jede Zero Waste Party findet im Kleinen statt. Auch Unternehmen und Städte zeigen bei ihren Veranstaltungen immer mehr Interesse an der Nachhaltigkeit. Besonders jene grossen Partys können allerdings nur selten in privaten oder geschäftlich genutzten Räumen stattfinden, die über das entsprechende Mobiliar verfügen.

Anstatt nun für ein einziges Event Stühle, Tische, Barhocker und Co zu kaufen und anschliessend auf dem Müll verschwinden zu lassen, bietet es sich hier an, die benötigten Möbel ganz einfach zu mieten. Meist ist diese Möglichkeit nicht nur deutlich günstiger, sondern auch um einiges nachhaltiger und ressourcenschonender.

Tabu: Papierservietten, Plastikgeschirr und Einwegstrohhalme

Dass Plastikgeschirr auf der Zero Waste Party fehl am Platz ist, weiss vermutlich jeder. Selbiges gilt natürlich auch für Einwegstrohhalme und Papierservietten. Doch was ist die Alternative?

Hinsichtlich des Geschirrs ist natürlich klar, dass jenes aus Porzellan deutlich nachhaltiger ist. Gastgeber einer Zero Waste Party sollten jedoch unbedingt bedenken, dass Teller aus Porzellan, Gabeln, Messer und Löffel aus Edelstahl, nicht einfach weggeworfen werden können. Insofern sollte für ausreichende Spülmöglichkeiten gesorgt werden.

Alternativen gibt es natürlich auch zu den Einwegstrohhalmen. Schon seit Jahren populär sind Strohhalme aus Metall. Besonders edel wirken hingegen jene Modelle aus Glas. Wenn die Party tatsächlich unter dem Motto „Zero Waste“ stattfindet, eignen sich allerdings auch Strohhalme, die aus Holz oder Bambus gefertigt sind.


Einwegstrohhalme gibt es sogar in verschiedenen Grössen, passend zu jedem Getränk! (Bild: zakalinka – shutterstock.com)


Papierservietten lassen sich hingegen sehr leicht durch Servietten aus Stoff ersetzen. Dann benötigt es nur noch einen Korb, in dem die Gäste die gebrauchten Servietten entsorgen können.

Leckere Gerichte aus regionalen Lebensmitteln

Leckeres Essen ist auf jeder Party ein Muss. Für etwas mehr Nachhaltigkeit sorgen hier Gerichte, die aus regionalen und frischen Lebensmitteln zubereitet worden. Vor der Party lohnt sich daher der Gang auf einen Markt. Für ein sättigendes Menü braucht es nur selten Lebensmittel aus fernen Ländern. Meist gibt die Auswahl an heimischen Nahrungsmitteln eine grosse Vielfalt her.

Lebensmittel möglichst unverpackt kaufen

In Puncto Zero Waste ist natürlich auch die Verpackung der Lebensmittel nicht zu vernachlässigen. Auf in Plastik verpackte Gurken, auf Joghurt im Plastikbecher und auf Fingerfood mit Plastikspiess sollte möglichst verzichtet werden. Im Supermarkt lässt die Auswahl an unverpackten oder zumindest gering verpackten Lebensmitteln jedoch meist zu wünschen übrig.



Die gute Nachricht: Es gibt immer mehr Unverpacktläden. Hier lassen sich die verschiedensten Lebensmittel gänzlich ohne umweltschädlicher Verpackung kaufen. Feinkostläden bieten hingegen oft Lebensmittel wie Oliven, Antipasti und Frischkäse an, die im eigens mitgebrachten Gefäss verpackt werden können. Ähnliches gilt auch bei der örtlichen Bäckerei und dem Metzger.

Mehrweg statt Einweg

Ohne Getränke schmeckt auch das beste Essen nicht. Wichtig ist hier natürlich eine ausgewogene Vielfalt, die von Wasser und Fruchtsäften über alkoholische Getränke wie Sekt und Weisswein bis hin zu selbst gemachten Bowlen reichen.

Nicht alles lässt sich in den benötigten Mengen selbst machen und spätestens, wenn es um Bier, Wein und Schnaps geht, lässt sich der Getränkemarkt nicht mehr umgehen. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Getränke als Mehrweggebinde gekauft werden. Um beim Bier die Kronkorken einzusparen, eignen sich Biermarken, die auf Bügelflaschen setzen, besonders gut.

Anstatt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen, bietet es sich – insofern gutes Leitungswasser vorhanden ist – an, dieses in Karaffen auf den Tisch zu stellen. Wer weiss, dass seine Gäste gerne Sprudel trinken, können auf den Sodastream zurückgreifen.

 

Titelbild: chris_tina – shutterstock.com


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