Köstlichkeiten aus der Eismaschine
von Agentur belmedia Allgemein
Im Fachhandel erhalten Sie Eismaschinen in diversen Ausführungen, auch die Kaufpreise unterscheiden sich deutlich. Glacémaschinen mit doppelwandigem Behälter oder Kühlakkus sind relativ günstig. Sie müssen 12 bis 18 Stunden im Tiefkühler gefroren werden, bevor sie bereit zur Eisherstellung sind. Am besten kühlt man die Geräte über Nacht vor.
Teurer sind die Modelle mit eigenen Kompressoren, aber sie sind schneller einsatzbereit. Ohne Vorkühlen können Sie direkt Eis, Sorbet oder gefrorenen Joghurt produzieren. Die Zubereitung gelingt problemlos, sie können jeweils einen Liter Eis herstellen. Das integrierte Kühlaggregat kühlt die Eismasse in ungefähr 30 bis 60 Minuten, je nach Sorte des Eises.
Kompressormaschine contra Kühlakkus
Kompressormaschinen wiegen über 12 Kilogramm, die Schwergewichte sind wesentlich lauter als die Eismaschinen mit Akkubetrieb. Man sollte also ausreichend Platz in der Küche haben, am besten in einem separaten Hauswirtschaftszimmer. Modelle mit einem Eisbehälter zum Herausnehmen sind leichter zu reinigen.
In Maschinen mit Kühlakku können Sie eine Sorte Eis zubereiten, dann muss das Gerät neu vorgekühlt werden. Für Verbraucher, die nur ab und zu Eis essen, eine gute und günstige Anschaffung. Wer viel Eis ist, oder grössere Mengen benötigt, wählt lieber eine Kompressormaschine, auch wenn sie deutlich teurer ist. Die hochwertigen Geräte können mehrere Sorten nacheinander anrühren.
Verwenden Sie bei der Herstellung nur frische Milch, Sahne und Eier. Achten Sie auf gute Qualitätsprodukte. Das Eis wird besonders cremig, wenn Sie vollfette Milchprodukte nehmen. Vergessen Sie die Kalorien! Die Früchte müssen reif und unversehrt sein, kein überreifes oder altes Obst verarbeiten.
Zum Süssen empfiehlt sich sehr feiner Zucker oder Puderzucker, grobkörniger Zucker löst sich schlecht auf. Das Eis wird sehr hart und fest, wenn Sie auf Zucker verzichten. Sie können auch speziellen Eiszucker benutzen. Kühlen Sie die benötigten Zutaten möglichst vor der Zubereitung im Kühlschrank.
Die Eisherstellung ohne Maschine gelingt auch, ist aber mühselig. Sie müssen ununterbrochen rühren, damit sich keine Eiskristalle bilden. Bewahren Sie übrig gebliebenes Eis in einem geeigneten Behälter in der Tiefkühltruhe auf. Selbst gemachten Eis hält ungefähr eine Woche. Wenn Sie zur Herstellung rohe Eier verwendet haben, dürfen Sie angetautes Eis nicht wieder einfrieren. Achtung, hier besteht Salmonellengefahr! Aber erfahrungsgemäss lassen die Familie und die Gäste Ihrer nächsten Party von einem leckeren Eis sowieso nichts übrig.
Kommen wir jetzt zum interessantesten Teil, den Rezepten. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Den Eismaschinen liegt meistens ein kleines Rezeptbuch bei, um erste Ideen zu bekommen. Die Klassiker Vanille und Schokolade werden immer gerne gegessen. Für die Freunde von Obst empfehlen sich Kirschen, Erdbeeren, Pfirsiche oder sogar Zitronen. Kombinieren Sie die Geschmacksrichtungen und probieren verschiedene Varianten aus. Wie wäre es zum Beispiel mit Vanille-Mango? Sahne macht das Eis wunderbar cremig, Fruchtsäfte dagegen sind etwas für die Kalorienbewussten.
Wem ein feines, süsses Eis noch nicht reicht, der produziert auch noch die passenden Waffeln im eigenen Waffelautomat. Bald werden die Gäste bei Ihnen Schlange stehen! Der Favorit der Schweizer ist das Vanilleeis, gefolgt von Erdbeer- und Schokoladeneis.
Wenn Sie Bedenken wegen des vielen Zuckers im Eis haben, trösten Sie sich mit dem Wissen, dass Eis wichtige Nährstoffe enthält. Ihr Körper dankt Ihnen die Versorgung mit Proteinen, Laktose, Kalzium und Phosphat.
Eiskalte Geschichte
In China konsumierten die Menschen schon 3000 Jahre v. Chr. die köstliche kalte Speise. Der Genuss von Glacé wird auch in Griechenland erwähnt. Der Dichter Simonides von Kreas und Hippokrates beschreiben Gefrorenes, Hippokrates behauptete sogar, mit Eis den Kreislauf von Patienten stabilisiert zu haben. Sogar im alten Rom kannte man das wohlschmeckende Dessert. Man benutzte Gletschereis, dass mit süssem Honig, getrockneten Früchten und anderen Aromen verfeinert wurde.
Im Mittelalter beobachtete ein Konditor aus Sizilien, das eine Kombination aus Salpetersalz und Wasser gefriert. Diese Erkenntnis führte dazu, dass bereits im 18. Jahrhundert die ertsen Eiscafés in Paris entstanden. Die erste Eisfabrik der Welt wurde 1851 in Baltimore gegründet. Die Schweiz erreichte der kalte Genuss im Jahr 1925, Anlass war die Berner Landesausstellung.
Eine kleine Anekdote des Verbandes der Glacéproduzenten am Schluss: Frank Epperson, 11 Jahre alt, vergass 1905, dass seine Mischung aus Limonadenpulver und Wasser samt Rührstab noch vor dem Haus stand. Es wurde eine kalte Nacht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Franks Limonadenmixtur gefror. Der findige Junge verkaufte diese Erfindung, ein Eis am Stängeli, an andere Kinder und taufte die Kreation Epsicle. 1925 patentierte er seine Idee und verkaufte die Rechte. Man sieht, ein selbstgemachtes Eis ist auch eine gute Idee für den Winter.
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